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Exakta Nachfolger - Die Erben by Photo but More

Die Nachfahren der Exakta gliedern sich, um es mal in der Ahnenforschungssprache auszudrücken, in drei nicht miteinander verwandte Zweige. Die Ursachen für die Auflösung des Traditionsunternehmens Ihagee Dresden in den 1970er Jahren finden sich bereits vor dem 2. WK und in der darauf folgenden deutschen Zweistaatlichkeit. Das Nazi Regime beschlagnahmte 1942 das Werk als feindliches Eigentum. Unmittelbar nach Kriegsende sicherte dies zwar zunächst noch die rechtliche Existenz des in der Dresdner Bombennacht Anfang 1944 weitgehend zerstörten Betriebes vor allzu weitgehenden Ansprüchen sowjetischer Besatzungstruppen. Doch 1951 stellte die DDR-Regierung das Werk dennoch unter staatliche Verwaltung. Es wurde in Ihagee AG i.V. umbenannt und der VEB Optik als Treuhänder bestellt. Nur formalrechtlich blieb es noch selbständig. Ihagee-Gründer Johan Steenbergen beanspruchte sein Unternehmen zurück – vergeblich, obwohl er gerichtliche Erfolge verzeichnen konnte. 1959 beschlossen die Aktionäre, den Ihagee-Firmensitz von Dresden nach Frankfurt /M. zu verlegen. Dort wurde 1960 die Ihagee Kamerawerk AG gegründet und ein Jahr darauf Klage um die Namens- und Patentrechte an der Exakta erhoben.
Ihagee WestOriginal Exakta Dresden
Nach dem gewonnenen Rechtsstreit um die Namensrechte führte die Ihagee WEST das bisherige Ihagee-Warenzeichen (Bild links). Das Dresdner Werk musste sich ein neues Warenzeichen einfallen lassen, konnte aber zunächst noch auf den Namen "EXAKTA" zurückgreifen (Bild rechts). Später durfte auch dieser nicht mehr uneingeschränkt verwendet werden und wurde durch "aus DRESDEN" ersetzt.

Dem ostdeutschen Zweig in Dresden gingen Ende der 1960er Jahre die Namensrechte an den alten Ihagee-Namen nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten endgültig an die Ihagee West verloren. Die Ost-Ihagee kreierte darauf eigene Namensschöpfungen – ELBAFLEX, ELBINA, VX1000, VX500, aus DRESDEN unter denen die Exakta zeitweilig auch im Westen vertrieben werden konnte. Die ursprünglichen Namen waren nur noch im "Ostblock", in der DDR oder bei Grauimporten zu finden. Obwohl die Exa – als Neuschöpfung der DDR-Ära – von dem Namensstreit nicht betroffen war, wurde auch sie in das veränderte Namensgefüge einbezogen; VX100 und VX200 hießen sie zeitweilig. Nachdem bereits 1964 die Entwicklungsabteilung dem VEB Pentacon unterstellt wurde, folgte 1968 auch der Vertrieb. 1970 wurde die Ihagee „vertraglich“ an den VEB Pentacon gebunden. 1971 kam dann das Aus für die klassischen Exakta-Kameras aus Dresden - der Ihagee-Geschäftsbetrieb wurde gänzlich eingestellt.

Der VEB Pentacon bot bereits 1969 - noch zu Lebzeiten der klassischen Exakta - eine Variante der neuentwickelten Praktica LLC auch als Exakta RTL1000 an. Dabei durfte auch bei dieser Kamera der Namenszusatz "EXAKTA" nur innerhalb des damaligen sowjetischen Machtbereichs verwendet werden. Exporte in das westliche Ausland hießen schlichtweg "RTL 1000". Doch hatte diese Konstruktion mit der alten Exakta nicht mehr viel gemein. Es wurde lediglich der M42-Anschluss des Schwestermodells gegen ein Exakta-Bajonett ausgewechselt. Immerhin erhielt das Bajonett damit eine Innenblendenauslösung. Zusätzlich zum Auslöseknopf der Praktica spendierte man der RTL1000 noch einen Linksauslöser für die Exakta-Automatikobjektive mit Auslöserarm. Dazu ist jedoch ein Zwischenstück erforderlich (fehlt oft). Auch Wechselsucher wurden angeboten, jedoch in Form einer Neukonstruktion. Damit sind die Suchereinsätze nicht mit der klassischen Exakta kompatibel.
Die RTL1000 wurde nur ein mittelmäßiger Erfolg und nach 3 Produktionsjahren eingestellt. Es gab keinen Nachfolger mehr. Lediglich die Exa Ia wurde noch bis Mai 1977 produziert und dann von den auf M42-Objektivanschluss umgerüsteten Modellen Ib und Ic abgelöst, die es noch bis 1987 zu kaufen gab.

