Die Vorstellung meiner Blitzgerätesammlung begann ich mit Agfa und Zeiss, nun sind es doch schon erheblich mehr geworden. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, Sie werden von der Vielfalt dieses heute fast unbekannten Zubehörteils überrascht sein.
Nach und nach werden noch Einige folgen. Wie in anderen Teilen meiner Seite lohnt es also, hin und wieder mal hereinzuschauen.

Foto-Blitzgeräte by Photo but More

Agfa-AbendgesellschaftMagnesium-Blitz

Was denn, Blitzgeräte auf ’ner Sammlerseite? Aber klar doch, das fotografische Erfassen finsterer Motive ist keine Erfindung unserer Zeit. Schon vor der Jahrhundertwende 1900 brannte man Magnesiumfeuer ab, bevor der Verschluss der Atelier- oder Detektivkamera geöffnet wurde. Kein ganz ungefährliches Unterfangen, denn gelegentlich sorgten brennende Dekorationen für ungewollte Überbelichtungen.

Das linke Foto zeigt die typische "Blitzgesellschaft", das Foto unten die für eine solche Aufnahme benutzte Photogeräte-Konfiguration (beide aus einer alten Agfa-Broschüre); das rechte Foto (aus einer alten Leonar-Broschüre) die erzielbare Blitzwirkung....
Magnesium-Blitzanlage

Seuthe Blitzlampe

Die Blitzpulvermischungen waren sorgsam gehütete Geheimnisse und wurden oft erst kurz vor der Aufnahme angerührt. Als "Blitzgerät" dienten Töpfe oder Teller, auch leere Konservendosen waren beliebte Feuerstätten. Neben einem deutlichen Knallen oder Zischen begleiteten Nebel, Rauch und Russ solche Blitzsitzungen und auf manchen alten Photos finden sich gelegentlich blitzverursachte schwarze Gesichter....

Seuthe Blitzpistole Das Magnesium-"Blitzgerät" im 20er Jahre-Stil (im Foto ganz links) habe ich aus meinem Sammlungsbestand zusammengestellt. Der Pulverlöffel wird mit 1-3 g Magnesiumpulver gefüllt, eine passende Zündschnur eingelegt und los geht's....

Die beiden Seuthelin-Blitzlampen gab es noch in den frühen 50er Jahren zu kaufen - für je 5 DM. Im Foto rechts eine Seuthe-Blitzlampe für aufrechten Betrieb; links eine Seuthe Blitzpistole. Beide können mit bis zu 15 g Blitzpulver geladen werden, genug Feuer für einen kleinen Saal...



Agfa PulverblitzAgfa PulverblitzErst in den 1920er Jahren gab es gefahrlosere Pulvermischungen für die dann auch verfügbaren "Blitzlampen". Diese, wie z.B. Blitzlichtpulver von Agfa, Hauff oder Tetenal (FANAL), waren im geschlossenen Behälter recht lange haltbar und auch weitgehend rauchfrei und geräuscharm. Die bekannte Agfa-Blitzlampe ermöglichte gar die Zündung mit Feuerstein, sogar per Schnurauslöser und Fußbetätigung. Dazu war ein Federwerk eingebaut, das mit Ziehen an einer Schnur ausgelöst wurde und den Feuerstein betätigte. Auch elektrische Blitzzündungen mittels eines Lichtbogens wurden angeboten. Studios verfügten oft schon über transformatorgesteuerte Blitzanlagen mit mehreren Lichtquellen.

Abgesehen von den vorstehend beschriebenen "Komfortlösungen" war das übliche Blitzfotoszenario dieser Zeit wie folgt - der Fotograf bewaffnete sich mit Drahtauslöser in der einen und Gaszünder o.dgl. in der anderen Hand. Die (meistens) das Motiv stellende erwartungsfrohe Verwandtschaft verfolgte das Geschehen mit offenen Augen, Oma fühlte ihr letztes Stündlein nahen. Den Abschluss bildete dann gemeinschaftliches Staubwischen...

Böhm's SonneBöhm's SonneEine kleine Kuriosität und einen Vorgriff auf die Jahre später angebotenen Elektronenblitzgeräte mit großem Blitzvorrat war die "Sonne in der Westentasche" von Wilhelm Böhm.

Dieser, mehr einem Zigarettenetui denn einem Blitzgerät ähnliche, Blitzapparat aus den 1930er Jahren ermöglichte mittels eines darin enthaltenen Magnesiumbandes bis zu 100 Blitzaufnahmen ohne Nachladen.




Magnesiumblitze


Auch fertig konfektionierte Magnesiumpulverblitze gab es zu kaufen. Diese waren mehr oder weniger kleine Bomben, vergleichbar den gefürchteten China-Krachern beim Silvesterfeuerwerk... Zwei Beispiele zeigt das Foto links.

In der Foto-Praxis waren Filter wichtig. Bei Schwarzweiß-Filmen sorgte ein leichtes Blaugrün-Filter (z.B. LIFA-Blitzlichtfilter) für ausgeglichene Grautöne.
Für Farbaufnahmen empfahl Agfa ein leichtes Gelbfilter, z.B. das Agfa-Farbenplattenfilter Nr. 29.

BeutelblitzeSeuthelin AnzeigePulvergefüllte Papierbeutel (leicht mit heutigen Teebeuteln verwechselbar) oder fertig konfektionierte Kapselblitze waren der nächste Schritt in Richtung Blitzkomfort und noch in den 1950er Jahren in Gebrauch.

Einer der bekanntesten Hersteller war Seuthelin (Hugo Seuthe, Richrath b. Düsseldorf). Kapselblitze konnten sogar über den X-Synchronkontakt mit Kondensatorblitzgeräten gezündet werden. Dazu waren entsprechende Einsätze oder Adapter verfügbar (Vorstellung weiter unter).




Sortiment Beutelblitze

Agfa EmpfehlungEmpfehlung der Agfa zum Gebrauch von Kapselblitzen (Bild ganz links) - Auch Kodak hatte ein Magnesiumbandgerät (vergleichbar der Böhm-Sonne) im Programm

Agfa KapselblitzeKodak HolderKodak Holder

Der Vacublitz - Blitzkolben / Blitzbirnen / Blitzlampen

VakublitzlampenVakublitzlampenEin ganz wichtiger Schritt zur Alltagstauglichkeit von Blitzfotografie waren die Vakublitzlampen. 1925 vom Osram-Mitarbeiter Dr. Vierkötter erfunden, begann Osram aber erst 1932 mit der Serienfertigung; zudem basierte die Osram-Produktion nicht unmittelbar auf Dr. Vierkötters Erfindung, sondern auf einer Lizenzfertigung der süddeutschen Lampenfabrik Hauser.

Die Patentrechte an diesem neuen Blitzkolben gingen etwas eigenartige Wege. Die Augsburger Firma Hauser stellte schon 1929 eine Blitzlampe her, die von der Hauff AG vertrieben wurde. Sie basierte auf der Erfindung von Dr. Vierkötter und wurde mit Modifikationen unter dem Namen Vacublitz patentiert. General Electric erwarb die Patente, um 1930 erste eigene Blitzkolben zu bauen. Für Osram blieb dann nur noch eine Lizenzfertigung...

Das linke Foto zeigt die beiden Osram-Blitzlampen (Gr. I im Karton) und eine drahtgefüllte blaue Photoflux-Blitzbirne. Rechts Osram XO und Philips PF Blitzlampen mit dem später üblichen Bajonettsockel.

Die Blitzkolben hatten anfangs die Form üblicher Glühbirnen und sogar deren E27-Gewinde. In den Glaskolben wurden Aluminiumschnipsel eingeschmolzen. Eine andere Bauweise entwickelte Philips, bei der die Aluminiumschnipsel durch Drahtgeflechte aus Aluminium-/Magnesiumdraht ersetzt wurden (z.B. Philips Photoflux). Diese großvolumigen Blitzlampen setzten bei der elektrischen Zündung schlagartig eine hohe Lichtenergie frei, ohne offenes Feuer und Brandgeruch...

Exakta B In der fotopraktischen Anwendung waren Vacublitzlampen Luxusgüter, die sich nur Betuchte oder Profis leisteten. Eine Osram FO, SO oder Philips PF25 mit Metallsockel rissen noch in den 1950er Jahren mit Preisen um 1 DM pro Foto und mehr ein schönes Loch in die Fotografenkasse. Auch andere Hersteller boten Blitzlampen an. Bei Hauff/Leonar wurde diese Lampe lange vor der Markteinführung bei Osram im Jahr 1928 als "Vacublitz" entwickelt (Patent Hauser) und schon 1929 angeboten. Eine Blitzlampe Gr. I von Leonar kostete 1,25 RM. Nach Markteinführung der Osram Vacublitzlampen sanken auch die Preise. Photo-Porst bot im Katalog 1938 eine Osram-Blitzbirne der Gr. I für -,57 RM und Gr. II für -, 65 RM an.

Parallel mit der Entwicklung der Vacublitze und Blitzgeräte verlief die kameraseitige Synchronisation. Für die Fotografen waren es völlig neue Abläufe. War man vom Magnesium gewohnt, erst den Verschluss zu öffnen und danach die Lunte zu zünden, ging das mit der elektrischen Blitzlampenzündung so nicht mehr. Anfangs erfolgte diese noch über mechanische Konstruktionen am Auslöser (s. Vacublitzgeräte weiter unten).

Doch bereits 1935 erhielt die Exakta B als erste Kamera überhaupt eine eingebaute Blitzsynchronisation, die den Blitz so rechtzeitig zündete, dass seine größte Lichtabgabe mit der vollen Verschlussöffnung zusammenfiel. Dafür die richtige Methode zu finden, gelang nicht überall auf Anhieb. Leica-Fotografen etwa mussten noch 1950 mit komplizierten Kontaktzahlen hantieren damit der Zündzeitpunkt zur jeweiligen Blitzlampe passte.

Die Exakta B war 1935 die erste Kamera mit kamerainterner Blitzsynchronisation

Jeder Fotosammler kennt die beiden Blitzanschlussbuchsen bei den frühen Exaktas, in den 1950er Jahren wurden daraus gar vier, bevor sie 1952 vom genormten PC-Anschluss abgelöst wurden.

Als Photokina-Sensation galten 1952 die neuen Glassockelblitze von Osram und Philips mit Verkaufspreisen ab 48 Pfennig für die kleinste Größe (XM1 / PF1). In der DDR gab es von RFT ab 1953 Vakublitze, dort als Folienblitze (F20), Draht-(D20) oder Drahtfolienblitze (DF20) bezeichnet. In den Folgejahren wurden die Glassockelblitze bei gleicher Blitzleistung immer kleiner. Die letzte Blitzlampe bei Osram wurde im Jahr 1978 produziert, Würfelblitze und Lampenleisten (Flip Flash) konnte man noch ein paar Jahre länger kaufen.

Problematisch war anfangs noch die Zündung mit der geringen Batteriespannung von 3 - 4,5 Volt. Die für höhere Spannungen erforderlichen größeren Batterien hätten unhandliche Blitzgeräte bedingt und untragbare Blitzkosten verursacht. Zudem wurden die damals noch nicht so leistungsfähigen Batterien im Augenblick der Zündung stark belastet. Oft hielten sie nur wenige Auslösungen durch und mussten danach erneuert werden. Ein elektronisches Bauelement, ein Elektrolytkondensator (meist 100 Mikrofarad /μF), war schon kurz darauf die Lösung des Problems.

Pertrix No72BlitzkondensatorDieses Bauteil gab den damit ausgerüsteten Blitzgeräten auch ihren Namen: Kondensatorblitze. Das Prinzip war in der Rundfunktechnik lange bekannt, Blitzebauer mussten erst drauf kommen: eine kleine Anodenbatterie mit 22,5V (später auch 15V) lud über einen Widerstand den Elektrolytkondensator auf. Die Batterie stammte zunächst von VARTA und wurde unter ihrer Handelsbezeichung "Typ Pertrix No.72" zum Synonym dieses 22,5V-Typs. Ihr Preis betrug seinerzeit 3,75 DM; bei normalem Gebrauch hielt sie 2 Jahre und länger.

Mit dem Blitzkontakt der Kamera ausgelöst, entlädt sich der Kondensator schlagartig in einem starken Stromstoß. Dabei fließen Ströme mit bis zu 100A ohne dabei die kleine Batterie zu belasten. Die hohe Energieausbeute ermöglichte auch die Entwicklung einer neuen Generation von leistungsfähigen, kleineren und preiswerten Blitzlampen. Einige Hersteller boten für ihre mit Monozellen betriebenen Blitzgeräte Nachrüstsätze mit Kondensatorschaltung an.

Im Foto rechts der Kondensatoreinsatz des Agfa Synchronblitzers K

Allerdings kenne ich kein anderes Fotozubehörteil, das durch die technische Entwicklung so vollständig überflüssig geworden ist wie das Lampen-Blitzgerät. Abgesehen vielleicht vom fotografischen Film, den die Digitaltechnik erledigt hat. Doch zunächst hatte der Fotograf in den sogenannten "Blütejahren der Photographie", den 1950ern, die grösste Qual der Wahl beim Blitzen. Neben den "klassischen" Magnesiumpulver-Variationen gab es unterschiedliche Blitzlampen (Vacublitze) und auch bereits die ersten Elektronenblitzgeräte. Hinzu kam, dass es noch keine genormten Blitzanschlüsse gab. Beim Kabelkauf war zu beachten, dass die Verschlusshersteller Prontor und Compur zunächst verschieden große Buchsendurchmesser kreierten. Das Angebot an Blitzkrams war zu dieser Zeit fast unübersichtlich groß!

In den 1960er Jahren begann dann die Verbreitung der Elektronenblitzgeräte. Nicht nur wurden diese Geräte kleiner, auch die Preise sanken auf ein auch für engagierte Fotoamateure verträgliches Maß. Schon im Katalog 1958 bot Photo Porst seinen Hapotron für 148 DM an. Das war im Vergleich mit 69,50 DM für die preiswerteste Silette oder 119 DM für eine Vito B immer noch viel Geld. Doch für den Vielblitzer machte sich solch ein E-Blitz rasch bezahlt.

Der Röhrenblitz / Elektronenblitz

Die letzte Komfortstufe wurde mit dem noch heute aktuellen Lichtersatzspender, dem Elektronenblitz erreicht. Im Jahr 1948 stellte die Mannesmann GmbH ihr erstes Elektronenblitzgerät vor, die Serienproduktion begann 1949 (zeitgleich auch bei Blaupunkt und Elmed). Hatten diese Geräte anfangs Kofferformat (Ultrablitz in der Blaupunkt-Werbeanzeige, rechts), passen ihre Nachfahren heute in jede Digitalmini. Die Vielfalt der vor allem seit den 1970er Jahren angebotenen E-Blitzgeräte überfordert jeden Sammler. Doch wird sich auch der eine oder andere Meilenstein, etwa ein Braun hobby, durchaus auch in einer Photographica-Sammlung wohlfühlen.
Blaupunkt-AnzeigeDer Braun hobby, 1952 vorgestellt, mauserte sich innerhalb von nur 2 Jahren zum meistverkauften Elektronenblitzgerät der Welt! Stromquelle früher Geräte war der bekannte "Sonnenschein Akku" (Foto u.). Er bedurfte regelmäßiger Wartung, wie bei einer Autobatterie musste gelegentlich destilliertes Wasser nachgefüllt werden. Auf der Rückseite des hobby konnte man in einem Schaufenster den Säurestand kontrollieren - sank die letzte Kugel nach unten, war Aufladen dringend angesagt. Viele Fotogeschäfte boten einen Mietservice - für 5 Mark pro Tag konnten man einen hobby ausleihen.

Braun Hobby Braun hobby Akku
In den 50er Jahren war der Braun hobby Traum eines jeden Fotoamateurs. Im linken Foto die erste, noch sehr große und schwere Ausführung mit dem Akku-Kontrollfenster auf der Rückseite. Sein Verkaufspreis 198 DM - ein Schnäppchen gegenüber 480 DM für den Ultrablitz.

Werbeanzeige aus dem Jahr 1950 für den Blaupunkt-Ultrablitz


Mit der Verbreitung der Elektronenblitze ab etwa 1965 verkauften sich herkömmliche Lampenblitze eigentlich nur noch über ihren niedrigen Preis. Auch wurden sie - ebenso wie die Blitzlampen - immer kleiner, für den Gelegenheitsblitzer ein wichtiges Argument. Die Blitzbirnenhersteller versuchten mit handlicheren Blitzbirnen noch einige Jahre mitzuhalten. So war für einige der zuletzt angebotenen Würfelblitze kein Blitzgerät mit Batterie mehr nötig. In die unter dem Namen "Magicube" angebotenen X-Würfelblitze war eine Zündvorrichtung integriert. Doch als Ende der 1980er Jahre auch die E-Blitze kleiner und immer billiger wurden, schlug das letzte Stündlein der klassischen Lampenblitze. Mit meiner Aufstellung will ich hauptsächlich einen Querschnitt der Angebote der 1950-1980er Jahre geben, der Glanzzeit der Photoblitzer....

Ab hier finden Sie also drei Sorten Blitzgeräte:

1. die "Frühen" (Magnesiumblitze und Vacublitz)
2. Batterie- und Kondensatorblitzgeräte ab etwa 1950 (für Blitzlampen, Würfelblitze u. dgl.)
3. nur wenige Elektronenblitzgeräte

Wie fast überall auf meinen Seiten hat auch hier die Gerätetechnik Vorrang. Zur Blitzfotografie gibt es umfangreiche Literatur, jedes Fach- oder Kamerahandbuch enthält Hinweise dazu. Auch der Umgang mit den Blitzgeräten, Blitzlampen und Kameraanschlüssen ist dort beschrieben. Besonderheiten für einzelne Blitzgeräte vermerke ich von Fall zu Fall.
Den Schwerpunkt der Vorstellung bilden Batterie- und Kondensatorblitzgeräte aus den 1950er Jahren. Sie werden über deren Vielfalt verwundert sein. Auf meiner Exakta Seite gehe ich auf die Blitzgeräte der Dresdener Ihagee noch etwas näher ein.

1. Frühe Blitzgeräte

Das Blitzen mit Magnesiumpulver war weit über ein halbes Jahrhundert lang Stand der Dinge. Noch in den 50er Jahren, als es bereits ein breites Angebot an Vacublitzen gab, benutzten es nicht wenige Fotoamateure. Magnesiumpulver, zumal wenn man es "offen" kaufte, war konkurrenzlos billig: 10g gab es für 90 Pfennig und 100g kosteten 6,50 DM. Auch mit Kapselblitzen (fertig konfektioniertes Blitzpulver) kostete ein Foto mit etwa 25 bis 50 Pfennig maximal die Hälfte als mit handelsüblichen Glaskolbenblitzen.

Kapselblitze

Seuthelin KapselblitzKapseln mit Blitzpulver gefüllt waren noch lange im Handel zu finden (bekannte Marken: Agfa, Kissling, Seuthelin, Tetenal). Moderne Ausführungen konnten über Adapter in normalen Lampenblitzgeräten über den Kamerakontakt gezündet werden. Kapselblitze benötigten dabei keinen Reflektor.

Solche Kapselblitze zündeten mit den anfangs üblichen Batterieblitzgeräten problemlos schon bei 3 Volt. Gegenüber offenem Magnesiumpulver waren sie leise und gaben ein weiches Licht ohne Schlagschatten. Es gab drei verschiedene Leistungsgrößen, von Seuthelin in Packungen zu 5 Stück (Foto). Ihr Preis war mit 0,30 DM (Gr. I), 0,40 DM (Gr. II) bzw. 0,45 DM (Gr. III) erheblich niedriger als vergleichbare Blitzlampen.
Seuthelin FW
Bild links: Seuthelin-Kapselblitz mit FS-Blitzkapsel-Fassung.
Bild rechts: Seuthelin-Blitzkapsel-Winkelfassung FW.
Beide mit blitzlampenüblichem Steck-Bajonettsockel für normale Blitzgeräte. Seitlich ist eine E10-Fassung für eine Prüflampe vorhanden. Die Sockel kosteten 4,50 DM (ohne Prüflampe).
Seuthelin FZBild mitte: Für 3,90 DM gab es auch noch eine Ausführung FZ zum Offenblitzen.

Mit dem E10-Gewindesockel wird es in eine Taschenlampe eingeschraubt.


Mit dem Kapselblitz lebte das gute alte Blitzlichtpulver sogar noch lange Jahre weiter, als mit den Vacu- oder Röhrenblitze schon modernere Leuchtquellen verfügbar waren. Erst in den 1960ern verschwanden Blitzkapseln und -beutel aus den Geschäften. Anfangs, also in den frühen 1950er Jahren waren die Kapselblitze gegenüber den Vacublitzlampen deutlich billiger. Der Preisvorteil wurde erst durch den Glassockel verringert. Zuletzt gab es sogar Kapselblitze zu kaufen, die mit den neueren Glassockel-Blitzgeräten verwendbar waren.

Kißling BlitzNeben den günstigeren Blitzkosten - die Blitzkapseln waren zudem mit den meisten Blitzleuchten wahlweise verwendbar - haben sie noch einen deutlichen Praxisvorteil: Kapselblitze benötigen keinen Reflektor! Dadurch ist das offen abbrennende Blitzlicht den im Reflektor aufleuchtenden kleinflächigen Röhren- oder Lampenblitzen weit überlegen. Während der Reflektor alles Licht gebündelt nach vorn abstrahlt, verbreitet die Blitzkapsel ihr Licht nach allen Seiten. Innenräume werden dabei so gut ausgeleuchtet, wie es erst weit später aufwendige und teure Studioblitzanlagen schafften. Hingegen sinkt die Leitzahl der Kapselblitze im Freien deutlich, weil dort keine reflektierenden Flächen vorhanden sind. Manche Blitzgeräteanbieter bewarben gar ihre Blitzgeräte ausdrücklich mit der wahlweisen Verwendungsmöglichkeit für Kapselblitze. Die Firma Kißling lieferte mit ihrem Uni-Blitz (Prospektbild rechts) sogar einen speziellen Kapselblitzreflektor, der hier nur die Funktion eines rückwärtigen Flammenschutzes hatte.

