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Komet

Edixa - der kometenhafte Aufstieg der westdeutschen Exakta

Man verzeihe mir die zweideutige Headline - immerhin hatte ich seinerzeit beim Kauf meiner ersten selbstverdienten Kamera nur die Wahl zwischen diesen beiden einzigen echten SLR-Systemkameras. Später erfuhr ich, daß die Edixa - als das westdeutsche Gegenstück zur Exakta Varex aus Dresden - von ehemaligen Mitarbeitern der Dresdener Ihagee Werke entwickelt wurde. Otto Helfricht – unmittelbar nach Kriegsende erster Werkleiter der Ihagee und Mitkonstrukteur der Exakta - wirkte seit 1951 bei Wirgin maßgeblich am Entstehen der Edixa mit. Dort war er enger Mitarbeiter von Deutschlands Konstrukteur-Genie Heinz Waaske, dem allgemein auch die Entwicklung der Edixa zugeschrieben wird weil er lange Jahre für die technische Entwicklung bei Wirgin verantwortlich war. Doch werden sich diese beiden Spezialisten wohl in idealer Weise gegenseitig ergänzt haben.

Die Edixa, das erste Modell hieß 1954 noch Komet, war lange Jahre die einzige Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Schlitzverschluß aus westdeutscher Fertigung. Auch mit ihren gleichfalls austauschbaren Suchersystemen gibt sie ihre Verwandtschaft zur Exakta gut zu erkennen.

Es überrascht deshalb auch nicht, daß die Edixa als Sonderwunsch sogar mit Exakta – Objektivbajonett geliefert werden konnte!
Ein passender Objektiv-Anschlussring war als “Spezial-Bajonettring Nr. 6“ unter dem Edixa-Code SPERI (DM 10,50 / Katalogpreis 1958) erhältlich.


Auch der Auslösearm für die Objektivblende der Automatikobjektive zu den ersten Edixa-Modellen lässt verwandtschaftliche Gefühle aufkommen - sieht fast gleich aus, nur spiegelverkehrt. Dann ist da auch noch das Edixa Modell D mit dem getrennten Langzeitwerk bis 9 Sekunden....


Objektiv-Auslösearm zur Edixa Objektiv-Auslösearm zur Exakta

Also Pflichtbesitz auch für Exakta-Sammler! Leider – oder anders betrachtet auch als Glücksfall für Sammler - ist die Edixa aufgrund ihrer Modellvielfalt mit teils nur geringen Bauunterschieden offenbar Leuten mit spezifischen Kenntnissen vorbehalten. Für manche Sammler die „vergessene Kamera“, für Liebhaber fotografischer Möglichkeiten alter Kameras hingegen ist die Edixa eine ideale Systemkamera mit fast grenzenlosen Möglichkeiten im Zubehör- und Objektivangebot.

Objektivanschlussring zur Edixa für Objektive

Edixa Prismensucher
mit Exakta-Bajonett

Ich selbst gab die Sammelei von Edixa’s parallel zu meinen Exakta Kameras nach einigen Jahren auf und besitze heute nur noch Weniges aus Wiesbadener Produktion. Im Gegensatz zur Exakta, bei der immer Wert auf Systemkonformität gelegt wurde, gab es bei der Edixa im Laufe der Produktion etliche Inkompatibilitäten. Das betrifft sowohl die Suchersysteme, für die sich zu Beginn der 1960er Jahre der Befestigungsmechanismus änderte, wie auch die Objektive.
Obwohl ihr M42-Objektivanschluß - oft als Pentax / Praktica – Anschluß bezeichnet – eigentlich normiert war, passte nicht immer alles 100%ig auf die Edixa. Bei Objektiven mit manuellen Blenden gibt es so gut wie keine Probleme mit der Edixa. Für die späten Automatikobjektive mit Innenauslösung gelten jedoch Einschränkungen. Zusätzlich versuchte man sich bei Wirgin auch mit einem Objektivbajonett. Die damit ausgestattete Edixa rex wurde jedoch ein Flop.


Mehr zur Technik der Edixa finden Sie in den Kamerabüchern von Friedrich-W. Voigt. "DAS EDIXA-REFLEX-BUCH" erschien in mehreren Auflagen im Heering-Verlag zwischen 1958 bis 1965.



Posted 2008/03/01; last updated 2010/02/25 Copyright © 2007-2016 by Horst Neuhaus