Exakta Real AnzeigeDer westdeutsche Zweig in Gestalt der Ihagee WEST stellt sich gleichfalls nicht als Erfolgsgeschichte dar. Schien der Start mit dem gewonnenen Rechtsstreit um die Exakta-Namensrechte noch erfolgversprechend, wollte es mit eigenen Produkten nicht so recht weitergehen. Die Frankfurter „West“-Ihagee verlegte 1963 ihren Sitz nach München, firmierte dort ein paar bedeutungslose Jahre als Ihagee-Exakta Photo AG und verschmolz mit der 1967 aus dem Verkaufsbüro Westberlin hervorgegangenen Ihagee AG (West).
EXAKTA real
Sie versuchte sich an einer völlig neukonstruierten Exakta. Das Konzept dieser Exakta real war durchaus stimmig – Wechselsucher, größeres Bajonett und TTL-Belichtungsmessung. Als Zugeständnis an die Eigner älterer Objektive gab es zwei Auslöser, diese lassen sich über den sogenannten „Ost/West-Adapter“ anschließen. Doch die Exakta real überlebte das Startjahr 1966 nicht - nur etwa 1000 Kameras fanden einen Käufer. Die geplante TTL-Belichtungssteuerung fehlte beim Start und der Verkaufspreis von knapp 1000 DM war für das Gebotene zu hoch. In der Folge verlegte sich Ihagee-West auf den Vertrieb von in Japan gefertigten Kameras. Die Exakta twin TL (1970-1974) verwendete das größere Bajonett der Exakta real und bot gleichfalls zwei Auslöser. Dank integrierter TTL-Messung verkaufte sie sich besser, war aber gegenüber der Canon-/Minolta-/Olympus-Konkurrenz usw. zu kompliziert und zu schwer. Noch ein paar Jahre überlebte man mit Auftragsfertigungen, Exakta TL 500, TL 1000, FE 2000, Exa 35 unter dem Ihagee WEST-Label. Doch dann war auch hier Schluss, 1976 musste Konkurs angemeldet werden.

Der dritte Erbfolgezweig hatte dann nur noch den Namen mit der klassischen Exakta gemein. Nach dem Konkurs der Ihagee WEST wurde der Markenname Exakta von japanischen Herstellern weiter benutzt. So produzierte Topcon 1977-1979 die Exakta EDX 2 und die Exakta EDX 3, immerhin mit Exakta-Bajonett und Topcon RE-Blendenkupplung. Die 1979 folgende Exakta KE4 von Topcon verwendete jedoch das verbreitete Pentax K-Bajonett. Weitere Kleinbildkameras unter dem Exakta-Label brachte dann Cosina in den Jahren 1983-1988 als Exakta HS-1, HS-2, HS-3, HS-4, HS-10 und HS-40 heraus. Auch hier wurde das Pentax K- und nicht mehr das Exakta-Bajonett eingesetzt. Die Kameras dieser Reihe unterscheiden sich nur geringfügig, sie waren seinerzeit eher im Preiswert-Segment zu finden. Lediglich die HS-3 - ein wenig auf "Luxus" getrimmt - konnte vor allem in den USA gute Verkaufsergebnisse vorzeigen.

Im Jahr 1982 kaufte die Miranda Foto Video GmbH in Nürnberg den Namen Exakta. Heinrich Manderman (u.a. Schneider Kreuznach), der auch an dem Berliner Vertrieb für DDR-Produkte BEROFLEX beteiligt war, übernahm diese Namensrechte und bot 1984 eine weiterentwickelte Pentacon Six als neuerstandene Exakta 66 an. Diese wurde auch von der zum Manderman-Konzern gehörenden EXAKTA FOTO AG, Zürich vertrieben. Die EXAKTA-Technik in Erftstadt-Liblar, zunächst technischer Vertrieb der Ihagee WEST gründete sich um 1990 als Exakta KG am Niederrhein und übernahm 1998 die wiederauferstandene Pentacon GmbH in Dresden. Exakta-Erzeugnisse sind also seit den 1980er Jahren unter verschiedenen Vertriebsadressen zu finden; keines dieser Unternehmen hat jedoch selbst Exakta-Kleinbildkameras gebaut. Nur die EXAKTA 66 wurde vorübergehend in der von Manderman 1986 in Berlin neugegründeten Exakta AG gefertigt.