Profis erhöhten zudem die Lichtleistung der Kapselblitze durch Aufschütten von losem Blitzpulver, was allerdings wegen der Brandgefahr nicht ungefährlich war. Solch vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Verbindung mit ihrem niedrigen Preis bescherten den Kapselblitzen noch ein langes Leben. Wenn also noch in den 1970er Jahren manche Fotoprofis im Studio mit Kapselblitzen hantierten, war dies weniger nostalgische Anhänglichkeit an das alte Blitzpulver sondern praxisorientiert. Erst die sich seit Mitte der 1960er verbreitenden Profiblitzlanlagen wie Mannesmann oder Elinchrom bescherten solchem Blitzgebaren das Ende....
Kapselblitze




Kapselblitze, glassockelkompatibel, in drei Größen (Prospektbild)

Hama UltrablitzUltralum-Anzeige

HAMA ULTRALUM Blitzstrahler

Recht beliebt war um 1950 der "Ultralum Blitzstrahler" von Hama für offenes Blitzpulver. Er wurde in zwei unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Damit war das Magnesiumpulverblitzen vergleichsweise komfortabel und aufgrund der günstigen Pulverpreise (10 g Ultralum-Blitzpulver gab es für 90 Pfennig) kostete ein Blitzfoto damit nur rund 10 Pfennig. Photo Porst verkaufte den abgebildeten Ultralum-Blitzstrahler (Modell II mit Fingerauslösung) im Jahr 1950 für DM 8,40.



Werbeanzeige (rechts) für den Ultralum-Magnesiumpulver-Blitz von Hama aus dem Jahr 1949

Auch die Blitzbeutel verschiedener Anbieter gab es noch einige Jahre - die Agfa-Beutel in der DDR sogar bis um 1960 - zu kaufen.

Der Vacublitz

Osram VacublitzOsram VacublitzOSRAM brachte seine ersten Vacublitze in zwei Größen in den Handel. Größe I war mit 55 mm Ø die kleinere und Größe II mit 70 mm Ø die größere Blitzlampe und lieferte die doppelte Lichtmenge. Beide hatten den E27-Schraubsockel (Edison). Zum praktischen Gebrauch lieferte Osram einen zusammenfaltbaren Vacublitz-Reflektor aus alu-beschichteter Pappe und einen Halter. Beides konnte auch für Nitraphot-Lampen verwendet werden. Deshalb konnte die Vacublitzbirne mit dem Osram-Halter auch mit Netzspannung gezündet werden. Ein Adapter mit E10-Übergangsgewinde (Zwergfassung) machte die Verbindung mit den nur wenigen damals im Handel verfügbaren Blitzgeräten möglich.


Das linke Foto zeigt eine Osram-Blitzlampe (Gr. I) im Reflektor. Im Foto rechts sehen Sie einen der unten beschriebenen Blitzlampenhalter.

Eine Auslösesynchronisation in Form der späteren PC-Kontakte (X, M, FP) gab es damals noch nicht. Für die klassischen Contax, Leica u.a. waren Spezialauslöser verfügbar, die meist über den Drahtauslöseranschluss betätigt wurden. Die erste Kamera mit eingebauter Blitzsynchronisation war 1934 die Exakta; die Ihagee lieferte dazu auch ein eigenes Blitzgerät.

Vacublitz-Lampenhalter

Unmittelbar nach Markteinführung der Vacublitzlampen waren dafür auch erste Blitzgeräte, damals Lampenhalter genannt, erhältlich. Bekanntester Hersteller war Dr. Weber, Kiel, (bekannt auch für den Leica-Selbstauslöser "Direkt") mit bereits synchronisierten Lampenhaltern für Contax oder Leica.

VacublitzlampenhalterEin Universalmodell I wurde mit einem Gewindestück geliefert, das in den Stativanschluss der Kamera geschraubt werden konnte (Foto links, mit Contax). Der Batteriehalter, eine vernickelte und verchromte Röhre nahm eine Stabbatterie von 4 Volt (oder auch 3x 1,5 V Perplexzelle) auf. Die Blitzsynchronisation erfolgte über ein Kabel mittels eines Kontaktgebers. Dieser wurde - wie bei der Contax gezeigt - in das Selbstauslösergewinde des Auslöseknopfes geschraubt.

Für die Leica gab es eine Variante in Form der "Leica-Glocke" beim Drahtauslöseranschluss (Modell II). Zur Rolleiflex war das Modell IV verfügbar. Für andere Kameras sind auch mechanische Übertragungen zu finden (s. Contax-Foto weiter unten). Vor Gebrauch musste das Synchronisierstück mit einer Prüflampe zunächst so einreguliert werden, dass sich erst der Verschluss öffnet bevor die Prüflampe leuchtet. Ein solcher Lampenhalter kostete je nach Ausführung 6,50 bis 7,50 RM + Batterie und Prüflampe.

Modell I mit einer Contax. Das Synchronisierstück (mit der roten Kappe) wird in das Selbstauslösergewinde der Contax geschraubt.

Leitz Blitz BTLOONatürlich konnten es weder Leitz noch Zeiss dabei belassen, dass als einzige zu ihren Kleinbildkameras verfügbare Blitzgeräte die Vacublitzhalter von Dr. Weber existierten...

Während es sich bei Leitz mit dem VACUB aus dem Jahr 1934 wohl noch um eine von Dr. Weber gebaute Version des "Modell II" (s. oben) gehandelt hat, gab es 1935 mit dem Leica Blitzansatz BTLOO (Foto rechts) nun auch eine eigene Konstruktion. Mit seinem Batteriegehäuse wurde es seitlich rechts an die Kamera gesteckt und per Handschraube im Stativgewinde befestigt.

Es ist mit 2 Lampenfassungen ausgestattet, in der Standardversion hatten beide E10-Gewinde. Bei der im Bild gezeigten Version von Leitz New York ist in die obere Fassung ein Adapter für große Vacublitzlampen mit E27-Gewinde eingesetzt. Die Synchronisation erfolgt hier nicht mehr über den Auslöseknopf, sondern über das sich beim Auslösen drehende Verschlussrad (ähnlich wie beim Geiss-Kontakt). Dieses bewirkt die Blitzauslösung über einen in den Zubehörschuh eingesteckten Gehäuseschalter.

Leica-Blitzansatz BTLOO für die Leica II, III und IIIa aus dem Jahr 1935

Zeiss VacuhalterAuch Zeiss wird bei seinem ersten Blitzgerät zunächst auf die Konstruktion von Dr. Weber aus Kiel zurückgegriffen haben. Während das Batteriegehäuse mit dem Kieler Blitzhalter identisch ist, wird die Auslöser-/Synchronisationsmechanik wohl selbst entwickelt worden sein.

Zeiss Ikon bot auch eine eigene Version des Lampenhalters (3613/15) an, der - in der Contax-Version - in den Zubehörschuh der Kamera geschoben eine Direktverbindung mit dem Auslöser ermöglicht (Verkaufspreis je nach Ausführung 8,- bis 11,50 RM).

Zeiss Lampenhalter










Die Einzelteile des im Foto links gezeigten Zeiss Ikon Vacublitz-Lampenhalters.


Contax BlitzWeitere Variante eines Vacublitz-Lampenhalters, bei dem der Blitz mit einem Hebel am Blitzgerät ausgelöst wird (rechts). Der Hersteller ist mir nicht bekannt, allerdings ähnelt die Bauform des Batteriegehäuses recht deutlich der des Leitz'schen BTLOO....



Damalige Lampenhalter hatten bei Auslieferung ein E10-Gewinde, der üblichen Größe für Niederspannungsbirnen. Für die großen Vacublitzlampen mit E27-Gewinde war deshalb bei den meisten Geräten ein Adapter im Lieferumfang.

MagnesiumblitzMagnesiumblitz

Magnesium-Blitzgerät für Blitzlampen

Auch nach der Markteinführung der Vakublitze gaben die "Feuerwerker" das gute alte Magnesium zunächst noch nicht verloren. Neben den oben beschriebenen Kapsel- und Beutelblitzen waren auch Vorrichtungen zu finden, wie diese Magnesiumlampe, mit denen sich sogar loses Magnesiumpulver mit einem Lampenblitzgerät zünden ließ. Der hier gezeigte Halter hat einen E27-Sockel und arbeitet damit mit den frühen Lampenblitzgeräten zusammen

Der Fischer-Tausendblitz

Fischer TausendblitzFischer-TausendblitzDer von Fischer-Dübeln und vielen Agfa-Blitzgeräten her bekannte Artur Fischer bot ein weiteres Blitzmedium an, den "Tausendblitz". Dieser Blitz war quasi ein Mischling aus Blitzlampe und Röhrenblitz. Obwohl einfach in der Handhabung und vergleichsweise billig im Gebrauch, fand er nicht allzuviele Liebhaber und verschwand nach wenigen Jahren wieder vom Markt.

Das Prinzip war auch von anderen Beleuchtungsszenarien, etwa in der Endoskopie, bekannt: eine spezielle Glühlampe erhält kurzzeitig eine Überspannung und leuchtet strahlend hell auf. Der Tausendblitz wird über ein Vorschaltgerät mit dem Stromnetz verbunden und synchron zum Verschluss geschaltet. Bei der Auslösung bewirkt die Überspannung eine etwa 1/25 sec lange Leuchtzeit, den "Blitz". Da die Überspannung nur kurzzeitig anliegt, hat die Lampe eine Lebensdauer von etwa 1000 "Blitzen". Weiterer Vorteil - die Lampe brennt mit geringer Leuchtkraft weiter solange sie mit dem Stromnetz verbunden ist und erleichtert damit das Einstellen.

2. Batterie- und Kondensatorblitzgeräte von A wie Agfa bis Z wie Zeiss

In den noch elektronenblitzarmen 1950er Jahren gehörten Kondensatorblitzgeräte zu jeder Ausrüstung. Heute sind sie mangels erhältlicher Blitzbirnen und Batterien zumeist „nur“ noch Dekoration für historische Kameras. Mit ein wenig Geschick und 3 Elektronikbauteilen (LED, Diode, Widerstand) können alte Blitzgeräte umgerüstet werden, so dass anstelle der Blitzbirne eine LED beim Auslösen aufleuchtet! Wer mag, kann als Dekoration sogar eine Dauerbeleuchtung damit einrichten.

Jeder Kamerahersteller, der etwas auf sich hielt, hatte damals ein solches Blitzgerät im Programm. Im Übrigen waren diese eine Domäne der Zubehörhersteller. Wer mag, kann sich - wie ich auch - für geringen Aufwand eine hübsche Sammlung davon aufbauen und wird über die Vielfalt der Ausführungen überrascht sein.

Blitzlampen 3VKondensatorblitzgeräte benötigten eine Anodenbatterie 22,5V (spätere auch 15 V). Passende Batterien (22,5 V - Anodenbatterie für Hörgeräte und Fotoblitz) sind heute nur noch bei Spezialanbietern erhältlich und teuer. Bei dem beschriebenen LED-Umbau können meist die handelsüblichen 9V-Blockbatterien eingesetzt werden.

Zunächst waren nur Batterieblitzgeräte verbreitet; ein typischer und verbreiteter Vertreter dieser Art Blitzgeräte war der Kobold. Auch die erste Version des Agfa Synchronblitzer K oder das große Ihagee-Blitzgerät zündeten die Blitzlampe per Batterie. Oft genügte schon eine 3Volt-Duplex-Batterie (Nr. 259), größere Geräte forderten auch zwei oder drei Monozellen á 1,5V. Bei den Blitzbirnen für diese Geräte war beim Kauf darauf zu achten, ob sie schon bei niedriger Spannung zündeten, das war nicht bei jeder der Fall!

Rechts im Bild Osram-Vakublitzbirnen FO für Batteriezündung
Blitzlampen Die Lampenfassungen aus Metall gab es in der Ausführung mit E27-Sockel (E=Edison) oder Bajonett-Sockel BA 15s (S=Swan-Sockel/Steckfassung). Prüfeinrichtungen wurden sowohl für die Geräte, insbesondere die darin befindliche Batterie, als auch für die Blitzlampen angeboten.

Von Philips waren noch in den späten 1950er Jahren Blitzlampen mit dem von der normalen Glühlampe her bekannten E27-Sockel erhältlich. Es gab sie in zwei Stärken als PF60E und PF100E, mit klarem Glas für Schwarzweiß- und in blau für Farbfilme. Sie brachten die höchste Lichtmenge, die man damals beim Blitzen erreichen konnte. Die PF100E brachte 95.000 lumen/sec bei einer Leuchtdauer von 22 msec; im Vergleich dazu die später meistgebräuchliche XM1-Glassockellampe 6.500 lumen/sec bei nur 10 msec Leuchtzeit! Erst als die Glassockelblitze die Bajonettfassung BA15s verdrängten, wurden auch die großen Blitzlampen eingestellt.

Sortiment Vakublitzbirnen / Blitzlampen von 1935 bis 1970. Bei den beiden großen Blitzlampen ganz links im Bild erkennt man ziemlich deutlich das unterschiedliche Fertigungskonzept von Osram (Aluminiumschnipsel, ganz links) und Philips (Magnesiumdraht).

Wata TestomatZur Prüfung, ob eine Blitzlampe noch in Ordnung ist, verbindet man sie über Taschenlampenbirne 3,8V/0,07A mit einer 4,5 V-Flachbatterie. Wenn der Zünddraht innerhalb der Blitzbirne in Ordnung ist, leuchtet die Taschenlampenbirne auf; keinesfalls darf aber eine stärkere Prüflampe verwendet werden, weil die Blitzlampe dann bereits zündet! Ein blauer Punkt in vielen Blitzlampen - Ende der 1930er Jahre in den USA erfunden - zeigt an, ob die zur einwandfreien Zündung in der Blitzlampe vorhandene Sauerstoffkonzentration einwandfrei ist. Verblasst dieser Punkt oder verfärbt sich gegen rosa, ist die Blitzlampe defekt.

Blitz-PrüfbirnenManche Blitzgeräte wurden mit eingebauter Prüflampe angeboten. Bei anderen hängt die Stärke der Prüflampe von der Bauart (Batterie- oder Kondensatorzündung) bzw. der Batterie ab. Übliche Prüflampen für Kondensatorblitzgeräte mit Bajonett- oder dem späteren Glassockel haben 2,5V/0,15A, andere auch 6V/0,05A oder entsprechend.


Der Zubehörsteller Edmund Wateler, Braunschweig (WATA) hatte ein Prüfpult mit Bakelitgehäuse im Angebot (Bild rechts), mit dem alle Funktionen damaliger Kondensatorblitzgeräte geprüft werden konnten. Einfacher ging es mit diversen Prüfbirnchen für Batterie-/Kondensator-Blitzgeräte (links) in verschiedenen Ausführungen

Würfelblitze VergleichWürfelblitzeAls letzte Entwicklungsstufe der Lampenblitze packte man ab 1965 mehrere Blitzlämpchen in ein gemeinsames Gehäuse - den Blitzwürfel.

Zunächst war der vom US-Lampenhersteller Sylvania entwickelte "Flashcube" (N-Blitzwürfel, in den Fotos links) erhältlich. Vier AG-1-Blitzlämpchen sind hier hinter eine Plexiabdeckung auf einen drehbaren Sockel montiert.

In den Fotos die beiden Blitzwürfeltypen - N-Flashcube (jeweils links) und X-Magicube (jeweils rechts).


Der Flashcube benötigt jedoch noch eine Zündspannung wie die einzelnen AG-Blitzbirnchen zuvor. Es waren also nach wie vor Blitzgeräte mit Batterien (meist 6 Volt) notwendig; manche Kamerahersteller bauten Sockel und Stromversorgung bereits in die Kameragehäuse ein.

Philips PFC4Sylvania MagicubeDie Batterie schuf in den für die Würfelblitze infrage kommenden meist anspruchslosen Kompaktkameras jedoch mehr Probleme (Gewicht, Wartung, Korrosion) als Vereinfachung. Erst die Vorstellung der zweiten Blitzwürfelgeneration "Magicube" (X-Blitzwürfel in den oberen Foto jeweils rechts) ebenfalls durch Sylvania im Jahr 1970 ermöglichte den Verzicht auf Batterien.

Eine mit dem Kameraauslöser verbundene Mechanik löste im Blitzwürfel über einen gespannten Draht die Zündung im Glaskolben der jeweiligen Blitzlampe aus. Soweit die Kameras mit einem derartigen Auslöse- und Übertragungsmechanismus ausgerüstet warten, hatten sie als Kennzeichnung meist ein "X" in der Typenbezeichnung.


Flashcube-N-Würfel von Philips (links) und Magicube-X-Würfel von Sylvania (rechts).

Agfamatic m. WürfelblitzPocket mit MagicubeZwei Kamerabeispiele mit Magicube-X-Würfeln.

Dieser Blitzlampentyp erforderte weder externe Blitzgeräte, Halter oder ähnliche Vorrichtungen, weil die Zündung ohne Batterien erfolgte. Die für diesen Würfeltyp mit einem entsprechenden Sockel ausgerüsteten Kameras mussten also auch keine Batterie mehr enthalten, soweit diese nicht für die Kameraelektronik gebraucht wurde.

Stattdessen ist für die Zündmechanik der X-Blitzwürfel ein mit dem Auslöseknopf gekuppelter Stift zuständig. Außerdem haben die Blitzwürfelsockel einen Drehmechanismus, der den Blitzwürfel nach dem Auslösen jeweils um ein Lämpchen weiter dreht. Manche Geräte enthalten zudem eine Sperre nach viermaliger Drehung....

Magicube X Mini

Den Magicube gab es einige Zeit später mit dem gleichen Sockel noch in einer kleineren-Version - im Foto eine von Porst vertriebene Mini-Ausführung.



Sylvania flashbar u.a.

Den Abschluss der Lampenblitzentwicklung bildeten um 1975 Flashbar, Flip Flash oder Topflash für Pocket- und Polaroid-Kameras mit bis zu 10 über- oder nebeneinander angeordneten Blitzbirnen in einer Kassette. Die Lämpchen wurden teils über die kamerainterne Batteriespannung oder über ein Piezoelement gezündet.











Halter und Zubehör für Würfelblitze finden Sie ganz am Ende der folgenden Aufstellung (nach Zeiss).


AccuraAccura

ACCURA Penflash, Made in Japan

Eines der wenigen Lampenblitzgeräte aus japanischer Fertigung in meiner Sammlung. Schweres Batterieblitzgerät im schwarzen Bakelitgehäuse mit großem faltbaren Fächerreflektor. Der Reflektor ist im Gegensatz zum Synchronkabel nicht abnehmbar.

Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit Fächerreflektor (Ø 14cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 2 x 1,5V PENLITE (Mignon-Zelle)
Baujahr: um 1952/1954, Verkaufspreis nicht bekannt



Adox ElectraAdox Electra

ADOX Electra 1 - Dr. Schleussner, Frankfurt

Einfaches Lampenblitzgerät für Kabelanschluss mit kleinem Rundreflektor (Ø 7 cm) in grau/elfenbeinfarbenem Kunststoffgehäuse.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verspiegeltem Waben-Rundreflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1956 - 1963, Verkaufspreis 9,90 DM + Etui 2,40 DM

Adox Electra 15Adox Electra 15

ADOX Electra 15 K / M - Dr. Schleussner, Frankfurt

Einfaches Miniatur-Lampenblitzgerät mit kleinem Rechteckreflektor (ca. 4 x 3,5 cm). Graues Kunststoffgehäuse in zwei Versionen für für Kabelanschluss (K) oder Mittenkontakt (M) .

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verspiegeltem Rechteckreflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie
Baujahr: ca. 1963 - 1966, Verkaufspreis 9,90 DM + Etui


AGFA Birnen-Blitzgeräte

Die Lampenblitzgeräte von Agfa gehörten in den 50er/60er Jahren zu den wohl beliebtesten, zumindest zu den am meisten verbreiteten Taschenblitzern. Von etwa 1950 bis weit in die 70er Jahre haben fleißige Konstrukteure eine ganze Reihe von Blitzern konstruiert, von denen aber die meisten bei Artur Fischer in Tumlingen im Waldachtal entstanden sind (herzlichen Dank an Christoph Jehle für diesen Korrekturhinweis - ich hatte ursprünglich "Tuttlingen" geschrieben). Ja, Sie haben richtig gelesen - fast alle Agfa-Blitze wurden beim späteren Erfinder der "Fischer Dübel" gebaut!

Die Agfa-Blitzgeräte hatten neben ihren jeweiligen Bezeichnungen eine Typennummer. Diese fand sich nur selten in Prospekten oder auf den Geräten. Nur wer Verkaufspackung oder Anleitung sein eigen nennt, kann die Typennummer finden. Die zusätzlichen Kennzeichnungen der Geräte erhielten mit den Jahren andere Bedeutungen. "K" stand anfangs für "Kondensator", später für Kabelversion. "M" benannte anfangs die Eignung für den "M"-Blitzanschluss und entsprechende langleuchtende Blitzbirnen, später für Mittenkontakt.

Agfa Synchroblitzer KAgfa Synchro K

AGFA Synchro-Blitzer K - Typ 6823

Das erste Agfa-Nachkriegsblitzgerät hatte eine eingebaute Prüfeinrichtung zur Batterie- oder Verschlusskontrolle, hier im Foto mit einer Kine-Exakta. Für die Exakta - zu dieser Zeit noch mit vier eigenständigen Blitzanschlussbuchsen - war ein spezielles Blitzkabel notwendig.