Die später noch unter dem Namen EXAKTA vertriebenen Produkte - vornehmlich Objektive, aber auch diverse Kompaktkameras - stammen meist aus Korea oder China. Diese Geräte finden Sie hier nicht. Hier möchte ich die Exakta-SLR-Kameras vorstellen, die unter der Regie der Ihagee WEST und in den Jahren nach deren Konkurs in Japan hergestellt und in den 1970/80er Jahren noch unter dem Namen EXAKTA vertrieben worden sind. Die RTL1000 aus DRESDEN finden Sie in einer eigenen Rubrik.

EXAKTA real

EXAKTA real - Ihagee Kamerawerk AG, Berlin (West)

Produktionszeit 7/1966 – 4/1967
Produktionsnummern 0 131 – 01 319; Stückzahl ca. 1000, davon etwa 150 schwarz lackiert

Neu entwickeltes Exakta-Bajonett (46 mm Ø) mit Blenden-Innenauslösung
Wechselsuchersystem mit Prismen- und Lichtschachtsucher; ein ursprünglich geplanter TTL-Suchereinsatz kam nicht mehr zur Auslieferung
Tuchschlitzverschluss 2-1/1000s, B, T, (1/50synchr. 2 Blitzanschlüsse M/X li Frontseite), Selbstauslöser
Doppelauslösung (Frontauslöser rechts + links für alte Exakta-Objektive)

Für die real wurde von den Objektivherstellern Schneider und Schacht eine Palette von Wechselobjektiven mit Blendenautomatik entwickelt und angeboten. Dabei sind wohl mehr Objektive produziert als real-Gehäuse hergestellt worden. Jedenfalls wurden diese Objektive auch noch mit der twin-TL verkauft und sind vergleichsweise häufig zu finden.

Mehr Informationen zur EXAKTA real finden Sie auf der homepage von von Olaf Nattenberg.

EXAKTA twin TLtwinTL Ihagee WEST

Exakta Twin TL - Ihagee WEST / Hersteller zunächst Petri, später Cosina, Japan

Produktionszeit 1970 - 1974
Produktionsnummern 4 631 - 26 652 (eigene Feststellungen)

Objektivbajonett 46 mm Ø (EXAKTA real)
Copal-Metalllamellenschlitzverschluss 1-1/1000s B 1/25synchr. (li Deckkappe seitl. + Mittenkontakt), Selbstauslöser
Doppelauslösung (rechte Deckkkappe + Frontauslöser links für alte Exakta-Objektive)
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA / 15-33 DIN
Messung nur bei Arbeitsblende, Abblendtaste
Batterie RM675 (äquiv. SR44 / PR44)

Die Twin TL ist in mehreren Varianten zu finden. Die Ihagee WEST hatte in ihrem Lieferprogramm zwei unterschiedliche Ausführungen. Neben dem Grundmodell mit dem Objektivbajonett der EXAKTA real konnte man auch eine Ausführung mit M42-Objektivgewinde kaufen (Foto u. links).

EXAKTA twinTL M42Carena MSTLAußerdem gibt es noch baugleiche Kameras der Schweizer Handelskette CARENA (carena MSTL) sowie als BELL & HOWELL TT LII und CAVALIER MSTL. Es ist durchaus möglich, dass noch weitere dieser Kameras als Haus- oder Vertriebsmarken existieren.

Sowohl die Twin TL als auch die carena wurden meines Wissens unter anderem im Vertrieb des niederländischen Ihagee-Importeurs Heynderickx verkauft. Die carena MSTL war zeitweilig auch im PORST-Programm zu finden.

Die Carena (Foto rechts) ist mit dem real-Bajonett ausgerüstet, ob dies auch für die anderen Versionen dieser Cosina/Petri-Konstruktion gilt, ist mir nicht bekannt.

Einen amüsant zu lesenden "Vergleichstest" zwischen einer RTL1000 und einer EXAKTA TWIN TL schrieb Alexander Borell 1971 im FotoMagazin unter seinem Pseudonym "Nörgelmann". Ein kleiner Auszug: "Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Paar Wiener Würstchen? Nicht? - sie sind beide gleich lang, besonders das eine. Und damit haben Sie auch schon einen wesentlichen Unterschied zwischen der "östlichen" RTL1000 und der deutschen, noch östlicher gebauten, EXAKTA TWIN TL: man kann sie beide links oder rechts auslösen, besonders die eine." Seine Benotung schließt mit der Note 4 für beide Kameras: "Geschenkt würde ich sie beide in meiner Sammlung als Warnung dafür aufstellen, was Politik doch alles zerstören kann." No comment!


EXAKTA TL500TL500 Ihagee WEST

EXAKTA TL 500 - Ihagee WEST / Hersteller Petri, Japan

Produktionszeit um 1975/1976
Produktionsnummern etwa 829 000 - 856 000 / Überschneidungen mit TL1000 (eigene Feststellungen)
M42-Objektivanschluss; ansonsten ähnlich Petri FT
Schlitzverschluss 1-1/500s, B, 1/60synchr. (li Deckkappe seitl. + Mittenkontakt)
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA / 15-33 DIN
Messung nur bei Arbeitsblende, Abblendtaste
Batterie PX625
kein Selbstauslöser, keine Verschlusssperre

Nach dem Auslaufen der Twin TL und der Kooperation mit Cosina wurden SLR des japanischen Herstellers Kuribayashi (Petri) in das Lieferprogramm aufgenommen. Dazu war eine kleine M42-Objektivpalette unter dem Namen EXAKTAR AUTO lieferbar. Standardobjektiv war das EXAKTAR 1:1,8/50 mm von Cosina.

TL500TL1000Topansichten von EXAKTA TL500 und TL1000. Einen Unterschied finden Sie lediglich im Verschlusszeitenknopf, der bei der TL1000 (rechtes Bild) bis 1/1000s reicht.


EXAKTA TL1000EXAKTA TL1000 black

EXAKTA TL 1000 - Ihagee WEST / Hersteller Petri, Japan

Produktionszeit etwa 1976-1987
Produktionsnummern um 845 000 - 877 000 / Überschneidungen mit TL 500 (eigene Feststellungen)
M42-Objektivanschluss; baugleich mit Petri TTL / FTX
Schlitzverschluss 1-1/1000s, B, 1/60synchr. (li Deckkappe seitl. + Mittenkontakt), Selbstauslöser
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA / 15-33 DIN
Messung nur bei Arbeitsblende, Abblendtaste
Batterie PX625

Es handelt sich um die gleiche Kamera wie die zuvor beschriebene TL500, jedoch mit zusätzlichem Selbstauslöser und 1/1000s als kürzeste Verschlusszeit. Die TL 1000 war auch mit schwarzem Gehäuse lieferbar. Standardobjektiv war das EXAKTAR 1:1,8/50 mm, auch ein Exaktar 1:1,4/55mm war lieferbar.

EXAKTA FE 2000FE2000 Ihagee WEST

EXAKTA FE 2000 - Ihagee WEST / Hersteller Petri, Japan

Produktionszeit etwa 1976-1987
Produktionsnummern um 523 000 - 528 000 (eigene Feststellungen)
M42-Objektivanschluss (Petri TTL)
Schlitzverschluss 1-1/1000s, B, 1/60synchr. (li Deckkappe seitl. + Mittenkontakt)
Selbstauslöser, Blendenautomatik mit EE-Objektiv,
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA / 15-33 DIN mit 2 Messzellen, Nachführmessung mit Verschlussknopf
Einspiegelung von Belichtungsmesserzeiger und Blendenreihe, Warnung bei Über- und Unterbelichtung im Sucher
TTL-Offenblendenmessung bei EE-Objektiven, Abblendtaste; normale Objektive Messung bei Arbeitsblende
Batterie RM675 (äquiv. SR44 / PR44)

FE2000 offenDie Kamera entspricht weitestgehend dem Modell TL1000, hat jedoch ein schwarzlackiertes Messinggehäuse. Auch technisch hat sie ein wenig mehr zu bieten - im Sucher ist eine mit dem Belichtungsmesser abgestimmte Blendenskala sichtbar. Mit dem EE-Objektiv ist sogar die Auslösung mit Blendenautomatik möglich, die Belichtungsmessung selbst muss jedoch nach wie vor bei Arbeitsblende erfolgen (per Abblendtaste). Die FE2000 ist die allerletzte Exakta im Vertrieb der Ihagee WEST. Standardobjektiv war das EXAKTAR EE 1:1,8/50 mm.