Der Synchro-Blitzer K war sehr solide gebaut, außer dem Batteriegehäuse war alles aus verchromtem Messing. Der Rundreflektor ist per Bajonett mit dem Gehäuse verbunden und seitlich schwenkbar.

Bauweise: Batterie-/Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem, stufigen Rundreflektor (Ø 12,5cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s; über mitgelieferten Adapter auch Schraubsockel E10 oder E27
Stromversorgung: anfangs zwei 3V-Duplex-Stabbatterien, spätere Ausführungen 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1950 - 1953, Verkaufspreis 26 DM

Agfa Synchro KL

AGFA Synchro-Blitzer KL - Typ 6825

Der Nachfolger des Synchroblitzer K war einfacher ausgestattet und mit 18 DM billiger. Verzichtet wurden auf die Bajonettverbindung und Schwenkbarkeit des Reflektors, ansonsten entspricht das Gerät dem Synchro K. Wie beim Vorgänger sind die Metallteile dieser Ausführung hochglanzverchromt.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit aufsteckbarem Rundreflektor (Ø 12,5cm)
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1952 - 1956, Verkaufspreis 18 DM + Etui 3,75 DM

Agfa Synchro KKAgfa Synchro KK

AGFA Synchro-Blitzer KK - Typ 6826

Gleiche Bauform und Größe, aber in einfacherer Ausführung als der Synchroblitzer KL. Dafür mit 12 DM erheblich billiger gab es diese Version ab etwa 1954.
Anstelle verchromter Metallteile waren hier die Beschläge ebenso wie die Lampenfassung aus Kunststoff. Technische Daten wie KL.

Agfa Synchro KMAgfa Synchro KM

AGFA Synchro-Blitzer KM - Typ 6827

Der erste Agfa Lampenblitz für Glassockel-Blitzlampen. Gehäuse und Reflektor sind vollständig aus Kunststoff.

Bauweise: Zerlegbarer Kondensator-Taschenblitz mit zweiteiligem versilberten Parabolreflektor (Ø 8,5 cm).
Blitzlampen: Glassockelblitze (OSRAM XM / PHILIPS PF).
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1956 - 1960, Verkaufspreis 12,50 DM + Etui 2,30 DM

AGFA Clibo

AGFA Clibo-Blitzer Typ 6865

Auch die Aufsteiger-Boxen AGFA Click + Clack mussten ihr Dasein nicht ohne Blitzgerät fristen. Es gab dafür sogar ein spezielles 2-Knopf-Bajonett zum Aufstecken. AGFA CliboWeil die beiden Boxen eine unterschiedliche Stiftanordnung haben, hat der Clibo 4 Steckanschlüsse (Bild rechts). Man kann ihn also auch so aufstecken, dass er zur Seite leuchtet; ob dies als "indirektes Blitzen"-Option gedacht war, ist nicht überliefert... Gehäuse und Reflektor sind vollständig aus Kunststoff.

Bauweise:Kondensator-Taschenblitz mit versilberten Parabolreflektor, einteilig.
Blitzlampen: Glassockelblitze AG1 / AG3.
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1957 - 1965, Verkaufspreis 9,50 DM + Etui 3,50 DM

Agfalux 6871Agfalux 6871

AGFA Agfalux Taschenblitzer - Typ 6871

Mit dem Agfalux 6871 stellte die Agfa 1955 den ersten einer ganzen Reihe zwar gleichnamiger, jedoch unterschiedlich ausgestatteter Taschenblitzgeräte vor. Diese erste Ausführung war noch für Metallsockel-Blitzlampen vorgesehen.

Bauweise: Taschenblitz mit aufklappbarem Fächerreflektor (Ø 12,5 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1955 - 1957, Verkaufspreis 24 DM + Etui 3,90 DM

AgfaluxAgfalux 6872

AGFA Agfalux Taschenblitzer - Typ 6872 und 6872/20

Agfalux-Taschenblitzer jetzt für Glassockel-Blitzlampen. Der bis auf die Lampenfassung mit dem Agfalux 6871 baugleiche Typ 6872 wurde in zwei Versionen angeboten. Diese unterschieden sich lediglich durch eine Blendenskala auf der Rückseite beim Typ /20.

Bauweise: Taschenblitz mit aufklappbarem Fächerreflektor (Ø 12,5cm).
Typ 6872 mit normaler Rückwand (links im rechten Foto)
Typ 6872/20 mit Rechentabelle auf der Rückseite für Aufnahmeabstand / Blende (rechts im Foto rechts)
Blitzlampen: Glassockel (OSRAM XM / PHILIPS PF)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1956 - 1960, Verkaufspreis 24 DM + Etui

Agfalux Agfalux in OVP Agfalux
Gehäuse und Handhabung der Agfalux-Blitzer blieben über einige Jahre unverändert


Agfalux 6874Agfalux 6874Agfalux indirekt

AGFA Agfalux Taschenblitzer - Typ 6874

Agfalux-Taschenblitzer für Glassockel-Blitzlampen jetzt in kleinerem Gehäuse.
Der faltbare Fächerreflektor ist für indirektes Blitzen jetzt schwenkbar.

Bauweise: Taschenblitz mit aufklappbarem und schwenkbarem Fächerreflektor (Ø 9 cm).
Blitzlampen: Glassockel (OSRAM XM / PHILIPS PF)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1961 - 1963, Verkaufspreis 24 DM



Agfalux weißAgfalux s+w

AGFA Agfalux Taschenblitzer - Typ 6874
in weißem / elfenbeinfarbenem Gehäuse

Agfalux-Taschenblitzer für Glassockel-Blitzlampen in kleinerem Gehäuse. Der faltbare Fächerreflektor ist für indirektes Blitzen schwenkbar. Gleiche Ausführung und Daten wie vor, jedoch in weißem Kunststoffgehäuse.

Bauweise: Taschenblitz mit aufklappbarem und schwenkbarem Fächerreflektor (Ø 9 cm).
Blitzlampen: Glassockel (OSRAM XM / PHILIPS PF)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1961 - 1963, Verkaufspreis 24 DM

Agfalux 6877MAgfalux Vergleich
Drei Agfalux-Blitzergenerationen im Vergleich. Links der "modernste" 6877M, rechts 6874 und 6872


Agfa Isi-BlitzAgfa Isi-Blitz M

AGFA GEVAERT Isi-Blitz K - Typ 6830 + M Typ 6831

Mit diesem Blitzgerät begann auch bei Agfa die Zeit der auf Mini-Bauweise ausgerichteten Lampenblitzgeräte. Dieser Isi-Blitz (später gab es noch kleinere Versionen) konnte noch mit den Glassockel-Blitzbirnen alten Typs (großer Kolben) als auch mit den neuen kleineren zusammenarbeiten. Er wurde sowohl für Kameras mit PC-Kontakt mit Kabelanschluss (Typ K, Fotos links) als auch für Mittenkontakt im Zubehörschuh (Typ M, Fotos rechts) angeboten.

Bauweise: Taschenblitz mit integriertem trapezförmigen Reflektor (ca. 6,5 x 6 cm) für Glassockelblitzlampen.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (z.B. Pertrix Nr. 74)
Baujahr: ca. 1960 / 1964, Verkaufspreis 9,90 DM + Plasticetui 3,60 DMnicht bekannt
Agfa Isi-Blitz K+M

Agfalux 6876KAgfalux 6876K

AGFA GEVAERT Agfalux Taschenblitzer - Typ 6876K

Agfalux-Taschenblitzer in erneut verkleinertem Gehäuse. Der falt- und schwenkbare Fächerreflektor ist jetzt für die Glassockelblitzbirnen im Mini-Glaskolben konstruiert. Diese Blitzbirnen erfordern die Synchronisationseinstellung "M" (also nicht mit "X"-Kontakt verbinden!). Das Kennzeichen "K" hinter dem Typ steht jetzt für "Kabelanschluss". Das Schwestermodell 6877M ist für Kameras mit Mittenkontakt vorgesehen.
Bauweise: Taschenblitz mit aufklappbarem und schwenkbarem Fächerreflektor (Ø 9 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie
Baujahr: ca. 1962 - 1966, Verkaufspreis 24 DM

Agfalux 6877MAgfalux 6876+6877

AGFA Agfalux Taschenblitzer - Typ 6877M

Der Agfalux-Taschenblitzer in erneut verkleinertem Gehäuse. Der falt- und schwenkbare Fächerreflektor ist nun für die Glassockelblitzbirnen im Mini-Glaskolben konstruiert. Diese Blitzbirnen erfordern die Synchronisationseinstellung "M" (also nicht mit "X"-Kontakt verbinden!). Das Kennzeichen "M" hinter dem Typ steht jetzt für "Kameras mit Mittenkontakt im Zubehörschuh. Das Schwestermodell 6876K ist für Kabelverbindung vorgesehen.

Bauweise: Taschenblitz mit aufklappbarem und schwenkbarem Fächerreflektor.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie
Baujahr: ca. 1962 - 1967, Verkaufspreis
Agfalux 6876K

Agfalux Typ 6880

AGFA GEVAERT Agfalux Taschenblitzer - Typ 6880 K M

Baugleich mit den Agfalux-Taschenblitzern 6876/6877, jedoch mit rückseitigem Umschaltschieber für Kabelanschluss oder Kameras mit Mittenkontakt im Zubehörschuh.

Bauweise: Taschenblitz mit aufklappbarem und schwenkbarem Fächerreflektor.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (Daimon Nr. 324 oder Pertrix Nr. 74)
Baujahr: ca. 1966 - 1968, Verkaufspreis 24 DM + Etui 3,90 DM

Agfa TullyAgfa Tully

AGFA GEVAERT Tully-Blitz K - Typ 6834 + M Typ 6835

Wohl eines der letzten klassischen Blitzgeräte mit Fächerreflektor, nun in Mini-Bauweise. Auch der Tully-Blitz konnte noch mit den Glassockel-Blitzbirnen alten Typs (großer Kolben) als auch mit den neuen kleineren zusammenarbeiten. Er wurde sowohl für Kameras mit PC-Kontakt mit Kabelanschluss (Typ K) als auch für Mittenkontakt im Zubehörschuh (Typ M, Foto rechts unten)) angeboten.

Bauweise: Miniatur-Taschenblitz mit einschiebbarem Fächerreflektor für Glassockelblitzlampen.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (z.B. Pertrix Nr. 74)
Baujahr: ca. 1963 / 1972, Verkaufspreis 16,80 DM (1967)
AGFA Tully MAgfa Tully

Agfa ISIAgfa Isi

AGFA GEVAERT ISI - K Typ 6838 + M Typ 6839

Neue Version des ISI-Blitzers, jetzt mit Kombifassung für Glassockel und AG-Blitzlampen. Simple Miniatur-Blitzleuchte mit integriertem quadrat. Reflektor (ca. 3,5 x 3,5 cm)und . Dunkelgraues Kunststoffgehäuse in zwei Versionen für Kabelanschluss (K) oder Mittenkontakt (M) .

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit versilbertem Rechteckreflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.), AG-1/3
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie
Baujahr: ca. 1966 - 1969, Verkaufspreis 9,90 DM + Etui

Agfa ISOAgfa ISO m. Optima Rapid

AGFA GEVAERT ISO-Blitz - Typ 6840

Eine völlig neue und weiter miniaturisierte Blitzgerätekonstruktion vollständig aus schwarzem Kunststoff. Das Gerätchen - jetzt nur noch mit Mittenkontakt - wurde speziell für die Agfa Rapid-Kameras konstruiert, konnte aber auch in anderen Mittenkontakt-Blitzschuhen verwendet werden. Die transparente Abdeckung ist zugleich Splitterschutz für die AG-Lampen und Streuscheibe für "weiches" Blitzlicht.

Bauweise: Miniatur-Taschenblitz mit versilbertem Festreflektor für AG-1-Blitzlampen.
Blitzlampen: Glassockel AG1/3
Stromversorgung: 6V Rundbatterie (Daimon 327, Pertrix Nr. 434, PX23 o.ä).
Baujahr: ca. 1965 / 1966, Verkaufspreis 9,90 DM + Etui 2,10 DM

Agfa ISO


Agfa ISO RapidAgfa ISO Rapid

AGFA GEVAERT ISO-Rapid I Blitz - Typ 6840

Neu gestaltete "seitenverkehrte" Ausführung des ISO-Blitzers. Speziell für die Agfa Rapid I konstruiert, konnte aber auch in anderen Mittenkontakt-Blitzschuhen verwendet werden. Beide Versionen des ISO Rapid Blitzers sehen Sie im Vergleichsfoto unten.

Bauweise: Miniatur-Taschenblitz mit Festreflektor für neue AG1-Glassockelblitzlampen.
Blitzlampen: Glassockel AG1/3
Stromversorgung: 6V Rundbatterie (Daimon 327, Pertrix Nr. 434, PX23 o.ä).
Baujahr: ca. 1966 / 1970, Verkaufspreis 9,90 DM + Etui 2,10 DM

Agfa ISO Rapid


Agfa Würfelblitzgeräte finden Sie nach den Zeiss-Blitzgeräten


Argus C3 - Blitz

ARGUS C3 Flash Gun, Stabblitzgerät, Argus Camera Co. Ann Arbor, Michigan, USA

Die Argus C3 (bekannt als "Harry Potter-Kamera") hat einen seitlichen Blitzsteckanschluss für den dieser spezielle Stabblitz angeboten wurde. Eine imposante Kamera-/Blitzkombination, die in den 1950er Jahren gern auch von Fotoreportern in den USA benutzt wurde. Der Blitz passt auch an einige andere Argus-Kameras mit dem seitlichen Steckanschluss.

Bauweise: Stabblitzgerät mit abnehmbarem 150 mm-Reflektor.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett
Stromversorgung: 2x1,5V Rundbatterie (heute Baby-Zelle)
Baujahr: ca. 1952




Ariosa B55Ariosa B55

ariosa B55 - Armin Sauer, Reutlingen

Einfaches Taschenblitzgerät für Kabelanschluss mit Metall-Rundreflektor (Ø 9 cm) in elfenbeinfarbenem Kunststoffgehäuse.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Metallreflektor (zum Batteriewechsel per Bajonett abnehmbar).
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1958 - 1960, Verkaufspreis 13,50 DM incl. Etui

Ariosa AkkublitzArios Akkublitz

ariosa B99F Netzkondensatorblitz - Armin Sauer, Reutlingen

Seltene Lampenblitzausführung mit Stromversorgung per Netzaufladung (Dauerblitzleuchte lt. Werbung). Gleiches elfenbeinfarbenes Kunststoffgehäuse wie ariosa b55 mit Kabelanschluss und Metall-Rundreflektor (Ø 9 cm). Wird der Kamerasteckfuss abgezogen, kommt ein Netzstecker zum Vorschein mit einem Warnzettel "Ladung nur in trockenen Wohnungen". Der Blitzer hat seitlich eine Auslöse-/Prüftaste.

Bauweise: Netz-/Kondensator-Blitzgerät mit Metallreflektor (per Bajonett abnehmbar).
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 220 V Netzanschluss zur Kondensatoraufladung
Baujahr: um 1958 - 1960, Verkaufspreis 24 DM + Etui
Ariosa Akkublitz


axiaxi

axi Miniblitz - unbekannter Hersteller

Einfaches Lampenblitzgerät für Kabelanschluss mit kleinem Kastenreflektor (c.a 4,5 x 5,5 cm) in grauem Kunststoffgehäuse mit Einschubetui.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verspiegeltem Kastenreflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie
Baujahr: ca. 1965/1970, Verkaufspreis unbekannt


BACOLET BCBACOLET BC

BACOLET BC Kleinstblitzleuchte - Made in Germany

Wertig gearbeitetes Taschenblitzgerät für Kabelanschluss mit Metall-Rundreflektor in elfenbeinfarbenem Bakelitgehäuse. Rückseitig Blitztabelle für Philips Photoflux PF3 und PF14.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit per Bajonett abnehmbarem Stufenreflektor aus Metall (Ø 9 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1952/1954, Verkaufspreis 16 DM


Batterieblitz mit TrixetteBatterieblitz 1950

Batterieblitz um 1950 - wohl Hermann Wolf, Wuppertal

Dieses simple Blitzgerät für zwei 1,5 V-Batterien war um 1950 für verschiedene Kameras, z.B. die Adox-Blitzbox oder Imperial-Boxkameras lieferbar. Dafür war es mit jeweils unterschiedlichen Kamera-Steckverbindungen ausgestattet.

Diese Version ist für einen Winkelsteckschuh mit Kabelanschluss vorgesehen oder wurde entsprechend umgebaut.


Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit abnehmbarem Metall-Rundreflektor 11 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 2 x 1,5V-Pertrix Mignon-Zelle 251 (etwa heutige Mignon-Größe); für das Gerät mit Adox-Anschluss lieferte Adox auch Spezialbatterien 3V.
Baujahr: etwa 1950 - 1953, Verkaufspreise 7,20 DM für Adox (16,50 DM incl. Adox Blitz-Box), 6,90 DM für Imperial-Box


Batterieblitz n.n.Batterieblitz n.n.

Batterieblitz um 1950 - Hersteller unbekannt

Vollmetall-Blitzgerät für Batteriebetrieb ohne Herstellerkennzeichnung; im Fuss markiert "Made in Germany". Batteriegehäuse blank, verschiebbarer Reflektor rückseitig mit schwarzem Kräusellack.Runder Steckfuss für horizontale Ausrichtung.

Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit abnehmbarem Metall-Rundreflektor 11 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 3V-Duplex-Stabbatterie 2R10 (original: Pertrix Duplex Stabbatterie Nr.259).
Baujahr: etwa 1950 - 1953, Verkaufspreis nicht bekannt


Bilora LUXABilora LUXA

BILORA Kürbi & Niggeloh, Radevormwald - LUXA Nr. 7023

Aufwendig gebautes Lampenblitzgerät in schwarzem Kunststoffgehäuse, ca. 10 x 10 cm großer, mit Plexikappe abgedeckter Reflektor. Abnehmbares Synchronkabel. Besonderheit: es werden zwei Farbfolien mitgeliefert mit denen auch bei Verwendung weißer Blitzbirnen Farbfotos möglich sind. Eine blaue Folie ist für Tageslicht- und eine gelbe Folie für Kunstlichtfilm. Die Folien werden einfach hinter die Reflektor-Abdeckkappe gelegt.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verpiegeltem Reflektor und je 1 blauen und gelben Farbfoto-Folie.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1950 - 1956, Verkaufspreis 16,50 DM + Etui 3,75 DM
Bilora LUXA ovp

Bilora Luxa panBilora Luxa pan

BILORA Kürbi & Niggeloh, Radevormwald - Luxa pan

Einfaches Lampenblitzgerät mit kleinem Rundreflektor (Ø 8,4 cm) in elfenbeinfarbenem Kunststoffgehäuse. Kann sowohl mit Mittenkontakt, als auch über steckbares Spezial-Synchronkabel mit der Kamera verbunden werden. Kleine Besonderheit: der Steckschuh kann über einen Excenterhebel gespreizt und das Blitzgerät damit fest mit der Kamera verbunden werden. Der Metallreflektor ist zugleich Abdeckung für das Batteriefach.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Metall-Rundreflektor.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1952 - 1960, Verkaufspreis 9,80 DM

Bilora LuxiBilora Luxi

BILORA Kürbi & Niggeloh, Radevormwald - Luxi 7028

Taschenblitzgerät mit Rechteckreflektor und Kombisockel. Graues Kunststoffgehäuse im hellgrauen Einschubetui, mit Kabelanschluss.

Bauweise: Miniatur-Taschenblitz mit verspiegeltem Festreflektor ca. 5 x 4 cm, zum Batteriewechsel abnehmbar.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.) und AG1/3
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (Pertrix Nr. 74 o.ä).
Baujahr: ca. 1965 / 1970, Verkaufspreis nicht bekannt

Bilora Luxi


Bolsey CBolsey C

BOLSEY C flash unit - Bolsey, Rochester NY, USA

Ansteckbares Lampenblitzgerät für die Bolsey 35 mm-Miniaturkameras. Großer Rundreflektor in schwarzem Metallgehäuse. Die Synchronverbindung mit der Kamera erfolgt über die Steckkontakte (wie bei den Kodak-Boxen).

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Rundreflektor aus Metall
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1950 - 1955, Verkaufspreis unbekannt


Citus

CITUS blitzer Citus-Vertrieb Reutlingen (Dacora)

Kleines-Blitzgerät mit ungewöhnlicher Kombination von Fest- und faltbarem Fächerreflektor (Iris-Reflektor) für Glassockellampen. Der Reflektor ist nicht abnehmbar, lässt sich jedoch im Durchmesser verstellen. Das Blitzgerät ist in gleicher Ausführung auch mit Prägung Ilford Ilford, Kindermann oder Dacora zu finden. Hersteller war vermutlich Kindermann.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verstellbarem Fächerreflektor (Ø 6,5-9,5 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1959/1960



KondensatzorblitzgerätKondensatorblitzgerät nn.

Co-Sy Kondensatorblitz - Hermann Wolf, Wuppertal (Vertrieb Romain Talbot / ERRTEE)

Kondensatorblitzgerät ohne Herstellerkennzeichnung (nur Made in Germany) mit Batteriegehäuse aus schwarzem Bakelit. Der Rundreflektor wird per Bajonett mit dem Gehäuse verbunden.


Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem Metall-Rundreflektor 10 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1954 - 1957, Verkaufspreis 9,- DM + Etui 3,- DM


DelmoluxDelmolux

DELMOLUX - MONTANUS, Potthoff & Co Solingen

Solide gebautes Blitzgerät aus elfenbeinfarbenem Kunststoff mit eingebauter Prüfeinrichtung. Der Rundreflektor wird auf das Gehäuse aufgeschoben, beim Transport wird das Gehäuse umgekehrt in den Reflektor eingesetzt.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem, stufigen Rundreflektor (Ø 12 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s;

Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1953, Verkaufspreis unbekannt

DelmoluxDelmolux

DELMOLUX petit - MONTANUS, Potthoff & Co Solingen

Einfaches Lampenblitzgerät für Kabelanschluss mit kleinem Rundreflektor (Ø 8 cm) in elfenbeinfarbenem (Version 1) oder grauen (Version 2) Kunststoffgehäuse.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit versilbertem Rundreflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1956 - 1960, Verkaufspreis unbekannt

Petit


Das "neue" Typenschild des Delmolux.

Montanus ReporterMontanus Reporter

REPORTER - MONTANUS, Potthoff & Co Solingen

Mit dem Delmolux petit baugleiches Blitzgerät der Handelsmarke "REPORTER" (u.a. Kaufhof); wurde in gleicher Ausführung auch als "Revue" von Foto-Quelle angeboten.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit versilbertem Rundreflektor aus Kunststoff (Ø 8 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1956 - 1960, Verkaufspreis unbekannt


Duo Lux RoyalDuo Lux Royal

DUO-LUX ROYAL-LUX BC-Flash Unit, Albert Hiller Dornstetten

Hiller gehörte zu den Blitzpionieren der frühen 1950er Jahre. Der Royal-Lux BC (=Batterie-Condensator) hat ein elfenbeinfarbenes Kunststoff-Batteriegehäuse; das Synchronkabel wird seitlich eingeschraubt. Der Rundreflektor ist per Bajonett mit dem Gehäuse verbunden. Das Gerät hat eine Prüftaste, jedoch keine eingebaute Prüflampe.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem, stufigen Rundreflektor (Ø 13,5 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1950 - 1953, Verkaufspreis 16 DM + Tasche 7,50 DM

Duo Lux Rundrefl.Duo Lux Rundrefl.

DUO-LUX, Albert Hiller Dornstetten

Der Duo-Lux hat das gleiche elfenbeinfarbene Kunststoff-Batteriegehäuse wie der Royal. Er ist jedoch einfacher ausgestattet, ohne Prüftaste und das Synchronkabel ist fest montiert. Der Rundreflektor ist per Bajonett mit dem Gehäuse verbunden.

Auch der Steckfuß lässt bei diesem Blitzgerät weder Schwenkmöglichkeit zu, noch ist er - wie beim Royal - feststellbar.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem, stufigen Rundreflektor (Ø 13,5 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1950 - 1953, Verkaufspreis 12 DM + Tasche 7,50 DM

Duo LuxDuo Lux

DUO-LUX Primus mit Rundreflektor, Albert Hiller Dornstetten

Duo-Lux-Blitzgerät mit eingebauter Prüflampe im elfenbeinfarbenen Kunststoffgehäuse, jetzt für Glassockellampen. Der etwas kleinere Rundreflektor ist wie bei den Vormodellen per Bajonett mit dem Gehäuse verbunden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem, stufigen Rundreflektor (Ø 12 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1957, Verkaufspreis nicht bekannt


Duo Lux o. Prüfl.Duo Lux o. Prüfl.

DUO-LUX Popular, Albert Hiller Dornstetten

Hiller bot seine Duo-Lux-Blitzgeräte in geringfügig unterschiedlich ausgestatteten Varianten an. Dieser Blitz entspricht dem zuvor beschriebenen Primus, hat jedoch keine Prüflampe.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem, stufigen Rundreflektor (Ø 12 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1958-1963, Verkaufspreis 13,80 DM + Druckknopfetui 1,95 DM


Duo Lux primusDuo Lux Primus

DUO-LUX Primus (22,5) mit Fächerreflektor, Albert Hiller Dornstetten

Duo-Lux-Blitzgerät mit eingebauter Prüflampe im elfenbeinfarbenen Kunststoffgehäuse, jetzt mit faltbarem Fächerreflektor und für Glassockellampen. Der Fächerreflektor ist wie bei den Vormodellen per Bajonett mit dem Gehäuse verbunden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem Fächerreflektor (Ø 12 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1958-1963, Verkaufspreis 18,- DM incl. Etui


Duo Lux StäbchenfächerDuo Lux Stäbchenfächer

DUO-LUX Dual "Little Empress", Albert Hiller Dornstetten

Dieser Duo-Lux ist eine eigenwillige Konstruktion. Er ist mit zwei Stecksockeln für Metallsockel-Blitzbirnen auf der einen und für Glassockel-Blitzbirnen auf der anderen Seite bestückt. Der neuartige Faltreflektor mit ungewöhnlicher Stäbchenmechanik ist per Bajonett umsteckbar. Der nicht benutzte Sockel wird mit einer roten Schraubkappe abgedeckt.

Außerdem hat er zwei Blendentabellen für XO/SO bzw. PF14/PF25 Metallsockellampen und XM1/PF1 Glassockellampen jeweils rückseitig zum jeweiligen Stecksockel.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit umsteckbarem Fächerreflektor mit Stäbchenmechanik (Ø 13,5 cm).
Blitzlampen: wahlweise Metallsockel mit Bajonett BA15s oder Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1955, Verkaufspreis nicht bekannt



Die drei Fotos unten demonstrieren die Wahlmöglichkeit zwischen Metall- und Glassockelblitzlampen bei diesem Duo Lux.

Hinter der roten Abdeckkappe verbirgt sich hier der Glassockelanschluss (Bild links). Im mittleren Foto ist nach Abschrauben der Abdeckkappe eine Glassockelbirne und im rechten Foto auf der anderen Seite zusätzlich noch eine Metallsockelbirne eingesetzt. Natürlich lässt sich das Gerät in der Praxis nur mit jeweils einer Blitzbirne betreiben...


Duo Lux Stäbchenrefl. Duo Lux Stäbchenrefl. Duo Lux Stäbchenrefl.

Duo LuxDuo Lux

DUO LUX Miniblitz PRIMUS KM mit Kombisockel, Albert Hiller Dornstetten

Taschenblitzgerät mit Fächerreflektor und eingebauter Prüflampe. Hellgrau/weißes Kunststoffgehäuse, mit Kabelanschluss + Mittenkontakt.

Bauweise: Miniatur-Kondensator-Taschenblitz mit Fächerreflektor (8,3 cm Ø). Frontplatte mit Reflektor zum Batteriewechsel abnehmbar.
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.), AG 1/3
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (Pertrix Nr. 74 o.ä).
Baujahr: ca. 1965 / 1970, Verkaufspreis nicht bekannt
Duo Lux


Primus KM RevuePrimus KM Revue

DUO LUX PRIMUS KM, Quelle-REVUE-Version, Albert Hiller Dornstetten

Gleiches Taschenblitzgerät mit Fächerreflektor und eingebauter Prüflampe wie vor, jedoch Kunststoffgehäuse hellgrau/schwarz mit Kabelanschluss + Mittenkontakt.

Bauweise: Miniatur-Kondensator-Taschenblitz mit Fächerreflektor (8,3 cm Ø). Frontplatte mit Reflektor zum Batteriewechsel abnehmbar.
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.), AG 1/3
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (Pertrix Nr. 74 o.ä).
Baujahr: ca. 1965 / 1970, Verkaufspreis nicht bekannt


Duo Lux PerfectusDuo Lux Perfectus

DUO LUX PERFECTUS - AG1-Miniblitz, Albert Hiller Dornstetten

Einfaches Miniatur-Blitzgerät mit ausschwenkbarem Stabreflektor. Graues Kunststoffgehäuse für Kabelanschluss.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät aus Kunststoff mit Stabreflektor.
Blitzlampen: Kombisockel für Glassockel und AG-1
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie (Daimon Nr. 324 oder Varta Pertrix Nr. 74
Baujahr: ca. um 1962/1968, Verkaufspreis 11,70 DM einschl. Etuit
Duo Lux Perfectus


edixa AG1edixa AG1

edixa AG-1 Blitz, Kamerawerk Gebr. Wirgin, Wiesbaden

Einfaches kleines Lampenblitzgerät mit Rechteckreflektor (ca. 4,5 x 3,8cm). Hellgraues Kunststoffgehäuse mit Kabelanschluss und Blendentabelle für AG-1 Lampen. Der Reflektor ist zum Batteriewechsel abnehmbar.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verspiegeltem Hammerschlag-Reflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel AG-1/3
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie
Baujahr: um 1965/1970, Verkaufspreis nicht bekannt


ElfiElfi grün

ELFI BAH - EE VEB Elektrotechnik Eisenach (VEB ELGAWA, Plauen)

Das erste ELGAWA Lampenblitzgerät aus dem zuvor enteigneten Werk von Ing. Heinz Blohm. Mit eingebauter Prüfeinrichtung zur Batterie- oder Verschlusskontrolle.

Das Elfi ist mir mit elfenbein- oder türkisfarbenem Kunstoffgehäuse bekannt; möglicherweise gab es auch noch andere Farbvarianten. Der strukturierte Metall-Rundreflektor ist per Bajonett mit dem Gehäuse verbunden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem, strukturiertem Rundreflektor ca. 11,5 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1954 - 1961, Verkaufspreis nicht bekannt
Elfi

ELGAWA luxiELGAWA luxi

ELGAWA Luxi

Das Luxi ist ein ausgesprochen handliches und wohl eines der kleinsten Lampenblitzgeräte für Metallsockel-Blitzlampen. Es war zudem in verschiedenen Gehäusefarben lieferbar.

In den Bildern sehen Sie ein Luxi im elfenbeinfarbenen Kunstoffgehäuse mit grünem Namensschriftzug, eine Variante im roten und eine Version im marmorierten Polystyrolgehäuse. Selbst die Plasteetuis gab es in unterschiedlichen Farbvariationen. Technisch waren aber alle Luxi's gleich.

Luxi rotBauweise: Kondensator-Blitzgerät mit einschiebbarem Rechteckreflektor ca. 6,5 x 5 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1958 - 1963, Verkaufspreis nicht bekannt
Luxi marmorLuxi mit Taxona

ELGAWA L2ELGAWA L2

ELGAWA SL2 / L2 - transistorgesteuertes Lampenblitzgerät

Kleines Lampenblitzgerät im schwarzen Kunststoffgehäuse mit transistorgesteuerter Ladevorrichtung für den Blitzkondensator. Die Tranistorsteuerung erfordert eine bei Lampenblitzgeräten ungewöhnlich geringe Batteriespannung von nur 1,5 V.

Laut Bedienungsanleitung für Kabelanschluss oder Mittenkontakt (bei eingeschobenem Fuß). Die hier mit der Penti gezeigte Version hat jedoch keinen Mittenkontakt und einen festen Steckschuh. Die Fotoblitzleuchte wird auf dem Gehäuse mit "L2", auf dem Verkaufskarton jedoch mit "SL2" bezeichnet. Unterhalb dieser Beschreibung zeige ich eine normale Ausführung mit Mittenkontakt auf dem einschiebbaren Steckschuh.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Rechteckreflektor 5 x 3,5 cm. Ungewöhnlich sind sowohl die Konstruktion des in die Rückwand integrierten Reflektors als auch das Öffnen des Batteriedeckels (durch Verdrehen der Blitzlampe). Der Reflektor wird leicht vom Gehäuse abgezogen und durch axiales Drehen aufgestellt; bei falscher Betätigung durch Unkenntnis wird das Gerät leicht beschädigt.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 1,5V Mignonbatterie (R6)
Baujahr: ca. 1970/1980, Verkaufspreis (EVP) 16,50 DDR-Mark





Bilder unten: Version mit einschiebbarem Steckschuh und Mittenkontakt; zusätzlich Anschlussmöglichkeit für Kabel
ELGAWA L2ELGAWA L2

EMO m. PaxetteEMOLUX

EMOLUX - AG1-Miniblitz, EMO Wetzlar

Einfaches Miniatur-Lampenblitzgerät mit ausschiebbarem Stabreflektor (wie beim Saraber-Finelux). Hell-/Dunkelgraues Kunststoffgehäuse für Kabelanschluss.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät aus Kunststoff mit Stabreflektor.
Blitzlampen: Glassockel AG-1
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie
Baujahr: ca. um 1962/1965, Verkaufspreis 15 DM + Etui (1,50 Plastik, 3,90 Leder, 5,40 Kombi f. 6xAG-1)
EMO Blitz


Eumig SynchronblitzEumig Synchronblitz

EUMIG Synchronblitz, Eumig Wien

Eumig-Sammler Ernst Witibschlager schickte mir aus Österreich Fotos vom ungewöhnlichen Eumig Synchronblitz. Eumig bot diesen komplett weißen, nachttopfförmigen Lampenblitz zur Eumigetta 1 und 2 an.

Selbst die Stromversorgung dieses Lampenblitzes fiel aus der Reihe: zwar wurden 2 normale Stabbatterien á 3 V benötigt, diese mussten jedoch aufgebrochen und die dann 4 Teile in das Gehäuse eingesetzt werden. Der Blitz wurde mit Halteschiene und Griff geliefert.

Eumig Synchronblitz Bauweise: Kondensator-Blitzgerät aus weißem Kunststoff.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 4x1,5V aus zwei 3 V Stabbatterien
Baujahr: um 1953, Verkaufspreis 97,50 öS


Exakta Flash Gun

FLASH GUN for Exakta, ECC Exakta Camera Co. Bronxville / New York

Zwar hatte die Dresdner IHAGEEE eigene Blitzgeräte in ihrem Fertigungs- und Lieferprogramm. Doch diese reichten ihrer US-Vertriebstochter ECC offenbar nicht. Mit diesem Lampenblitzgerät bot sie eine eigene Konstruktion an, vermutlich aus dem Heiland-Fertigungsprogramm. Anstelle des damals üblichen Exakta-Doppelstecker hatte das abnehmbare Blitzkabel beidseitig je zwei Einzelstecker. An einer "EXT"-Buchse konnte ein Kabel für einen zweiten Blitz angeschlossen werden. Eine Prüflampe war eingebaut. Zum Lieferumfang gehörte auch eine einfache Blitzschiene.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät aus Metall mit 4 13/16"/122mm Rundreflektor.
Blitzlampen: Metallsockel M3-Bajonett
Stromversorgung: 22,5 V Anodenbatterie
Baujahr: um 1950, Verkaufspreis 15,50 US$


FicoluxFineluxFicolux

Finelux + Ficolux - Finetta-Werke Peter Saraber, Goslar

Zwei ungewöhnliche baugleiche Vollmetall-Blitzgeräte kamen 1951 aus Goslar. Finelux (Bild links mit Finetta 88) und der seltenere Ficolux (Bild ganz links mit Finetta 99) haben einen faltbaren Stabreflektor, der bei Nichtgebrauch in das Batteriegehäuse eingeschoben wird. Die Blitzgeräte bestehen vollständig aus verchromten Messingblech.

Bauweise: Batterie-/Kondensator-Blitzgerät mit einschiebbarem, faltbaren Stabreflektor.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: Modell N + S: 3V Stabbatterie oder zwei 1,5V-Rundbatterien (Babyzellen-Format)
Modell C + CS: mit Kondensatoreinsatz und 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1950 - 1953, Verkaufspreis 14,50 bis 19,90 DM, je nach Ausführung

FineluxDie Blitzleuchte war in verschiedenen Ausführungen lieferbar: mit Kabelanschluss (Modell N + C) oder Mittenkontakt für Finetta 99 und Super (Modell S + CS), jeweils als Batteriegerät oder für den Kondensatoreinsatz.


FOTO-MITEHeiland FOTO-MITE

FOTO-MITE UNIVERSAL - Heiland / Minneapolis-Honeywell, Denver USA

Aufwendig gebautes Blitzgerät aus grauem Kunststoff mit umfangreichem Zubehör. Wurde in den USA für Systemkameras, speziell zur Exakta angeboten. Zum Lieferumfang gehörten eine Kamera-Verbindungsschiene, ein steckbarer Handgriff und ein M-2/3-Lampenadapter.

Das Foto-Mite verfügt über eine eingebaute Prüfeinrichtung für Batterie, Blitzbirne und Synchronisation und hat eine übersichtliche Blendenrechenuhr auf der Reflektorrückseite. Das Kabel ist steckbar, der Reflektor kann zum Batteriewechsel abgenommen werden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Metall-Rundreflektor ca. 11 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s; M2/3-Sockel über mitgelieferten Adapter
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Eveready No. 505, Pertrix Nr. 75 (andere Version als die übliche Pertrix 72!)
Baujahr: um 1955, Verkaufspreis nicht bekannt



Hapo flashHapo flash

Hapo flash - Karig, Köln für Photo Porst

Formschönes und handliches ("eigroß" schreibt Photo Porst im Katalog) Lampenblitzgerät für Kabelanschluss mit kleinem Rundreflektor (Ø 8,5 cm).

Gut ausgestattet mit Prüfeinrichtung für Batterie und Verschluss sowie Blendenrechner. Elfenbeinfarbenes Kunststoffgehäuse mit braunem Kunststoffreflektor. Das Gerät ist baugleich mit dem V.B. Lux.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit versilbertem Parabolreflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1958 - 1962, Verkaufspreis 19,50 DM im Porst-Katalog


Ilford mit AdvocateIlford Sportlite

ILFORD Sportslite - Ilford Ltd. Essex, Made in Western Germany (Kindermann?)

Kleines-Blitzgerät mit ungewöhnlicher Kombination von Fest- und faltbarem Fächerreflektor (Iris-Reflektor) für Glassockellampen. Der Reflektor ist nicht abnehmbar, lässt sich jedoch im Durchmesser verstellen. Das Blitzgerät ist in gleicher Ausführung auch mit Prägung Citus, Kindermann und Dacora zu finden. Hersteller war vermutlich Kindermann.

Im Foto ist die Kombination mit einer (nicht synchronisierten) Ilford Advocate gezeigt. Die Blitzsynchronisation wird hier über einen speziellen Auslöser hergestellt, der mit dem Drahtauslöseranschluss verbunden ist.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verstellbarem Fächerreflektor (Ø 6,5-9,5 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1959/1960, Verkaufspreis in GB 1.18.10 £ (Ilford Werbeanzeige)



Ising Trabant 1Ising Trabant 1 Neu

ISING Trabant 1 - Eugen Ising, Bergneustadt

Blitzgeräte des eher für seine Stative bekannten Herstellers sind nicht häufig zu finden. Dieser einfache Blitz im hell-/mittelgrauen Kunststoffgehäuse konnte sowohl mit den Glassockel-Blitzbirnen alten Typs (großer Kolben) als auch mit den neuen kleineren zusammenarbeiten. Zwei Versionen unterscheiden sich aber nur durch das blaue Firmenschild der späteren Version auf der Frontseite.

Bauweise: Taschenblitz mit metallisiertem Rundreflektor (Ø 5,5 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (z.B. Pertrix Nr. 74)
Baujahr: ca. 1954, Verkaufspreis 8,50 DM
Ising Trabant 1

Kobold m. AkaretteKobold

KOBOLD Kondensatorblitz (F. Consten, München)

Kondensatorblitzgerät des Blitzgerätepioniers in Ultraleicht-Bauweise. Das kleine und leichte Blitzgerät hat einen besonders hochwertigen Reflektor. Zum Gerät gehört eine aufschraubbare Adapterplatte zur Verwendung von Glassockelblitzlampen.


Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit klappbarem Metall-Rundreflektor 12 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s / Glassockel über mitgelieferten Adapter
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: etwa 1952 - 1955, Verkaufspreis unbekannt

KoboldKobold

KOBOLD Taschenblitz Z 3(F. Consten, München)

Taschenblitzgerät für Kabelanschluss mit Fächerreflektor (Ø 11 cm). Gut verarbeitet, mit eingebauter Prüflampe für Batterie und Verschluss, hellgraues Kunststoffgehäuse.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Fächerreflektor aus Metall.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1962/1965, Verkaufspreis 13,80 DM mit Tasche


Brownie flashBrownie flash

KODAK Flasholder für BROWNIE Six-20 - EASTMAN KODAK Co, Rochester NY, USA

Aufsteckblitz zur Six-20 Flash Brownie für Vacublitzlampen mit E27-Gewindeanschluss. Die Synchronisation erfolgt über die beiden Schraubverbindungen.

Im rechten Bild Funktionsprüfung mit Prüflampe.

Bauweise: Batterie-Blitzgerät aus schwarzem Bakelit mit steckbarem Rundreflektor
Blitzlampen: No 11 Vacublitzlampen mit Edison E27-Sockel
Stromversorgung: 2 x 1,5V PENLITE (Mignon-Zelle)
Baujahr: etwa 1940 - 1954, Verkaufspreis 2,92 US$
Brownie Blitz

KodablitzKodablitz

KODABLITZ - Kodak AG Stuttgart

Dieser Blitz ähnelt dem Agfa Synchroblitzer KK, möglicherweise stammt er auch der Fertigung von Fischer in Tuttlingen. Wie beim Agfa KK ist das Batteriegehäuse aus Kunststoff und der steckbare Rundreflektor aus Metall.