Das Foto rechts zeigt eine geöffnete FE2000. Es ist gut zu sehen, dass mit der klassischen Exakta keinerlei Ähnlichkeiten mehr bestehen.


Nach dem Konkurs der Ihagee AG Berlin im September 1976 gingen die Namensrechte in den Besitz japanischer Hersteller (Chinon?). In der Folgezeit entstanden mehrere Spiegelreflexkameras aus fernöstlicher Produktion unter dem Namen "EXAKTA". Der Hersteller Topcon verwendete aufgrund des alten Lizenzabkommens mit der Ihagee aus den 1950er Jahren zunächst sogar noch das klassische Exakta-Bajonett, ergänzt um die firmeneigene interne Blendenauslösung.

In ihrem Katalog aus dem Jahr 1986 führt die zu dieser Zeit noch existierende Exakta-Niederlassung in New York neben der VX500 auch die FE2000, die TWIN TL und EDX3. Zur EDX 3 ist die umfangreiche TOPCON-Objektivpalette von 17 - 500 mm nebst einigen Zoom-Objektiven mit klassischem Exakta-Bajonett zu finden.

TOPCON RE200

EXAKTA EDX 2 - Tokyo Kogaku (TOPCON), Japan

Produktionszeit 1977/78
Klassisches Exakta-Bajonett mit Topcon-Blendenautomatik
Copal-Metalllamellenschlitzverschluss 1-1/1000s, B, 1/125synchr. (Mittenkontakt und PC-Buchse)
Selbstauslöser
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA / 15-33 DIN; LED-Anzeige im Sucher rot/grün-Waage
Messung mit Offenblende
2 Batterien RM675 (äquiv. SR44 / PR44)

Die EDX-2 ist baugleich mit der Topcon RE 200 (ebenfalls mit klassischem Exakta Bajonett). Sie war sowohl in chrom wie in schwarzer Gehäuseausführung lieferbar.

TOPCON RE300

EXAKTA EDX 3 - Tokyo Kogaku (TOPCON), Japan

Produktionszeit 1978/79
Klassisches Exakta-Bajonett mit Topcon-Blendenautomatik
Copal-Metalllamellenschlitzverschluss 1-1/1000s, B, 1/125synchr. (Mittenkontakt und PC-Buchse)
Selbstauslöser, Motoranschluss, Schnittbildsucher
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA / 15-33 DIN
Messung mit Offenblende
2 Batterien SR44 o. äquiv.

Die EDX-3 ist baugleich mit der Topcon RE 300 (klassisches Exakta Bajonett) und RM 300 (Pentax-K-Bajonett). Von der EDX 2/RE 200 unterschied sie sich durch eine Suchereinstellscheibe mit Schnittbild sowie die Schnittstelle für Motorantrieb.

EXAKTA KE 4

EXAKTA KE4 - Tokyo Kogaku (TOPCON), Japan

Produktionszeit 1979
Objektivanschluss Pentax-K-Bajonett
Copal-Metalllamellenschlitzverschluss 1-1/1000s, B, 1/125s synchr. (Mittenkontakt und PC-Buchse)
LED-Anzeige im Sucher rot/grün-Waage mit Verschluss und Blende gekuppelt
Selbstauslöser, Motoranschluss, Schnittbildsucher
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA/ISO

Messung mit Offenblende
2 Batterien SR44 o. äquival.


EXAKTA HS-1

EXAKTA HS-1 - Hersteller Cosina, Japan

Produktionszeit 1983
Objektivanschluss Pentax K-Bajonett (Cosina CT1)
Copal-Metalllamellenschlitzverschluss 1-1/1000s B 1/125synchr. (Mittenkontakt)
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA/ISO, manueller Abgleich mit drei LED im Sucher
Batterie LR44
Standardobjektiv EXAKTAR MC 1:1,7 / 55mm (6-Linser)

EXAKTA HS-2 - Hersteller Cosina, Japan

Produktionszeit 1983-1988
Objektivanschluss Pentax K-Bajonett (Cosina CT1)
Copal-Metalllamellenschlitzverschluss 1-1/2000s B 1/125synchr. (Mittenkontakt)
Selbstauslöser
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA/ISO
2 Batterien LR44
Standardobjektiv EXAKTAR MC 1:1,7 / 55mm (6-Linser)