Für den Betrieb einer leistungsfähigen Blitzanlage waren Zusatzblitzgeräte ohne Batteriegehäuse lieferbar. Über entsprechende Kabelverteiler konnten maximal 3 Zusatzgeräte angeschlossen werden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit steckbarem Metall-Rundreflektor 13,5 cm Ø
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1950 - 1954, Verkaufspreis nicht bekannt

Kodak RotaryKodak Rotary

KODAK ROTARY Flasholder Type 2 - EASTMAN KODAK Co, Rochester NY, USA

Ungewöhnlicher Revolverblitz mit schwarzem Bakelitgehäuse für 6 Blitzlampen. Dieser Typ 2 hat einen Steckschuh zum Anschluss an viele Kameras; ein auch lieferbarer Typ 1 ist mit Steckern für Kodak-Kameras ausgestattet.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verspiegeltem Kunststoff-Rundreflektor 9,5 cm Ø
Blitzlampen: Für 6 Metallsockel-Blitzlampen mit M2/M3-Sockel
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, wie Pertrix No.72
Baujahr: um 1957 - 1960, Verkaufspreis 9,95 - 11,95 US$
Kodak Rotary

Kodalite IVKodalite IV

Kodak KODALITE IV Flasholder mit Kodak-Schraub-/Stecksockel

Ansteckbares Lampenblitzgerät aus braunem Bakelit (Rückwand Alu) mit verspiegeltem Rundreflektor (10,5 cm Ø) aus Plexi. Synchronanschluss durch integrierten Gerätestecker für z.B. Brownie Hawkeye u.a..

Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit verspiegeltem Rundreflektor (per Bajonett abnehmbar).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 2 x 1,5 V Penlite AA-Batterien (entspricht Mignon)
Baujahr: um 1957, Verkaufspreis unbekannt

Kodak SteckblitzKodak Steck

Kodak Starlite Blitzhalter Mod. V mit Kodak-Schraub-/Stecksockel, made in Germany for Kodak

Einfaches kleines Lampenblitzgerät mit integriertem Parabolreflektor (4,4 cm Ø). Hell-/mittelgraues Kunststoffgehäuse mit Synchronanschluss durch integrierten Gerätestecker für z.B. Brownie Flash IV, Cresta usw. Der Blitz ist als Mod. VI auch mit normalem Steckschuh und Kabelanschluss zu finden (in dieser Ausführung baugleich mit dem PORST Blitz). In einer späteren Ausführung auch für AG-1-Blitzbirnen zu finden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verspiegeltem Rundreflektor aus Kunststoff; dieser Blitz hat rückseitig eine schwedische Blendentabelle.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie
Baujahr: um 1958/1961, Verkaufspreis unbekannt

Kodak Instamatic FlashKodak Instamatic Flash

Kodak INSTAMATIC FLASHOLDER No. C110F - Kodak, Stuttgart

Miniblitz für die ersten Instamatic-Cameras von Kodak mit Schiebesteckschuh. Integrierter Rechteck-Hohlreflektor (ca. 3,5 x 2,8 cm) im grauen Kunststoffgehäuse. Mitgeliefert wurde eine aufschiebbare Streuscheibe aus klarem Kunststoff, zugleich Splitterschutz für AG-Blitzlampen.

Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit integriertem Metallreflektor.
Blitzlampen: Glassockel AG-1
Stromversorgung: 2 x AAA Micro-Batterie 1,5V (LR03 o.ä.)
Baujahr: 1963 - 1966, Verkaufspreis unbekannt



Blitz Kondens.Blitz Kondens.

Kondensatorblitz um 1950 - unbekannter Hersteller

Kondensatorblitzgerät ohne Herstellerkennzeichnung in Vollmetallbauweise. Das wertig gebaute Gerät hat eine eingebaute Prüflampe und lässt sich zum Transport umgekehrt platzsparend zusammenstecken.


Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem Metall-Rundreflektor 14 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: etwa 1950 - 1955, Verkaufspreis unbekannt


KondensatorblitzKondensatorblitz

Kondensatorblitz um 1955 - unbekannter Hersteller

Kondensatorblitzgerät ohne Herstellerkennzeichnung. Das Gerät hat eine einfache Lösung für Farbaufnahmen auch mit klaren Blitzbirnen. Es wurde mit einer über den Reflektor stülpbaren Kunststoffhülle geliefert, die auf der einen Seite einen klaren Einsatz (für Kunstlichtfilme) und auf der anderen Seite einen blau gefärbten Einsatz (für Tageslichtfilme) hat. Der nicht abnehmbare Parabolreflektor ist aus Metall, das Batteriegehäuse (mit Steckbuchse für Kabel) aus Kunststoff.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Metall-Rundreflektor 12,5 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1953/1955, Verkaufspreis unbekannt
Kondensatorblitz


Leitz CeyooLeitz Ceyoo

Leitz Leica-CEYOO-Blitzer

Zweifellos ist das CEYOO-Blitzgerät von Leitz der Mercedes unter den Lampenblitzgeräten. Dies nicht nur wegen seiner Größes, seines Gewichtes und Preises - auch die Lichtleistung war aufgrund des riesigen 16cm-Reflektors hoch. Zum Lieferumfang gehörte eine Prüfbirne. In der Normalversion war er für die Leica-F-Synchronisation ausgerichtet.

Eine Vielfalt ansteckbarer Synchronkabel ermöglichte auch die Verwendung mit anderen Kameras. Die Idealkombination mit der Leica erfolgt über die (im Foto gezeigte) Blitzschiene CTOOM. Besonderheit: die Aufladung des Kondensators startete mit dem Einsetzen der Blitzbirne, so wurde ein versehentliches vorzeitiges Zünden verhindert.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit ansteckbarem Fächerreflektor 16 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1950 - 1959, Verkaufspreis 61 DM (variierte im Laufe der Produktionszeit)
Leitz Ceyoo ovp

Chico mit IIfChico ovp

Leitz Leica-CHICO-Blitzer

Mit dem CHICO-Blitzgerät (Codename DEOOC) bot Leitz parallel zum CEYOO auch einen leistungsfähigen Taschenblitz in elfenbeinfarbenem Kunststoffgehäuse mit einem etwas kleinerem Faltreflektor an.

Verschiedene Zubehörteile (Fotos rechts und unten) ermöglichten ein Schwenken und sogar direkte kabellose Steckverbindungen (DFHOO) mit der Leica IIf oder IIIf.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit ansteckbarem Fächerreflektor 13 cm Ø.
Blitzlampen: anfangs Metallsockel mit Bajonett BA15s, spätere Ausführungen für Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1954 - 1959, Verkaufspreis nicht bekannt
Chico mit IIIfChico Zubehör


MARUWAMARUWA

MARUWA mit Fächerreflektor, Made in Japan

Schweres Blitzgerät im grauen Kunststoffgehäuse mit faltbarem Fächerreflektor. Der Fächerreflektor ist fest mit dem Gehäuse verbunden. Rückseitig Prüftaste (ohne Prüflampe) und Blendenrechenuhr.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit stabilem Fächerreflektor (Ø 13 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1956-1960, Verkaufspreis nicht bekannt
MARUWA


Mercury flashMercury flash

MERCURY Flash Unit, Batterieblitz um 1950
Universal Camera Co, USA

Uriger Blitzlampenhalter für 2 Penlite (heute Mignon) Batterien. Das unsynchronisierte Blitzgerät (ON/OFF-Schieber eingebaut) zündet Vacublitzlampen mit E27-Gewindeanschluss.


Bauweise: Batterie-Blitzgerät aus schwarzem Bakelit, Reflektor kann angesteckt werden
Blitzlampen: Vacublitzlampen mit Edison E27-Sockel
Stromversorgung: 2 x 1,5V PENLITE (Mignon-Zelle)
Baujahr: um 1950, Verkaufspreis unbekannt


Minute 16 flashMinute 16 flash

Minute 16 Flash Unit - Universal Camera Co. USA

Hochwertiges Lampenblitzgerät aus Metall für die 16 mm-Miniaturkamera aus den frühen 1950er Jahren. Massives, verchromtes Batteriegehäuse, hochglanzverspiegelter Rundreflektor (Ø 10 cm).

Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit höhenverschiebbarem Hochglanz-Metallreflektor.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 2x 1,5 V Fotoflash-Batterie AA (entspricht Mignon).
Baujahr: 1949 - 1952, Verkaufspreis nicht bekannt
Minute 16 flash


MicronMicron

Micron Miniblitz - Willi M. Karig, Köln, Made in Germany (Vertrieb Seuthe)

Kleinstblitzleuchte für Glassockellampen. Das Gehäuse und der aufschiebbare Wabenreflektor sind aus mittel-/dunkelgrauem Kunststoff.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verspiegeltem Wabenreflektor (4,5 x 4,8 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie
Baujahr: 1960-1963, Verkaufspreis 14 DM + Etui 2,50 DM;



Pentacon Lampenblitz - Pentacon Dresden, Made in Germany

Pentacon BlitzEinen Mordstrumm von Blitzgerät hatte Pentacon in der ersten Hälfte der 1950er Jahre im Angebot. Viele Abnehmer fand er damals wohl nicht, zu umständlich war seine Handhabung. Allein der Zusammenbau der Einzelteile braucht schon seine Zeit. Der Lampenstab wird entweder auf ein Stativ montiert oder über ein massives Verbindungs-Winkelstück an das Kamera-Stativgewinde geschraubt. Dann ist er gleichzeitig als Kameragriff zu gebrauchen, jedenfalls ist die Kamera-/Blitz-Kombination sehr stabil.

Sammelnswert macht ihn hingegen auf jeden Fall seine Bauart. Der Klemmmechanismus fasst alle Arten von Blitzlampen von der E27-Großfassung bis zum kleinen amerikanischen M3.

Der Mechanismus ist ähnlich wie beim großen Ihagee-Blitz, die Klemmfassung wird hier von einem Druckknopf auf der Lampenhalter-Rückseite ausgelöst. Das Gehäuse und der Reflektor sind komplett aus Metall. Der Lampenstab fasst drei 1,5 V Monozellen, ein Kondensator ist in meiner Version nicht vorhanden. Es dürfte jedoch der von RFT für den Ihagee-Blitz angebotene Kondensator-Nachrüstsatz passen.

Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit großem Rundreflektor.
Blitzlampen: alle Metallsockel, Glassockel mit Adapter
Stromversorgung: 3 x 1,5V Monozelle
Baujahr: um 1953/55, Verkaufspreis nicht bekannt



PHOTAVIT DYNAMOPHOTAVIT

PHOTAVIT Nürnberg - DYNAMO-Blitzgerät

Blitzgerät für Vacu- und Kapselblitze ohne externe Stromversorgung. Das vergleichsweise schwere Gerät hat einen eingebauten Dynamo. Mit einer Hebelbewegung wird ein Kondensator aufgeladen, der die Spannung bis zu 1/2 Stunde hält. Der Vorgang muss vor jedem Blitz wiederholt werden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem stufigen Metallreflektor ca. 14 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: eingebauter Dynamo Generator
Baujahr: etwa 1954 - 1956, Verkaufspreis 28,80 DM, Etui 4,50 DM
PHOTAVIT


Polaroid 268

Polaroid 268 - Polaroid Land, Concord USA

Polaroid 268Polaroid hatte für seine Sofortbildkameras auch eigene Blitzgeräte im Angebot. Das vielleicht bekannteste seiner Art ist der Blitz 268, der zu einer ganzen Reihe von Polaroid Modellen, z.B. den Color Pack models 101 - 104, 125, 210, 315 / 335, 400er Reihe, M60 u.a. passte.

Die blau gefärbte Abdeckklappe ermöglichte die Verwendung klarer Blitzlampen mit dem US-Sockel M3 auch für Farbaufnahmen. Der Synchronstecker des 268 passt aber nur zu Polaroid-Kameras, an die Kameras können auch andere Blitzgeräte mit Normstecker angeschlossen werden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Rundreflektor
Blitzlampen: Metallsockel M3
Stromversorgung: Mignonzelle 1,5 V (AA, Eveready E91)
Baujahr: um 1968

Porst 70Porst 70

PORST Blitz 70

Einfache Miniatur-Blitzleuchte für AG-Blitzlampen mit integriertem quadrat. Reflektor (ca. 3,5 x 3,5 cm).
Die Bauform des schwarzen Kunststoffgehäuses entspricht dem Agfa ISI-Blitzer 6838/39. Der Porst 70 hat jedoch sowohl Mittenkontakt als auch eine Anschlussmöglichkeit für Kabel (Kabel wird nach Abnehmen des Reflektors per Stecker angeschlossen).

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit versilbertem Rechteckreflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel AG-1/3
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie
Baujahr: um 1970, Verkaufspreis nicht bekannt
Porst 70

Porst BlitzPorst Blitz

PORST AG-1 Blitz, Made in Germany für Photo Porst

Einfaches kleines Lampenblitzgerät mit integriertem Parabolreflektor (4,4 cm Ø). Hell-/dunkelgraues Kunststoffgehäuse mit Kabelanschluss. Das Gehäuse ist baugleich mit dem Kodak Steck-Blitz.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit verspiegeltem Rundreflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel AG-1/3
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie
Baujahr: um 1965/1970, Verkaufspreis 10 DM (Blitz 7,50 DM, Etui 1,25 DM, Batterie 2,40 DM)

PORST KX50PORST KX50

PORST KX50 Blitz - für Yashica Atoron / Revue mini-star / Porst KX50 + EX55

Kleines Lampenblitzgerät aus Metall zum Anschrauben an die Yashica Atoron Spy-Kamera und deren Verwandte. Aufklappbarer Rechteckreflektor (3,4 x 2,4 cm).

Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit Hochglanz-Metallreflektor.
Blitzlampen: Glassockel AG-3
Stromversorgung: 2x 1,5 V Microbatterie AAA/LR03 usw.
Baujahr: um 1970, Verkaufspreis nicht bekannt


Revue Kombi swRevue Kombi sw

Revue Kombi Blitz - für AG-1 und Flashcube-Würfelblitze

Miniatur-Blitzleuchte mit zwei Sockeln für AG-Blitzlampen mit integriertem quadrat. Reflektor sowie N-Blitzwürfel (Flashcube).

Auf das schwarze (oder hellgraue) Kunststoffgehäuse ist ein N-Blitzwürfelsockel montiert. Das Gerät hat sowohl Mittenkontakt als auch ein Synchronkabel. Zum Gebrauch des Mittenkontaktes muss das Kabel nach Abnehmen des Reflektor-Vorderteils in eine interne Buchse gesteckt werden.

Revue Kombi swRevue Kombi grauBauweise: Kondensator-Blitzgerät mit versilbertem Reflektor aus Kunststoff (ca. 3,8 x 3,8 cm).
Blitzlampen: Glassockel AG-1/3 oder Würfelblitze (N/Flashcube)
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie
Baujahr: um 1970, Verkaufspreis nicht bekannt


RolleiflashRolleiflash 2

ROLLEIFLASH - Franke & Heidecke, Braunschweig

Um auch seinen Weltmarktführer bei den zweiäugigen Spiegelreflexkameras, die Rolleiflex, in den Stand einer Systemkamera zu erheben, kreierten die Braunschweiger zu Beginn der 1950er etliches Zubehör.

Auch ein Lampenblitzgerät in verschiedenen Ausführungen für die unterschiedlichen Rollei-Bajonette gehörte dazu. Der Rolleiflash, ein Kondensatorblitzgerät, war über ein maximal 10 m langes Verbindungskabel auf bis zu 3 Blitzlampen "Rolleiflash-Comb." zur Blitzanlage erweiterbar. Der Rundreflektor aus Metall ist per Bajonett abnehmbar.

Rolleiflash 2Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Rundreflektor aus Metall
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1954 - 1956, Verkaufspreise 55 DM (Rollei 3,5), 58 DM (Rolleiflex 2,8C), Zusatzleuchte Rolleiflash-Comb. 32 DM



ROWI LuxROWI Lux

ROWI LUX - Robert Widmer, Neuburg/Donau

Einfaches Lampenblitzgerät im elfenbeinfarbenen Kunststoffgehäuse mit Kabelanschluss. Der Rundreflektor aus Metall ist per Bajonett abnehmbar.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Rundreflektor aus Metall (Ø 10,5 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1954 - 1956, Verkaufspreis 7,50 DM

ROWI 1138ROWI 1138

ROWI Miniblitz Nr. 1138 - Robert Widmer, Neuburg/Donau

Ungewöhnlicher Miniblitz für Kabelanschluss mit integriertem Rechteck-Hohlreflektor (ca. 2,8 x 3,2 cm) im grauen Kunststoffgehäuse. Das Gerätchen hat umsteckbare Streuscheiben (Reflektorabdeckung) in klar oder blau; damit sind blaue Blitzbirnen überflüssig. Zum Einsetzen der Blitzbirnen braucht man allerdings Spinnenfinger....

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit integriertem Metallreflektor.
Blitzlampen: Kombi-Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä. und AG-1)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (Daimon Nr. 324 oder Pertrix Nr. 74)
Baujahr: 1965 - 1966, Verkaufspreis unbekannt
ROWIE 1138


SonnyboySonnyboy

Sonnyboy Standard - Eugen Gruber, Erstes österr. Spezialunternehmen für Blitzlichttechnik, Wien

Vollmetall-Blitzgerät für Batteriebetrieb. Batteriegehäuse verchromt, verschiebbarer Reflektor (rückseitig mit geprägtem Firmensymbol) aus Aluminium.

Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit abnehmbarem Metall-Rundreflektor 11,5 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 3V-Duplex-Stabbatterie 2R10 (original: Pertrix Duplex Stabbatterie Nr.259).
Baujahr: um 1950 - 1955, Verkaufspreis 79,- ÖS


WATA SynchroclapWATA Snchroclap

SYNCROCLAP - Hermann Wolf KG, Wuppertal

Wertig und massiv gebautes Blitzgerät aus schwarzem Bakelit. Eine eigenwillige Konstruktion ist der 9teilige Faltreflektor aus hochglänzendem Blech mit Hammerschlageffekt. Er springt mit Federkraft selbsttätig in die Arbeitsstellung.
Zum Batteriewechsel ist das Mittelteil nach Lösen einer Rändelschraube abnehmbar.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit faltbarem Reflektor aus verspiegeltem Metall (aufgeklappt ca. 13 x 13 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: frühe 1950er Jahre, Verkaufspreis nicht bekannt
WATA Synchroclap


Batterieblitz TickyBatterieblitz Ticky

Ticky Batterieblitz / FANAL-Klein Blitzer Typ 1 - wohl Wilhelm Schmidt KG, Calw

Vollmetall-Blitzgerät für Batteriebetrieb ohne Herstellerkennzeichnung. Batteriegehäuse mit Kunststoff belegt, verschiebbarer Reflektor Alu blank. Runder Steckfuss für horizontale Ausrichtung, ansteckbares Synchronkabel.


Bauweise: Batterie-Blitzgerät mit abnehmbarem Metall-Rundreflektor 10 cm Ø.
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 3V-Duplex-Stabbatterie 2R10 (original: Pertrix Duplex Stabbatterie Nr.259).
Baujahr: etwa 1950 - 1954, Verkaufspreis 6,90 DM + Kabel 1,50 DM

tickytesttickytest

ticky - Wilhelm Schmidt KG, Calw

Blitzgerät für Glassockellampen mit eingebauter Prüflampe und faltbarem Fächerreflektor im grauen Kunststoffgehäuse. Erste Version mit rückseitiger Blendentabelle einer Reihe ähnlicher Blitzgeräte. Der Fächerreflektor ist per Bajonett (weißer Kunststoff) mit dem Gehäuse verbunden und wird nur bei Batteriewechsel abgenommen.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Fächerreflektor (Ø 10 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1958, Verkaufspreis 18 DM

ticky minticky min

ticky min - Wilhelm Schmidt KG, Calw

Einfaches Miniatur-Blitzgerät für Kabelanschluss mit integriertem leicht trapezförmigen Reflektor (ca. 5,5 x 5,5 cm) im dunkelgrauen Kunststoffgehäuse. Zum Batteriewechsel kann die Frontabdeckung incl. Reflektor nach Lösen einer Verriegelung am Stecksockel abgenommen werden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit versilbertem Hammerschlag-Reflektor aus Kunststoff.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie, Typ Pertrix No.74 o.ä.
Baujahr: um 1960-1965, Verkaufspreis 12,60 DM incl. Etui

tickytesttickytest

tickytest - Wilhelm Schmidt KG, Calw

Blitzgerät für Glassockellampen mit eingebauter Prüflampe und faltbarem Fächerreflektor im grauen Kunststoffgehäuse. Zweite Version des "ticky" mit rückseitiger Leitzahl-/Blendenrechenscheibe. Der Fächerreflektor ist per Bajonett (jetzt klarer Kunststoff) mit dem Gehäuse verbunden und wird nur bei Batteriewechsel abgenommen. Dieses tickytest ist intern zwar für Mittenkontakt vorbereitet, hat jedoch Kabelanschluss und keinen Kontakt im Sockel.

Besonderheit: dieses Blitzgerät ermöglicht Offenblitztechnik; dazu wird der Synchronstecker nicht mit der Kamera verbunden, sondern in die rückseitige Buchse unterhalb der Prüflampe gesteckt (Kameraverschluss auf "B" oder > 1s.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Fächerreflektor (Ø 10 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1959/1960, Verkaufspreis 18 DM

ticky AG-1ticky AG-1

ticky / tickytest - Wilhelm Schmidt KG, Calw

Blitzgerät mit eingebauter Prüflampe im grauen Kunststoffgehäuse und faltbarem Fächerreflektor. Ausführung mit Kombisockel für Glassockellampen XM/PF und AG-1 und rückseitiger Blendenrechenscheibe. Der Fächerreflektor ist per Bajonett (klarer Kunststoff) mit dem Gehäuse verbunden und wird nur bei Batteriewechsel abgenommen.

Besonderheit: dieses Blitzgerät ermöglicht Offenblitztechnik; dazu wird der Synchronstecker nicht mit der Kamera verbunden, sondern in die rückseitige Buchse unterhalb der Prüflampe gesteckt (Kameraverschluss auf "B" oder > 1s.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Fächerreflektor (Ø 10 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä., AG1/3)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um. 1963, Verkaufspreis 16,50 DM einschl. Etui
ticky AG-1 Batterie

tickystar-mktickystar-mk

tickystar-mk mit Kombifassung - Wilhelm Schmidt KG, Calw

Kleine Blitzleuchte mit Fächerreflektor und eingebauter Prüftaste für Kabel- und Verschlussprüfung. Graues oder schwarzes Kunststoffgehäuse, drehbarer Blendenrechner; für Mittenkontakt oder Kabelanschluss (Kabel wird bei Nichtgebrauch im Batteriegehäuse eingerollt).

Besonderheit: dieses Blitzgerät ermöglicht Offenblitztechnik; dazu wird der Synchronstecker nicht mit der Kamera verbunden, sondern in die rückseitige Buchse unterhalb der Prüflampe gesteckt (Kameraverschluss auf "B" oder > 1s.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät aus Kunststoff mit Fächerreflektor (Ø 10 cm).
Blitzlampen: Kombisockel für XM1/PF1-Glassockel und AG-1/3
Stromversorgung: 15 V Fotobatterie (Daimon Nr. 324 oder Varta Pertrix Nr. 74
Baujahr: ca. um 1965/1969, Verkaufspreis 19,50 DM einschl. Etui
tickystar-mk


V.B. StandardV.B. Standard

V.B. Volksblitz Standard - Willi M. Karig, Köln (Vertrieb Seuthe)

Taschenblitzgerät aus den 1950er Jahren. Das elfenbeinfarbene Kunststoffgehäuse (in der Normalversion mit grünem V.B.-Schild) hat einen silbern eloxierten, aufschiebbaren Rundreflektor. Rückseitige Tabelle für Blitzbirnen PF1/XM1. Halterung wahlweise mit Aufsteckfuß, Stativgewinde oder Schiene.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem verschiebbarem Rundreflektor (Ø 7,5 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: 1958 - 1963, Verkaufspreis 12,- DM + Velouretui 3,30 DM
V.B. Signet

V.B. TaschenblitzV.B.

V.B. Taschenblitz - Willi M. Karig, Köln (Vertrieb Seuthe)

Viel verkauftes Taschenblitzgerät aus den späten 1950er Jahren. Das elfenbeinfarbene Kunststoffgehäuse (in der späteren Version mit schwarzem V.B.-Schild) hat einen goldfarben eloxierten, aufschiebbaren Rundreflektor. Rückseitig Tabellen für PF1/XM1 und PF5/XM5.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem verschiebbarem Rundreflektor (Ø 7,5 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1XM5 / Philips PF1/PF5 o.ä.)
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: 1958 - 1960, Verkaufspreis 12,- DM + Etui 2,50 DM



WALZ Flash MasterWALZ Flash Master

WALZ Flash MASTER - Walz Co. Ltd, Tokyo Japan

Nachbau des (Agfalux 6871) mit identischen Funktionen im schwarzen Bakelitgehäuse.

Bauweise: Taschenblitz mit aufklappbarem Fächerreflektor (Ø 14,5 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1956/1957, Verkaufspreis unbekannt
WALZ Flash Master


Voigtländer BlitzVoigtländer Blitz

Voigländer Blitzer alt (für Metallsockel-Blitzlampen) - Edmund Wateler für Voigtländer, Braunschweig

Wertig gebautes Blitzgerät aus grau hammerschlaglackiertem Metall aus der Fertigung des Braunschweiger Zubehörherstellers Edmund Wateler. Das silberfarbene Batteriegehäuse ist per Bajonett mit dem aufwändig geprägten Rundreflektor verbunden. Nahezu baugleich mit dem WATA-Blitz.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem, geprägten Rundreflektor (Ø 12,5 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: um 1954 - 1956, Verkaufspreis nicht bekannt
Voigtländer Blitz

Voigtländer BlitzVoigtländer Blitz

Voigtländer Blitzer neu (Miniatur-Blitzgerät)

Kleines einfaches Blitzgerät mit integriertem Rundreflektor im hellgrauen Kunststoffgehäuse. Rückseitig ist eine recht komfortable Blendenrechenuhr eingebaut.
Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit metallisiertem Rundreflektor aus Kunststoff (Ø 3,6 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1XM5 / Philips PF1/PF5 o.ä.)
Stromversorgung: 15V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.74 o.ä.
Baujahr: um 1960, Verkaufspreis nicht bekannt



WATAWATA

WATA Flash 54 - Edmund Wateler, Braunschweig

Wertig gebautes Blitzgerät aus grau hammerschlaglackiertem Metall des Braunschweiger Herstellers von Qualitäts-Fotozubehör. Das silberfarbene Batteriegehäuse ist per Bajonett mit dem aufwändig geprägten Rundreflektor verbunden.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem, gerillten Rundreflektor (Ø 12,5 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: 1954 - 1956, Verkaufspreis 15,- DM



ZEISS IKON Birnen-Blitzgeräte aus Stuttgart

Im Vergleich zur Agfa waren die Zeiss'schen Lampenblitzgeräte aus Stuttgart fast Exoten. Zwar war die Zahl der im Laufe der Jahre angebotenen Typen nicht mit Agfa vergleichbar. Eine gewisse Ähnlichkeit in Ausführung und Ausstattung bei den jeweils zeitgleich angebotenen Blitzgeräten lässt sich dennoch feststellen.

Zeiss Ikoblitz 1316Zeiss Ikoblitz 1316

Zeiss Ikoblitz 0 (Typ 1316)

Das elegante Kunststoffgehäuse des Ikoblitz 1316 im 50er Jahre-Design entsprach dem Geschmack der Zeit. Der runde Metallreflektor ist per Bajonett mit dem Gehäuse verbunden und kann beim Transport und zum Batteriewechsel abgenommen werden. Der Blitz hat eine Fassung für Metallsockel-Blitzlampen und benötigte eine Anodenbatterie 22,5V.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit abnehmbarem Rundreflektor (Ø 7,5 cm).
Blitzlampen: Metallsockel mit Bajonett BA15s
Stromversorgung: 22,5V Anodenbatterie, Typ Pertrix No.72
Baujahr: ca. 1952 - 1955, Verkaufspreis 21,75 DM mit Batterie, incl. Etui, ohne Prüflampe

Zeiss Ikoblitz 4Zeiss Ikoblitz 4

Zeiss Ikoblitz 4

Handliches Taschenblitzgerät im grauen Kunststoffgehäuse mit Fächerreflektor. Ausführung wahlweise für Metallsockel-(20.2214) oder Glassockellampen (20.2202) mit Kabelanschluss und rückseitiger Leitzahl-/Blenden-Rechenscheibe. Der Fächerreflektor ist fest mit dem Gehäuse verbunden. Das Gerät war in einer kabellosen Version (20.2217 Metallsockel / 20.2216 Glassockel) auch mit Steckkontakten (Foto rechts unten) für die Zeiss Kameras dieser Jahre (z.B. Contessa LK, SLK, Contaflex super B, Symbolica) lieferbar.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit Fächerreflektor (Ø 9,5 cm).
Blitzlampen: Metallsockel Ba15s bzw. Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie, Typ Pertrix No.74 o.ä.
Baujahr: 1958 - 1963, Verkaufspreis 24 DM
Zeiss Ikoblitz 4

Zeiss Ikoblitz 5

Zeiss Ikoblitz 5 Echoblitz

Taschenblitzgerät in gleicher Gehäuseausführung wie der Ikoblitz 4, jetzt mit neigungsverstellbarem Fächerreflektor für indirektes Blitzen. Auch der Ikoblitz 5 war in einer kabellosen Version mit Steckkontakten (Foto unten) für die Zeiss Kameras dieser Jahre lieferbar.

Zeiss Ikoblitz 5Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit in der Neigung verstellbarem Fächerreflektor (Ø 9,5 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie, Typ Pertrix No.74 o.ä.
Baujahr: 1963 - 1965, Verkaufspreis 28,50 DM
Zeiss Ikoblitz 5 Stecker

Zeiss Ikoblitz 6Zeiss Ikoblitz 6

Zeiss Ikoblitz 6 Echoblitz mit Kombisockel

Taschenblitzgerät in gleicher Gehäuseausführung wie Ikoblitze 4/5 mit neigungsverstellbarem Fächerreflektor, jetzt mit Kombisockel für Glassockelblitze und AG-1-Lampen. Bei AG-1 Blitzlampen muss die beiliegende Splitterschutzkappe aufgesetzt werden (s. Foto unten). Der Ikoblitz 6 war ebenfalls mit Standard-Steckfuss (22.0004), in einer kabellosen Version mit Zeiss-Steckkontakten (22.0008) und jetzt auch mit Mittenkontakt (22.0009) lieferbar.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit in der Neigung (bis 90°) verstellbarem Fächerreflektor (Ø 9,5 cm).
Blitzlampen: Glassockel (Osram XM1 / Philips PF1 o.ä.) und AG-1/3 (mit Splitterschutz)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie, Typ Pertrix No.74 o.ä.
Baujahr: 1964 - 1967, Verkaufspreis 28,- DM
Zeiss Ikoblitz 6

Zeiss Ikoblitz LZeiss Ikoblitz L

Zeiss Ikon Ikoblitz L - Zeiss Ikon / Voigtländer

Einfaches Taschenblitzgerät für Kabelanschluss mit starrem leicht trapezförmigen Reflektor (ca. 6 x 5,5 cm) im grauen Kunststoffgehäuse. Lederfarbenes Hartschalenetui.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit ( für Batteriewechsel) abnehmbarem Metallreflektor.
Blitzlampen: Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä.)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (Daimon Nr. 324 oder Pertrix Nr. 74)
Baujahr: 1962 - 1966, Verkaufspreis 14,50 DM

Zeiss Ikoblitz LDZeiss Ikoblitz LD

Zeiss Ikon Ikoblitz LD - Zeiss Ikon / Voigtländer

Einfaches Taschenblitzgerät für Kabelanschluss mit starrem leicht trapezförmigen Reflektor (ca. 6 x 5,5 cm) im grauen Kunststoffgehäuse. Lederfarbenes Hartschalenetui. Das gleiche Gerät war auch für Mittenkontakt lieferbar.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit ( für Batteriewechsel) abnehmbarem Metallreflektor.
Blitzlampen: Kombi-Glassockel (Osram Vacublitz XM1/XM1B, Philips Photoflux PF1/PF1B o.ä. und AG-1)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie (Daimon Nr. 324 oder Pertrix Nr. 74)
Baujahr: 1963 - 1968, Verkaufspreis 14,50 DM (Kabelanschluss oder Mittenkontakt)


Zeiss Ikoblitz MZeiss Ikoblitz M

Zeiss Ikoblitz M

Mit dem Ikoblitz M bot Zeiss ein Taschenblitzgerät an, für das es in Deutschland nichts Vergleichbares gab. Im (fast) gleichen Gehäuse wie die Ikoblitze 4-6 - es ist etwas kantiger - versteckt sich ein Revolverblitz für 4 AG-Blitzlampen. Die für diese Blitzlampen wichtige Splitterschutzkappe ist jetzt in das Gehäuse integriert und dient zugleich als Behälter für die Blitzlampen bei Nichtgebrauch. Der Ikoblitz M war mit Standard-Steckfuss (22.0014) und in einer kabellosen Version mit Mittenkontakt (22.0013 - nicht mehr mit Zeiss-Steckkontakten) lieferbar.

Bauweise: Kondensator-Blitzgerät mit integriertem Mini-Reflektor (ca. 3 x 2,5 cm).
Blitzlampen: 4x Glassockel AG-1/3 (mit Splitterschutz)
Stromversorgung: 15V Fotobatterie, Typ Pertrix No.74 o.ä.
Baujahr: 1966-1969, Verkaufspreis nicht bekannt
Zeiss Ikoblitz M


Würfelblitzhalter

Agfa ISI C KAgfa ISI C K

Agfa ISI-Blitz C K-Typ 6804 für Flashcube (N-Blitzwürfel)

Blitzgerät für N-Blitzwürfel mit Kabelanschluss (Typ K); manueller Blitzwürfeltransport durch Drehen.

Bauweise: Kondensator-Würfelblitzgerät mit Kabelanschluss
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: 6 V Fotoflash-Batterie (IEC 4F16, Hellesens 403, Pertrix Nr. 434 o.ä.)
Baujahr: um 1967/1970, Verkaufspreis 10,50 DM + Etui

Agfa ISI C MAgfa ISI C M

Agfa ISI-Blitz C M-Typ 6805 für Flashcube (N-Blitzwürfel)

Blitzgerät für N-Blitzwürfel mit Mittenkontakt-Steckfuss (Typ M); manueller Blitzwürfeltransport durch Drehen.

Bauweise: Kondensator-Würfelblitzgerät mit Mittenkontakt
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: 6 V Fotoflash-Batterie (IEC 4F16, Hellesens 403, Pertrix Nr. 434 o.ä.)
Baujahr: um 1967/1970, Verkaufspreis 10,50 DM + Etui


AGFALUX C KAGFALUX C

AGFALUX C K-Typ 6800 oder M-Typ 6801 für Flashcube (N-Blitzwürfel)

Blitzgerät für N-Blitzwürfel mit Kabelanschluss (Typ K) oder Mittenkontakt (Typ M); 4-fach Blitzwürfeltransport per Knopfdruck mit Federwerk. Blitzbereitschaft nur im Steckschuh der Kamera.

Bauweise: Kondensator-Würfelblitzgerät mit Stromkreisabschaltung
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: 6 V Fotoflash-Batterie (IEC 4F16, Hellesens 403, Pertrix Nr. 434 o.ä.)
Baujahr: um 1967/1970, Verkaufspreis 14,80 DM + Etui

AGFALUX CIAGFALUX CI

AGFALUX CI Typ 6843 für Flashcube (N-Blitzwürfel)

Blitzgerät für N-Blitzwürfel mit Mittenkontakt + ansteckbarem Synchronkabel; 4fach Blitzwürfeltransport per Knopfdruck mit Federwerk und eingebaute Prüflampe. Blitzbereitschaft nur Steckschuh der Kamera.

Bauweise: Kondensator-Würfelblitzgerät mit Mittenkontakt, Kabelanschluss, Prüflampe und Stromkreisabschaltung
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: 5,6 V Batterie (IEC 4MR42, Mallory PX23, VARTA V23PX o.ä.)
Baujahr: um 1970/1975, Verkaufspreis nicht bekannt


Agfalux C mit ExaktaAgfalux für Kine Exakta

AGFALUX C mit Kine Exakta-Anschluss

Auch für Exakta-Fotografen mit klassischer Ausrüstung hatte Agfa ein Herz... Man mag es nicht glauben wenn man es nicht gesehen hat: Blitzgerät für N-Blitzwürfel mit Doppelstecker-Anschlusskabel für Kine Exakta und Exakta Varex.

Bauweise: Kondensator-Würfelblitzgerät mit Exakta-Kabelanschl
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: 5,6 V Batterie (IEC 4MR42, Mallory PX23, VARTA V23PX o.ä.)
Baujahr: um 1970, Verkaufspreis nicht bekannt


Porst WürfelblitzgerätPorst Würfelblitzhalter

PORST Blitzhalter für Flashcube (N-Type-Wüfelblitze)

Würfelblitzhalter mit Kabel- und Mittenkontaktanschluss. Orange/braunes Kunststoffgehäuse.

Bauweise: Batterie-Blitzgerät ohne Kondensator
Blitzlampen: N-Würfelblitze (Flashcube)
Stromversorgung: 2 x 1,5 V Knopfzellen (EPX825/LR53 o.ä.)
Baujahr: um 1970/1975, Verkaufspreis 17,95 (Porst Katalog 1973)


Osram AG3-WürfelOsram AG3-Würfel

OSRAM BLIZZY - N-Type-Wüfelblitzadapter

Halter mit Flashcube-Anschluss für vier AG3B-Blitzlampen. Mit diesem Halter konnte man selbst einen Blitzwürfel bauen; er wird mit 4 AG-Blitzlampen bestückt, die nach Gebrauch wieder entfernt werden. Zur Zündung benötigt er - wie die AG-Blitzlampen auch - Strom aus einem N-Blitzwürfelhalter oder einer Kamera mit Flashcube-Sockel und eingebauter Batterie.

Mit diesem Adapter erzielte man eine Kostenersparnis gegenüber handelsüblichen Würfelblitzen, die damals 1,90 DM kosteten. Eine AG3B-Blitzlampe gab es dagegen schon für 0,40 DM.

Bauweise: Blitzbirnenhalter mit Flashcube-Sockel
Blitzlampen: 4 AG-Blitzlampen
Stromversorgung: ohne
Baujahr: um 1970/1975, Verkaufspreis nicht bekannt


Philips WürfeladapterPhilips Blitzwürfeladapter

Philips - N-Type-Wüfelblitzadapter (Made in Germany)

Halter mit Flashcube-Anschluss (wie Osram Blizzy) als Würfelblitzersatz. Er wird mit 4 AG-Blitzlampen bestückt, die nach Gebrauch wieder entfernt werden. Zum Gebrauch wird ein N-Blitzwürfelhalter oder eine Kamera mit Flashcube-Sockel und eingebauter Batterie benötigt.

Mit diesem Adapter erzielte man eine Kostenersparnis gegenüber handelsüblichen Würfelblitzen, die damals 1,90 DM kosteten. Eine AG3B-Blitzlampe gab es dagegen schon für 0,40 DM.

Bauweise: Blitzbirnenhalter mit Flashcube-Sockel
Blitzlampen: 4 AG-Blitzlampen
Stromversorgung: ohne
Baujahr: um 1970/1975, Verkaufspreis nicht bekannt


Polaroid 490Polaroid 490

POLAROID Focused Flash Model 490 - Blitzsockel für Flashcube (N-Blitzwürfel)

Spezial-Blitzgerät für N-Blitzwürfel mit Kabelanschluss für Polaroid-Kameras (400er Serie). Der aufwendig gebaute Würfelblitzhalter hat frontseitig ein Art Jalousie, mit der sich die Blitzintensität beeinflussen lässt. Auf der Rückseite ist dazu ein Schieber (darken / lighten) angebracht. Seitlich ist ein Hebel für die Blitzweiterschaltung.

Bauweise: Würfelblitzhalter mit Spezialschuh und Kabelanschluss für Polaroid
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: ohne (Stromversorgung durch Kamera)
Baujahr: 1974, Verkaufspreis nicht bekannt


ROWI BlitzsockelROWI Blitzsockel

ROWI Blitzsockel für Flashcube (N-Blitzwürfel)

Blitzgerät (Typ 309) für N-Blitzwürfel mit Kabelanschluss.

Bauweise: Kondensator-Würfelblitzgerät mit Kabelanschluss
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: 6 V Fotoflash-Batterie (IEC 4F16, Hellesens 403, Pertrix Nr. 434 o.ä.)
Baujahr: um 1967/1970, Verkaufspreis 12,60 DM


SYLVANIA BlitzsockelSylvania Blitzsockel

SYLVANIA Blitzsockel für Flashcube (N-Blitzwürfel)

Blitzgerät für N-Blitzwürfel mit Mittenkontakt-Steckfuss und Kabelanschluss.

Bauweise: Kondensator-Würfelblitzgerät mit Kabelanschluss + Mittenkontakt
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: 6 V Fotoflash-Batterie (IEC 4F16, Hellesens 403, Pertrix Nr. 434 o.ä.)
Baujahr: um 1967/1970, Verkaufspreis 12,60 DM


tickysoltickysol

ticky sol Flashcube-Blitzhalter - Wilhelm Schmidt KG, Calw

Blitzgerät für N-Blitzwürfel mit Kabelanschluss + Mittenkontakt. Schwarzes Kunststoffgehäuse mit Blendentabelle.

Bauweise: Kondensator-Würfelblitzgerät mit Mittenkontakt-Steckfuss und Kabelanschluss.
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: 6 V Fotoflash-Batterie (IEC 4F16, Hellesens 403, Pertrix Nr. 434 o.ä.)
Baujahr: um 1967/1970, Verkaufspreis 13,80 DM incl. Etui
tickysol

ticky maticticky matic

ticky matic Flashcube-Blitzhalter - Wilhelm Schmidt KG, Calw

Blitzgerät für N-Blitzwürfel mit Spezial-Steck-/Synchronkontakt für Instamatic 50 und 25.

Bauweise: Würfel-Blitzgerät für Instamatic-Steckkontakt
Blitzlampen: N-Blitzwürfel (Flashcube)
Stromversorgung: 2 x 1,5 V Knopfzellen (Mallory PX825/LR53 o.ä.)
Baujahr: um 1967/1970, Verkaufspreis 12,- DM


Revue Adapter 110Revue Adapter 110

REVUE (Foto Quelle) Adapter 110

Adapter mit Magicube-Anschluss für Lampenblitzgeräte mit Mittenkontakt.

Mit diesem Adapter können Kompaktkameras mit eingebautem X-Sockel mit Lampenblitzgeräten mit Mittenkontakt verbunden werden.

Bauweise: Adapter mit X-Magicube-Sockel auf Steckschuh mit Mittenkontakt
Blitzlampen: entsprechend dem verwendeten Blitzgerät
Stromversorgung: ohne
Baujahr: um 1970/1980, Verkaufspreis nicht bekannt


Kodak-BlitzwürfelverlängerungAgfa Blitzwürfelverlängerung

Zubehör für Blitzwürfel - Verlängerung für Magicube

Die direkt auf die Kameradeckplatte montierten Magicube-X Blitzwüfel erzeugen bei Personenaufnahmen den bekannten "Rote-Augen-Effekt" vor allem mit Pocketkameras. Zu dessen Vermeidung gab es Zubehörteile um den Blitzwürfel höher anzuordnen. Weil die Blitzauslösung hier bekanntlich mechanisch erfolgt, enthalten die Verlängerer ebenfalls ein Auslösegestänge zum Übertragen von der Kamera zum Blitzwüfel.