EXAKTA HS-3

EXAKTA HS-3 - Hersteller Cosina, Japan

Produktionszeit 1983-1988

Objektivanschluss Pentax K-Bajonett (Cosina CT-7)
LED-Belichtungszeiten-Anzeigen im Sucher
elektronischer Copal-Metalllamellenschlitzverschluss 1-1/2000s B 1/125synchr. (Mittenkontakt)
Zeitautomatik oder manuell mit Drucktasteneinstellung, Selbstauslöser
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA/ISO

2 Batterien SR44 o. äquiv.
Exklusiv ausgestattete Kamera mit brauner Belederung

EXAKTA HS-3 Zu diesem Modell war auch ein Motorwinder lieferbar (Foto rechts und unten. Die HS-3 dürfte damit wohl die einzige Exakta mit Motoranschluss sein.

EXAKTA HS-3 mit MotorDas Foto rechts zeigt eine Exakta HS-3, diesmal mit normal-schwarzer Belederung und einem angesetztem Motorwinder. Das im Foto montierte Ricoh-Objektiv arbeitet in der "P"-Blendenposition mit der Blendenautomatik der Kameras zusammen. Diese entspricht der auch bei einigen Minolta-Modellen üblichen Blendenautomatik-Einstellung.

EXAKTA HS-4

EXAKTA HS-4 - Hersteller Cosina, Japan, Vertrieb Miranda Nürnberg

Produktionszeit 1986-1988

Objektivanschluss Pentax K-Bajonett
Belichtungszeiten-Anzeigen im Sucher mit Skala + LED
elektronischer Copal-Metalllamellenschlitzverschluss 8-1/1000s B 1/125synchr. (Mittenkontakt)
Zeitautomatik oder manuell (2-1/1000s) mit Wipptasteneinstellung im Wahlschalter (MANUAL/OFF/AUTO), elektronischer Selbstauslöser
CdS-TTL-Belichtungsmesser 25-1600 ASA/ISO

2 Batterien SR44 o. äquival.

Einfach zu bedienende, jedoch recht komfortable Kamera mit abschaltbarer Zeitautomatik. In Stellung "AUTO" wird die gewählte Belichtungszeit an der Sucherskala mit einer LED angezeigt. In "MANUAL"-Stellung kann die Belichtungszeit mit dem als Wipptaste konzipierten 3fach-Umschalter eingestellt werden; die vom Belichtungsmesser ermittelte Zeit wird dabei mit einer blinkenden LED angezeigt.

EXAKTA HS-10 - Hersteller Cosina, Japan, Vertrieb Miranda Nürnberg

Produktionszeit 1983-1988
entspricht der HS-2, jedoch ohne Selbstauslöser

EXAKTA HS-40 - Hersteller Seagull, Shanghai/China, Vertrieb Miranda Nürnberg

Produktionszeit 1989/1990

Diese Kamera ist wohl eine Variante der von Seagull, Shanghai/China, produzierten Minolta X-300. Mit Minolta-Lizenz durfte Seagull von diesem Produkt auch Kameras unter eigenem Namen vertreiben (Seagull DF-300). Offenbar sind dabei auch einige andere Ableger entstanden. Eine weitere, technisch nur geringfügig abweichende Version im schwarzen Gehäuse (DF-300x) war die Vorlage für die HS-40.

EXAKTA HS 50

EXAKTA HS 50 (EXAKTA EuroLine) - Hersteller Seagull, Shanghai/China, Vertrieb BEROFLEX Berlin

Produktionszeit um 1988/1990
Objektivanschluss Minolta MD
Zeitautomatik mit Blendenvorwahl, Quartzkontrollierter Schlitzverschluss 4-1/1000s

Minolta X-300Unschwer ist bei dieser Kamera die Verwandschaft zur Minolta X-300 (rechtes Foto) erkennbar. Minolta ließ die X-300 in Shanghai bei Seagull bauen und lizenzierte auch eine Seagull-Variante, die DF-300. Eine leicht abgewandelte Version im schwarzen Gehäuse gab es auch als DF-300x (s. EXAKTA HS-40 oben).

Es existieren noch einige andere Cover-Versionen dieses Modell, z.B. von Porst unter dem Carena-Label vertrieben. Mit Exakta verbindet die HS-50 demnach lediglich noch das Namensschild...



Posted 2013/09/12 - last updated 2013/10/09; Copyright © 2013-2016 by Horst Neuhaus