In den Fotos sehen Sie solche Ergänzungsteile von Kodak (links) und Agfa, die nach der Markteinführung von Pocketkameras mit dem 110er Kassettenfilm ab etwa 1974 angeboten wurden. Die Agfa-Verlängerung passt mechanisch jedoch nicht zu der im Foto gezeigten Agfamatic-Kamera sondern nur zu den Pocketkameras. Sie wurde hier lediglich mangels gerade verfügbarer Pocket-Agfamatic aufgesetzt (ich werde das Foto gelegentlich austauschen).


3. Röhrenblitzgeräte oder Elektronenblitzgeräte

Braun hobby prosp

Elektronenblitzgeräte sammeln ist so eine Sache ….Als Sammler möchte man bei fotografischem Handwerkszeug normalerweise hin und wieder den Verwendungszweck und / oder die Funktion dokumentieren. Das heisst, auch alte fotografische Geräte sollten prinzipiell noch ihrem ursprünglichen Zweck gemäss verwendbar sein, selbst wenn der eine oder andere Funktionsablauf dem Alter hat Tribut leisten müssen.

Bei den mechanischen oder optischen Elementen von Photographica ist dies im Regelfall eine Frage von sachgerechter Aufbewahrung, Pflege und ggf. Instandsetzungsaufwand. Für elektrische oder gar elektronische Geräte gelten noch andere Regeln. Selbst wenn die elektrischen Anschlusswerte (z.B. 220/230/240 V) noch reproduzierbar sind, ist ein Hantieren mit solchen Spannungen aus dem Stromnetz höchst gefährlich. Wer bei einem alten E-Blitz aus den 50er Jahren einfach den Stecker in die Steckdose steckt (wenn er denn überhaupt passt) handelt zumindest grob fahrlässig und sich im Ernstfall Ärger mit seiner Hausratversicherung ein.

Braun hobby Automatik (1954, DM 212,50)

Braun hobby AutomatikZwar ist auch bei elektrischen Geräten nach 50 oder mehr Jahren eine Funktion nicht auszuschließen, doch muss bei der Inbetriebnahme mit größter Sorgfalt vorgegangen werden. Als erstes sind die Anschlussleitungen zu prüfen. Dabei wird sehr oft schon festgestellt, dass das alte Gummi spröde geworden und gebrochen ist und die blanken Drähte freiliegen. Das kann man zwar reparieren, doch gehört dazu neben Begeisterung auch Sachverstand. Hinzu kommt, dass das Geräteinnere von E-Blitzen mit einer gewissen Zurückhaltung betrachtet werden muss. Da sind zum Einen die voluminösen Ladekondensatoren, an denen im Betrieb sehr hohe Spannungen anliegen (350 V und mehr). Falls diese nicht ohnehin vom Alter hinweggerafft worden sind (ausgetrocknet oder geplatzt) müssen sie mit Bedacht und ansteigenden Spannungen erst wieder neu formiert werden. Erst wenn dies ohne Probleme erledigt werden konnte, darf der Netzstecker seiner Aufgabe nachkommen.

Zum Anderen muss die Zündspannung für die Blitzröhre erzeugt werden können. Bei frühen E-Blitzen ist diese getrennt vom eigentlichen Netzgerät in einem meist stabförmigen Handgerät untergebracht. Auch hier muss die Verbindungsleitung Top sein - das ist wegen der Hochspannung (10.000 Volt!!) noch wichtiger als beim Netzkabel!! Steckverbindungen und Schalter sind weitere Schwachstellen. Wenn man dann nach Anlegen der Spannung ein leises Pfeifen hören kann, ist oft alles in Ordnung und man darf den Auslöseknopf drücken. Gibt’s dann den erhofften Blitz, freut sich des Sammlers und Bastlers Herz. Doch Achtung – nach einer Vitrinenstandzeit von einem halben Jahr oder mehr kann Alles schon wieder ganz anders sein.

Zerhacker

Kako ZerhackerAuch wenn der historische Röhrenblitz batteriebestückt sein sollte, wird er sich meistens nicht mehr zum Blitzen überreden lassen. Das liegt in aller Regel daran, dass der für die Umwandlung der niedrigen Gleichspannung erforderliche Zerhacker seinen Dienst quittiert hat (klassische Akkugeräte benötigen ebenfalls diesen Zerhacker). Funktionsfähiger Ersatz dafür ist in der Regel nicht mehr zu finden; für Extrembastler gibt es jedoch elektronische Alternativmöglichkeiten, eine Transistorschaltung dafür finden Sie nach dieser Beschreibung. Ob sowas bei den derzeit geringen Sammlerpreisen für alte Röhrenblitze allerdings lohnt, muss von Fall zu Fall entschieden werden.

Kaco ZerhackerschaltungDer Zerhacker ist ein mechanisches Bauteil - eine Art Relais - das durch schnelle Schwingungen (ca. 100 Hz) den Akku- oder Batteriegleichstrom in Rechteckimpulse "zerhackt". Ein nachgeschalteter Trafo erzeugt daraus die erforderliche Hochvolt-Wechselspannung. Heute macht man sowas mit einem Multivibrator aus Transistoren oder IC's, damals ging es nur mechanisch. Auch in alten röhrenbetriebenen Autoradios finden sich übrigens solche Bausteine! Bei einem eventuell doch noch erhältlichen Ersatzteil (Funktion vor Kauf immer prüfen) muss neben den passenden Steckerstiften die Betriebsspannung beachtet werden. Diese ist oft Bestandteil der auf der Patrone aufgedruckten Typennummer; in diesem Fall "BH 41-267" (4V=).

Im Foto rechts zeige ich einen Zerhacker des seinerzeitigen Marktführers KACO aus dem BH Standard, links im Bild die geschlossene Patrone, rechts eine geöffnete (nach provisorischer Instandsetzung vorübergehend wieder funktionsfähige) Zerhackerpatrone im Blitzgerät. Die Zeichnung links zeigt die Relaisschaltung im inneren eines Kaco-Zerhackers.

Zerhacker AlternativeZerhacker Schaltung Und hier nun ein Vorschlag von einem Sammlerkollegen für Extrembastler, wie sich ein altes akku- oder batteriebetriebenes Röhrenblitzgerät mit Zerhackerschaltung wieder zum Leben erwecken lässt. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Stromversorgung bedarfsgerecht wiederhergestellt worden ist! Die Schaltbilder beziehen sich auf einen Braun hobby Röhrenblitz, passen aber mit entsprechender Berücksichtigung der Anschlüsse auch für andere Fabrikate. Um die Schaltung auf einer selbstgefertigten Platine oder Lochrasterplatte in die Original-Zerhackerpatrone zu fummeln, braucht es natürlich einiges Geschick.

Wichtiger Hinweis! Falls Sie mit alten Röhrenblitzgeräten experimentieren möchten, verwenden Sie dabei auf keinen Fall eine moderne Digitalkamera oder eine analoge Kamera mit automatischer oder TTL-Belichtungsregelung. Die hohen Zündspannung dieser Geräte zerstören die empfindliche Kameraelektronik! Wenn Sie den Blitz über einen Optokoppler, z.B. einen Tochterblitzauslöser zünden, besteht natürlich keine Gefahr für die Kamera.

AgfatronikKabel defekt Bild rechts: Wenn das E-Blitz-Anschlusskabel so aussieht - Finger weg!!

Ein letztes, vielleicht aber auch unwichtigstes, Hindernis sind die alten Akkus. Meist haben diese bei den Urgeräten in Form von Bleiakkus schon durch Auslaufen der Schwefelsäure ihr eigenes Zeitliche – und das des Blitzgerätes gleich mit – gesegnet. Im günstigeren Fall hat sie ein kluger Vorbesitzer ausgebaut. Zwar lassen sie sich durch moderne Akkus (meist 6 V) ersetzen, doch ob die Ladeelektrik (Zerhacker) noch funktioniert und ob das Alles überhaupt für zwei oder drei Probeblitze sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Auch spätere E-Blitze mit den „modernen“ NC-Akkus bleiben beim Versuch einer Inbetriebnahme bestenfalls unbeeindruckt. Im schlechteren Fall gibt’s einen Knall und im ungünstigsten gar Feuer…. Also auch hier – raus mit den Dingern und in den Sondermüll! Gleiches gilt natürlich für alte Batterien.

Foto links: Früher Agfatronic-Netzblitzer im 60er Jahre-Design

Ein wenig einfacher ist es manchmal bei den E-Blitzgeräten, die für reinen Netzbetrieb ausgelegt sind. Wenn die Netzanschlussschnur in Ordnung ist (sehr genau prüfen), kann man vorsichtig einen Test wagen. Das sollte vorzugsweise in nicht brennbarer Umgebung (Fliesenboden) erfolgen. Falls es nicht knallt (dann ist der Elko hin) geht irgendwann das Glühlämpchen an. Dann den (meist vorhandenen) Prüfknopf drücken. Viel Glück und Erfolg dabei!

Aus zuvor beschriebenen Gründen habe ich mich in meiner Sammlung auf wenige E-Blitze beschränkt, die in irgendeiner Weise "epochale" Bedeutung hatten bzw. sich mit ihrer formalen Gestaltung oder auch besonderer Konstruktion vom Angebotseinerlei unterscheiden. Ganz abgesehen davon halte ich es ohnehin weder für sinnvoll noch erfolgversprechend, sich an der Unzahl von Blitzgeräten zu versuchen die ab Mitte der 1960er Jahre den Markt überschwemmten.

Bekanntere Elektronenblitzgeräte waren Multiblitz (Dr. Ing. Mannesmann), Ultrablitz (Blaupunkt / Deutsche Elektronik), natürlich Braun hobby (Max Braun, Frankfurt), Carl Braun Nürnberg, PK (Paffrath & Kemper), Agfatronic (Agfa), Hapotron (Porst), Mecablitz (Metz). Nachfolgend eine kleine Übersicht aus über 60 Jahren Elektronenblitzgeschichte. Fast alle in Fotos gezeigten E-Blitzgeräte stammen aus meiner Sammlung, einige Bilder von "Exoten" habe ich aus Literatur oder Prospekten übernommen. Diese absolut subjektive Zusammenstellung lässt dennoch erkennen, wie sich dieses bedeutende Fotozubehörteil mit den Jahren entwickelt hat.



Braun hobby

BRAUN hobby 100 - Max Braun, Frankfurt

Der Braun hobby war - zumindest bei den Fotoamateuren - in den 1950er Jahren der beliebteste Elektronenblitz (obwohl er in Photo Porst-Katalogen jahrelang ignoriert wurde). In einem Werbeprospekt von 1954 schrieb der Hersteller gar vom weltweit meistverkauften E-Blitz. Das leistungsfähige und formschöne Röhrenblitzgerät (s. auch hobby F65) bot zum Verkaufspreis von 198 DM eine Menge im Vergleich zur etablierteren Konkurrenz wie Mannesmann oder Blaupunkt.

hobby-winkelHier im Foto (mit einer Leica M3) sehen Sie den BRAUN HOBBY 100 aus dem Jahr 1954. Damit war wahlweise der Betrieb am Netz, mit dem eingebauten Sonnenschein-Akku oder mit einer externen Anodenbatterie möglich. Der kurze Reflektorstab ermöglichte durch 180°-Drehung des Unterteils erstmals eine Leuchtwinkelumstellung von 45/50° auf 70° für Weitwinkelausleuchtung.

Die Blitzwinkelumstellung des hobby 100 wird durch eine asymmetrische Anordnung der Xenon-Blitzlampe auf dem Sockel möglich ( Foto rechts).

Das Bild oben - beim Einleitungstext - zeigt eine hobby-Version aus dem Jahr 1955 mit 3 Drucktasten für die Betriebsartumschaltung (Akku, Netz, Laden, Teilenergie), den Hobby Automatic. In dieser Gehäuseform - die auch bei den Folgemodellen nur geringfügig variierte - wird der Braun Hobby bis etwa 1960 gebaut.

Hobby Standard

Braun Hobby Standard - Max Braun, Frankfurt

Die Röhrenblitzgeräte entwickelten sich rasant, die Bleiakku-Zeit neigte sich Mitte der 50er Jahre mit dem Aufkommen der NC-Akkus ihrem Ende zu. Dadurch wurden die Geräte nicht nur pflegeleichter und kleiner, sondern verloren auch an Gewicht. Steigende Umsatzzahlen ermöglichten zugleich niedrigere Preise. Mit zwei neuen Geräten, dem Hobby Standard und Hobby Special, sorgte Braun Ende 1956 für kräftigen Wind auf dem Elektronenblitzgeräte-Markt.

Hobby Standard Im Foto links der Braun Hobby Standard aus dem Jahr 1957; rechts das geöffnete Gerät mit einem Satz Monozellen. Rechts neben den Batterien die Zerhackerpatrone, damals noch unverzichtbarer Bestandteile von akku- oder batteriebetriebenen Geräten. Zum Zerhacker lesen Sie weiter unten mehr.

Der Hobby Standard (Foto) ließ sich erstmals auch mit Batterien betreiben und war konkurrenzlos billig. Das Grundgerät für Netzbetrieb (98,- DM) konnte mit dem Aufbausatz I für 21,- DM für den Betrieb mit 3 Monozellen in der noch heute erhältlichen Größe aufgerüstet werden. Der Reflektor ist jetzt über ein fest angeschlossenes Kabel mit dem Netzteilgehäuse verbunden; frühere Geräte hatten hierzu Steckverbinder. Nach Prospektangaben von Braun sollte ein Satz Batterien für rund 50 Blitze reichen. Damit wurden Röhrenblitzgeräte auch amateurtauglich. Der Aufbausatz II für (Blei-)Akkubetrieb kostete 42,- DM. Der Hobby Spezial NC hatte für 278,- DM erstmals einen Nickel-Cadmium-Akku an Bord. Beide Geräte sind mit dem von 50°-Normal- auf 70°-Weitwinkelausleuchtung umdrehbaren Reflektor bestückt. Dazu kann der Reflektor von dem (jetzt längeren als beim hobby 100) Haltestab abgegommen und um 180° verdreht wieder aufgesetzt werden. Das Spitzengerät mit den drei Drucktasten, der Braun Hobby Automatic (s. Foto oben) war zum Preis von 218,- DM mit herkömmlichem Bleiakku weiterhin lieferbar.

Nicht selten sind die BH's dieser Jahre sogar noch funktionsfähig. Zumindest im Netzbetrieb (Hinweise weiter oben bitte beachten) sorgen die Reflektoren nach einiger Ladezeit für die eine oder andere Erleuchtung. Vor dem ersten Auslöseversuch (mit dem roten Knopf am Leuchtstab) sollte das Netzkabel zuvor etwa 30 Minuten angeschlossen sein um den Kondensator zu regenerieren. Die Kontrolleuchte wird meist nicht mehr anzeigen, weil die Spannung am Elektrolytkondensator nicht mehr hoch genug ansteigt, zum Blitzen reicht's aber in der Regel noch. Akkubetrieb hingegen scheitert in aller Regel bereits daran, dass der Originalakku zerstört oder nicht mehr vorhanden ist. Fest eingebaute Zellen lassen sich meistens nicht mehr aufladen. Zwar wären Alternativen durchaus verfügbar, doch ist der praktische Nutzen einer Instandsetzung, für einige Monate einen funktionsfähigen historischen Röhrenblitz in der Sammlervitrine zu haben, zumindest fragwürdig. Ob das Verhältnis zwischen dem Reparaturaufwand und dem erzielbaren Ergebnis ausreicht, muss ein Jeder selbst entscheiden. Für engagierte Sammler mit Elektronikkenntnissen ist die Wiederinbetriebnahme eines klassischen Röhrenblitzes in jedem Fall eine durchaus attraktive Herausforderung. Wer mit einem funktionsfähigen klassischen Braun Hobby oder dergleichen auf Fotojagd unterwegs ist, braucht sich jedenfalls über Mangel an Aufsehen nicht zu beklagen....

Braun Hobby F65Braun Hobby F65

BRAUN hobby F65 - Max Braun, Frankfurt

Fast zwei Jahrzehnte wurde das Konzept des Braun hobby beibehalten - die Trennung von Stromversorgung und Blitzeinheit. Zwar änderte sich die Gehäusebauform gründlich doch war Braun mit jedem hobby Design-trendsetter. Legende sind die von Dieter Rams designten Braun-HiFi-Geräte und Elektrorasierer der 1960er Jahre. Auch die Braun-Blitzgeräte durften ab 1958 daran Anteil nehmen.

Nun mag man über Geschmack und Form trefflich streiten, aber stets waren die "hobby's" eine gelungene Symbiose zwischen technischer Leistung und elegantem Äußeren.

Dieses hobby F65 aus den 1960er Jahren gab es sowohl im abgebildeten Dunkelgrau, als auch mit schwarzem oder weißen Gehäuse zu kaufen. Darin steckten noch ein Akku mit Netzladeeinrichtung. Die Kamera musste per Kabel angeschlossen werden, Mittenkontakt hatte der F65 noch nicht. Der Verkaufspreis im Jahr 1965 betrug 219,- DM.


Braun CeBe1Braun CeBe1

CeBe 1 - Carl Braun Kamerawerk Nürnberg

Dieses Blitzgerät stammt trotz Namensgleichheit nicht vom Hersteller des Braun hobby sondern aus dem Paxette-Werk in Nürnberg. Verkaufspreis 138 DM, jedoch ohne Akku (26,40 DM Permacell-Batterie) und Netzgerät (25 DM).

Der Stromversorgungsteil war für damalige Verhältnisse recht klein und konnte in der Ledertasche umgehängt oder auch in einer Jackentasche verstaut werden. In den frühen 1950er Jahren einer der kleinsten und preiswertesten E-Blitze.

Wenn man heute eines dieser seltenen Geräte findet, ist es schon wegen gebrochener Kabel unbrauchbar. Eine Reparatur ist möglich, erfordert aber eine gehörige Portion Enthusiasmus. Zudem ist es problematisch, eine funktionierende Stromversorgung zu finden. Also - ein historisch interessantes Teil, aber nur was für Sammler!



Erno E-Blitz X-Würfel

ERNO Electronic Micro-Flash für X-Würfelanschluss

Sowas gab's auch, ein Elektronenblitzgerät für Pocketkameras mit X-Würfelanschluss.



errtee Fipserrtee Fips

ERRTEE FIPS - Romain Talbot, Stuttgart

Talbot war ein schon kurz nach Einführung der Photographie Mitte des 19. Jh. in Paris gegründetes Handelsunternehmen für Photoerzeugnisse. Im deutsch-französischen Krieg um 1870 verlegte Romain Talbot seinen Firmensitz nach Berlin und bot dort als Großhändler bis zum 2. Weltkrieg Fotoprodukte an.

Handelsname der von Talbot vertriebenen Fotoerzeugnisse war "errtee"; einige Kameras und Objektive fertigte er auch selbst. Nach Kriegsende zog das Unternehmen nach Stuttgart um und vertrieb dort als Großhändler bis gegen Ende der 1960er Jahre fotografische und fotochemische Produkte.

Fips

Dieser netzbetriebene Elektronenblitz "Fips" stammt aus den frühen 1950er Jahren. Das große einteilige Blitzgerät war für professionelle Verwendung vorgesehen. Der Stab wird auf ein Stativ geschraubt. In Fotostudios dieser Jahre wurden oft mehrere solcher Blitze gleichzeitig über einen Synchronverteiler betrieben. Die Xenon-Blitzröhre stammt aus der Produktion von Osram. Welcher Hersteller den Blitz gebaut hat, ist mir nicht bekannt.


Hapotron 2

hapotron II + III / Cornet L - Photo Porst, Nürnberg / Deutsche Elektronik, Berlin

Porst stellte zwar selbst keine Fotoartikel her, hatte aber schon seit den 1930er Jahren stets einige "Eigenmarken" in seinem Angebot. Im Katalog 1956 gab es dann auch den ersten Porst-eigenen Elektronenblitz, gebaut von der Deutsche Elektronik (Blaupunkt / Cornet Ultrablitz).

Bereits ein gutes Jahr später wurde dieser vom Hapotron II abgelöst, den Porst als "das einzige und kleinste E-Blitzgerät der Welt mit Vorblitz" bewarb. Der "Vorblitz" sollte der von der Aufnahmeprozedur genervten Fotogesellschaft den angespannten Gesichtsausdruck nehmen, indem er bereits den Fotoakt vortäuschte. Wenn dann der eigentliche Klick folgte, lächelten alle entspannt...

So zumindest die werbliche Theorie, doch auch mit seinen technischen Fähigkeiten und ansprechender Form konnte das für 148 DM angebotene Blitzgerät durchaus überzeugen. Leider sind die Spiralkabel, mit denen Porst-Blitzgeräte dieser Jahre ausgestattet waren heute brüchig und porös (s. Foto oben). Hapotrone taugen deshalb nur noch für die Sammlung - es sei denn man erneuert Kabel und Akkus.

Hapotron 3Cornet L

Die beiden Fotos darunter zeigen den Hapotron 3 (ebenfalls noch mit Vorblitz) und sein Vorbild, den Cornet L. Der Vergleich lässt gut erkennen, dass die Porst-E-Blitze von der Deutschen Elektronik (ehemals Blaupunkt) gebaut wurden.


MecablitzMecablitz innen

Mecablitz - Metz Apparatefabrik, Fürth/Bay.

Im gleichen Jahr wie der hobby von Max Braun kam der Mecablitz vom traditionsreichen Elektro- und Rundfunkgerätehersteller Metz 1952 in den Handel. Diese beiden Hersteller sollten mit ihren Röhrenblitzgeräten fortan vor allem den Amateurbedarf dominieren. Gegenüber schon am Markt etablierten Herstellern, wie Blaupunkt oder Mannesmann waren die Geräte von Braun und Metz vor allem preislich im Vorteil. Beide kosteten etwa 200 DM, die Konkurrenzerzeugnisse waren teils erheblich teurer.

Anders als Braun bot Metz schon rasch eine breitere Gerätepalette an. Im Laufe der Zeit entstanden bei Metz zahlreiche Elektronenblitzgeräte unterschiedlicher Leistung und Größe für fast jeden Geldbeutel. Ab etwa 1970 übernahm Metz mehr und mehr die Marktführerrolle, vor allem im semiprofessionellen Bereich. Neben Multiblitz ist Metz der einzige in Deutschland verbliebene Hersteller von Elektronenblitzgeräten.
3 x Mecablitz
Die Fotos zeigen neben einem Prospektbild des ersten Mecablitz eine kleine E-Blitzgeräte-Palette im Allerwelts-Design der 1970/80er Jahre. Das Bild oben rechts zeigt das Innenleben eines Mecablitz 50. Im rechten Teil des Bildes ist der voluminöse 6 V-Sonnenschein-Akku zu sehen, den damals die meisten Röhrenblitzgeräte als Spannungsquelle für mobilen Betrieb benutzten.

Mecablitz 112

Mecablitz 112

Auch Metz spielte zeitweilig im Konzert der Fotogeräte-Modeanbieter mit und baute seine mittlerweile erheblich handlicher gewordenen Elektronenblitzer auch in weiße Gehäuse ein. Diese Gehäusefarbe war zu Beginn der 1960er Jahre en vogue und wurde nach etwa 10 Jahren wieder von tristen schwarzen Gehäusen abgelöst.

Der hübsche Mecablitz 112 ist ein Beispiel für die Angebote dieser Zeit. Er hat übrigens schon einen Mittenkontakt für kabelloses Blitzen mit entsprechend ausgerüsteten Kameras. Ein Anschlusskabel ist natürlich auch vorhanden. Das Blitzgerät hat fest eingebaute NC-Akkus, die - wie mittlerweile bei fast allen Herstellern von Kompaktblitzern üblich - über ein externes Steckerladegerät aufgeladen werden. Bei leeren Akkus ist auch Netzbetrieb möglich.

mecablitz 60 CT 4

Mecablitz Stabblitz 60 CT 4 - Metz Apparatefabrik, Fürth/Bay.

Die Mutter aller Stabblitze stammt wohl aus dem Hause Metz. Stellvertretend für die Vielzahl ähnlich aussehender Geräte mit unterschiedlichem Leistungsvermögen hier das METZ-Spitzenmodell aus dem Jahr 1992, der 60 CT 4. Trotz der mittlerweile fortgeschrittenen und miniaturisierten Technik kommt dieses Profigerät noch mit einem separaten Generatorteil.

Eine Beschreibung des umfangreichen Leistungskataloges dieses Extremblitzer kann ich mir wohl ersparen. Wer Detaildaten erfahren möchte findet diese vielfach im Internet. Der nur geringfügig "lichtschwächere" nächstkleinere Bruder 45 CL / CT war in diesen Jahren das wohl meistverbreitete Stabblitzgerät. Metz bot zu dieser Zeit das kompletteste Blitzgeräte- und -zubehörprogramm für nahezu jeden Bedarf an.

Das SCA Adaptersystem

Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch das universelle Adaptersystem SCA (Special Camera Adaption), mit dem die dafür ausgerüsteten Blitzgeräte an nahezu allen Systemkameras betrieben werden konnten. Da fast jeder Kamerahersteller in Sachen TTL-Blitzsteuerung sein eigenes Süppchen kochte, war diese Adapterlösung eine praktische Angelegenheit. Für 100erte Kameras war ein auf die jeweiligen Blitzschuhkontakte und kamerainterne Steuerelektronik abgestimmter Adapter verfügbar. Damit konnten die inzwischen immer ausgefeilteren Blitzsteuerungen zwischen Kamera und Blitzgerät systemgerecht übertragen werden. Es würde den Rahmen dieser Seite bei weitem sprengen, auf das SCA-System im Einzelnen einzugehen.

Auch einige andere Blitzgerätehersteller, wie Agfa, Braun, Philips und andere übernahmen diese ursprünglich von Bosch-Bauer stammende Idee, die Metz in der Folge weiterentwickelte. Das SCA 300-System ergänzte das ursprüngliche einfachere SCA 100 um einige Leistungsmerkmale, der Nachfolger SCA 3000 enthielt dann noch mehr Elektronik und kostete auch entsprechend...



B 100 / N 100- Ing. Heinz Blohm; Plauen/Vogtl. (ELGAWA-Vorläufer)

Blohm N-100Blohm B-100Bei der Vorstellung einiger Blitzgeräte des DDR-Blitzspezialisten ELGAWA Plauen darf dessen Vorgängerbetrieb "Ing. Heinz Blohm, Plauen (Vogtl.)" nicht vergessen werden.

Heinz Blohm beginnt 1946 mit der Herstellung elektrischer Kochplatten und Bügeleisen, 1947 entstanden erste Radios, 1948 auch Universal-Prüfgeräte (unter dem Namen ERWA) sowie Röhrenprüfgeräte. Ende 1950 war der kleine Betrieb auf 80 Mitarbeiter angewachsen. Weit bekannt waren auch die dort entwickelten Elektronenorgeln.

Blohm's Firma wurde 1954 nach dessen "Republikflucht" im September 1953 enteignet und als "Blohm in Verwaltung" an den in Plauen bereits existierenden Kleinbetrieb "VEB ELGAWA Plauen " angegliedert. Dieser wurde 1955 in "VEB(K) Elektronik Plauen" umbenannt. Ende der 1950er Jahre wurde die Rundfunkgeräte-Produktion aber ausgelagert. Letzte Radios entstanden in der Saison 1955/56. Danach produzierte ELGAWA bis 1991 nur noch Fotoblitzgeräte.

Die beiden Fotos zeigen links einen Blohm-Netzblitz N-100 und rechts einen B-100 im Akku-Koffer.

Blohm B-100Blohm-BlitzröhreQuasi als Nebenprodukt der Rundfunkgeräteproduktion entstanden bei Blohm auch die ersten Röhrenblitzgeräte. Der B-100 mit seinem Akkukoffer etwa (Foto oben rechts), wurde von ELGAWA zum weitbekannten Micky-Blitz (unten) weiterentwickelt.
Die Blitzröhre (Bild rechts) verwendet den auch für Rundfunkgeräte gebräuchlichen 4poligen Europa-Sockel Eu. Somit konnte der B-100/N-100 auch als Stromversorgung für den Ihagee ZB3-Ringblitz am Kolpofot verwendet werden. Hierzu braucht nur die in den Hochspannungsstab eingesteckte Blitzröhre entfernt und durch ein entsprechendes Verbindungskabel ersetzt zu werden.

Sammlerfreund Carsten Bobsin, der sich intensiv mit ELGAWA-Blitzerzeugnissen beschäftigt hat, schreibt mir hierzu: "die Betriebsspannung des N100 ist zu niedrig - der ZB3 kann damit nicht zünden. Auch das B100 ist für den Betrieb des ZB3 ungeeignet. Die Betriebsspannung ist viel zu hoch und es kommt zu Fehlzündungen. Blohm selbst hat auch nur das N150 und SB250 für den Betrieb des ZB3 vorgesehen. Später kam noch das B140 dazu, theoretisch geht auch das B70".

Vielen Dank Carsten für diese Information, wer also auch das Kolpofot in der von mir beschriebenen Weise mit einem B-100 oder N-100 Blitzstab bestücken will, kann dies zwar zu Dekorationszwecken tun. Einen praxistauglichen Ihagee-Ringlitz erhält er damit aber leider nicht.

Micky BlitzMicky Blitz

Micky Blitz - ELGAWA, Plauen

1946 gründete Dipl.Ing. Heinz Blohm ein Unternehmen zum Bau von Kochplatten, Bügeleisen, Radios, Prüfgeräten (ERWA), Elektronenorgeln u.a. Auch Elektronenblitzgeräte gehörten zum Fertigungsprogramm des Unternehmens, das 1954 enteignet und dem VEB Elektronik, Plauen/Voigtl. angegliedert wurde.

Daraus entstand unter Einbeziehung der Eisenacher RFT später ELGAWA in Plauen. Dort wurden bis 1991 eine ganze Reihe innovativer Blitzgeräte produziert.


Schon Mitte der 1950er Jahre bot ELGAWA diesen "Micky Blitz" an. Kennzeichen des handlichen Gerätes waren die unterschiedlichen farbigen Ausführungen, in denen der Micky lieferbar war.
Micky BlitzMicky-NetzblitzAls Spannungsversorgung konnte gewählt werden: 4xEJT-Stabelemente (1,5 V Monozellen), NC-Spezialbatterie, Netzteil mit eingebauter Ladeeinrichtung.





Auch als reines Netzblitzgerät war der Micky ohne den Akkukoffer lieferbar (Foto rechts).

ELGALUX Netzblitz - ELGAWA, Plauen

Elgalux Der Micky-Netzblitzer wurde gegen Ende der 1950er Jahre vom Elgalux abgelöst, der in dieser Bauform als reines Netzblitzgerät angeboten wurde. Der Elgalux ist - wie der Micky - in verschiedenen Gehäuseausführungen zu finden, im Foto ein marmoriertes Kunststoffgehäuse.

Elgawa SBN64Für die Stromversorgung seiner Netzblitzgeräte bot Elgawa ein leistungsfähiges Steuergerät SBN 64 an. Dieses konnte auch für den Betrieb der an die Ihagee gelieferten Ringblitzgeräte ZB und RB benutzt werden.

Im Inneren befindet sich ein Trafo, der eine Hochspannungs-Kondensatorbank auf 480V lädt. Diese stehen an zwei Anschlussbuchsen zur Verfügung. Der Anschluss der Blitzgeräte erfolgte über spezielle Starkstrom-Steckverbindungen nach DDR-Norm. Mit einem 4stufigen Drehschalter kann die benötigte Energie von 65-400 Ws (Joule) eingestellt werden. Zusätzlich liefert das SBN 64 noch 6 V-Spannung für das Pilotlicht der Ringblitzgeräte.

ELGABLITZ Studio-Netzblitz - ELGAWA, Plauen

ElgablitzElgablitz ZweitreflektorDer sozusagen "professionelle" Nachfolger des Micky wurde 1963 der Elgablitz, ein Netzblitzgerät, das jedoch zur Studioanlage ausbaubar war. In den Fotos hierzu sehen Sie links das Grundgerät und rechts einen Zusatzreflektor (Duolampe).

Elgatron ZündzelleMit Generator (für 4 Stabbatterien EJT oder NK-Akkus) war dieses Gerät als "ELGATRON" erhältlich. Auch hierzu gab es einen zusätzlichen Stabreflektor und die Duolampe. Ein besonderes Schmankerl ist noch die Zündzelle für die kabellose Blitzauslösung (Prospektfoto).

Elgawa-ZündzelleHier diente ein Foto-Glimmrelais der Deutsche Glimmlampen GmbH Otto Pressler, Leipzig als Zündzelle (Foto).

Elgawa SL3/BZG1Elgawa SL3

SL3 / N 128 VEB ELGAWA Plauen

Das SL3 war in der DDR das "Brot- und Butter-Elektronenblitzgerät", ein kleines Netzblitzgerät, nicht sonderlich leistungsstark, aber zuverlässig. Für den Hausgebrauch war seine Leitzahl 20 durchaus ausreichend. Es wurde ab etwa 1970 in großen Stückzahlen produziert und erst Mitte der achtziger Jahre vom leistungsstärkeren N 128 (Foto unten) abgelöst. Auch heute sind noch haufenweise SL 3 oder N 128 zu finden. Wer quasi zum Nulltarif eine Studioblitzanlage bauen will, kauft für'n Appel und Ei ein halbes Dutzend davon und verbindet diese per Kabelverteiler. Das SL 3 geht zudem höchst selten kaputt...

Elgawa N 128Eine kleine Besonderheit war der zum SL 3 lieferbare Transverter BZG1. Damit - und mit 4 Monozellen 1,5 V - war auch netzunabhängiger Blitzbetrieb des SL3 möglich. Dieses BZG1 ist ein simpler Spannungswandler von 6V-Batterie- auf Netzspannung 220V~.

Nach der Anleitung ist die erzeugte Netzspannung infolge geringer Leistung zwar ungefährlich, erzeugt jedoch "bei zweckentfremdeter oder fahrlässiger Anwendung Stromschläge mit Schreckreaktionen". Ein ergänzendes Beiblatt zur Bedienungsanleitung untersagt zudem eine Verwendung des BZG 1 mit anderen Geräten als dem SL 3!

Offenbar ist dem einen oder anderen Besitzer wohl die praktische Idee gekommen, das BZG 1 für seinen Rasierapparat oder dergleichen beim Camping zu verwenden. Hersteller war übrigens nicht ELGAWA, sondern der VEB Werk für Fernsehelektronik (WF) in Berlin-Weißensee. Das alte Fernsehbildröhrenwerk in der DDR wurde 1995 von Samsung für 1 DM gekauft und 2005 geschlossen.



Ur-Multiblitz

Multiblitz Reporter Ur-Multiblitz - Dr. Ing. Mannesmann, Westhoven / Köln

Im Jahr 1948 entwickelte Dieter Mannesmann in Deutschland das erste Röhrenblitzgerät, wie der Elektronenblitz in den Anfangsjahren hieß. Im Jahr 1949 waren die ersten Multiblitz-Geräte marktfähig. Das Foto - aus "die multiblitz-photographie von Dr. Ulrich Mohr - zeigt das Ur-Modell. Neben Metz ist Mannesmann der letzte überlebende Blitzgerätehersteller in Deutschland. Die Multiblitz-Anlagen decken heute vor allem den professionellen Bedarf ab.




Optatron Super

optatron SUPER NC38 - Loewe Opta, Kronach

Auch die noch heute bestehende Loewe AG, Kronach - wie Metz ein Unternehmen aus der Unterhaltungselektronik - gehörte zeitweise zu den Anbietern von Röhrenblitzgeräten. Weiß und kantig, im Stil dieser Zeit, wurde in den 1960er Jahren unter dem Namen "optatron" eine Serie von Blitzgeräten mit unterschiedlichen Leistungen angeboten. Später wechselte die Gehäusefarbe wie bei fast allen anderen Anbietern modegerecht nach schwarz.







Im Foto ein optatron SUPER NC 38


OSRAM VS 280Osram B220

OSRAM GmbH, München

Erst sehr spät bot der Blitzpionier Osram - einer der Erfinder der Blitzbirne (s. oben) - Elektronenblitzgeräte an. Zwar fertigte Osram in den frühen 50er Jahren auch Xenon-Blitzröhren für andere Gerätehersteller, zu einem eigenen E-Blitzerangebot reichte es aber erst ab etwa 1980. Zudem wurden die Blitzgeräte nicht mehr selbst gebaut sondern aus fernöstlicher Fertigung übernommen. Die Osram-Blitzgeräte boten dann jedoch immer die eine oder andere Besonderheit.

1978 war der "Vario-Reflektor" das erste Elektronenblitzgerät mit horizontal verschiebbarer Blitzröhre. Der damit ausgestattete VS 280 Studio (Foto links) ist zudem ein universeller Computerblitz; sein Vario-Reflektor ist für Brennweiten 28, 40 und 85 mm einstellbar. Außerdem ist er um 90° schwenkbar und kann somit für direktes und indirektes Licht eingestellt werden. Durch das von Metz entwickelte SCA 300-Adaptersystem kann er mit allen bekannten Systemkameras und TTL-Blitzsteuerung zusammenarbeiten.

Ebenfalls 1978 war der im Bild rechts gezeigte B 220 weltweit das erste Elektronenblitzgerät mit teilbarem Schwenkreflektor. Mit dem B 220 kann man also direkt, indirekt oder in beiden Modi gleichzeitig blitzen (Knick-Blitz). Das wird in der Anleitung als besonderer Vorteil für Nahaufnahmen dargestellt.
SunnyboyDer Sunnyboy (Spitzname "Osram Soap") hingegen war im Jahr 1980 eines der ersten "immer dabei" Mini-Blitzgeräte und passt in jede Hosentasche. Klein, leicht (mit Batterie nur 50 g!) und ausreichend lichtstark benötigt dieses Gerätchen ohne jeden Schnickschnack nur eine einzige AAA-Minibatterie. Und weil es auf die Kamera aufgesteckt ziemlich weit vom Objektiv weg ist, gibt es auch keine roten Blitzaugen. Durch Mittenkontakt braucht man für die meisten Kameras kein Verbindungskabel.




PK - Paffrath & Kemper, Köln-Sülz

PK WitronPK WitronAuch der Kölner Hersteller Paffrath & Kemper gehörte zu den Röhrenblitzpionieren. Schon 1950 wurden mit Metron und Witron die ersten Elektronenblitzgeräte hergestellt.




Die Fotos zeigen das zweite PK Röhrenblitzgerät Witron, das um 1952 angeboten wurde. Daten sind mir nicht bekannt.

PK 320PK BlitzeEinige Elektronenblitzgeräte des Kölner Herstellers aus "jüngeren" Jahren. Die zuverlässigen PK-Blitzgeräte hatten einen guten Ruf. Das mittlerweile nach Köln-Lindental umgezogene Unternehmen wurde anfang der 80er Jahre von Kindermann übernommen.




Das rechte Foto zeigt 3 PK-Blitzgeräte aus den späten 1960er Jahren: links der royal 24 und daneben der wohl am meisten verbreitete PK 44 aus zwei verschiedenen Produktionszeiträumen. Der euroblitz im Foto links ist eines der letzten PK-Geräte, schon aus japanischer Fertigung.


ROLLEI - Franke & Heidecke, Braunschweig

Rollei BETA 4Franke & Heidecke, das Elternhaus der klassischen Rolleiflex bot schon in den 1950ern auch Kondensatorblitzgeräte mit Blitzlampen für seine weltweit bekannte zweiäugige Spiegelreflexkamera an. Die Rolleiflash waren gehörige Wuchtbrummen zur Stativmontage oder Befestigung am Rollei-Sucherobjektiv und ließen sich sogar zur Mehrfach-/Studioblitzanlage erweitern.

Ab etwa Mitte der 1960er Jahre gab es auch einige Elektronenblitzgeräte mit dem Rollei Label zu kaufen. Diese waren aber nicht mehr kameraspezifisch und wohl kaum eines davon stammte noch aus Braunschweig. Mit den E15 und E20 waren für die Mutter aller Kompaktkameras, die Rollei 35, gut harmonierende Kompaktblitzgeräte erhältlich, die aber auch mit anderen Kameras verwendbar waren. Daneben gab es diverse Stabblitzer und die üblichen quaderförmigen Aufsteckblitze.

Rollei Beta 4Rollei Beta 4Eines der universellsten kompakten E-Blitzgeräte das ich kenne, ist das ROLLEI Beta 4. Wegen seiner Universalität findet es hier seinen Platz in meiner kleinen Gerätegalerie. Ob und inwieweit diese ganze Mimik bedeutsam für die praktische Fotografie war oder ist, lasse ich dabei mal offen...

Der Blitz mit LZ 24 ist horizontal (axial) und vertikal in Rastern weit verstellbar und ermöglicht somit das Blitzen aus und in allen Lagen. Zudem gehört noch ein Köfferchen mit Tele-, Weitwinkel- und Farbvorsätzen dazu. Für all dies braucht der beta 4 nur 2 Mignonbatterien! Eine übersichtliche Skala auf der Rückseite ermöglicht manuelle Einstellung, es ist aber auch auf Automatic mit einer Messzelle an der Front umstellbar.

Rollei Beta 4Weshalb es trotz dieser Vielfalt heute nur selten zu finden ist, weiß ich nicht. Ich mag auch nicht glauben, dass es noch zahlreiche Anwender gibt, die sich von ihrem Beta Blitz nicht trennen können. Offenbar fand soviel Variabilität eher nicht ausreichend Gegenliebe bei der fotografischen Zielgruppe. Möglicherweise lag es aber auch am damaligen Verkaufspreis. Obwohl Rollei selbst ein Zweigwerk in Singapur hatte, wurde das Beta 4 von Sankyo aus Japan bezogen.





Die Fotos zeigen das ROLLEI Elektronenblitzgerät Beta 4 mit der Rollei SLR für Instamatic-Kassettenfilme, SL26.


Ultrablitz Reporter

Ultrablitz-Reporter - Blaupunkt-Werke, Hildesheim

Neben Mannesmann - die 1948 mit dem Multiblitz in Deutschland den ersten marktfähigen Elektronenblitz entwickelten - war Blaupunkt mit dem Ultrablitz einer der Elektronenblitz-Pioniere. Solche Geräte, die für die Stromversorgung und Steuerelektrik einen Handkoffer benötigten, waren natürlich nur für professionelle Anwendungen zu gebrauchen. Obwohl dieser Ultrablitz Reporter, der 1950 ein Jahr nach dem ersten Ultrablitz auf den Markt kam, "nur noch" 6,3 kg wog, war er sicher kein Amateurgerät.

Zwar war der Koffer nur noch halb so groß wie beim Vorgänger (s. Anzeige weiter oben), doch auch sein Preis von 490 DM (zzgl. Netzteil für alt. Netzbetrieb 25 DM) passte in aller Regel nicht zum Geldbeutel eines Akarette- oder Paxette-Eigners. Die Leitzahl als Leistungsgröße gab es damals noch nicht, doch die Lichtleistung von 12 Mio Lumen in 1/5000 Sekunde lässt erahnen, dass sich mit diesem Gerät durchaus eine kleine Kirche aufhellen ließ. Zentralverschluss-Kameras konnten bis zur damals kürzesten Verschlusszeit 1/500 s. synchronisiert werden.




Posted 2013/03/31; last updated 2016/05/16 Copyright © 2013-2016 by Horst Neuhaus