Kine Exakta 4 - frühe Nachkriegskamera 1945 by Photo but More

Riesenrarität: Kine Exakta 4 aus früher Nachkriegsmontage, Baujahr 1945
ein Verkaufsangebot by Photo but More

Eine höchst seltene Kine Exakta, gefertigt im Spätsommer 1945!!!

Falls Sie glauben, bereits alle Exakta’s in der Vitrine zu haben, dann sehen Sie sich mal diese Bilder an!

Mit einem Klick darauf öffnen sich großformatige Abbildungen

Kine Exakta 4 - Sommer 1945
Kine Exakta 4/1945
Kine Exakta 4/1945
Kine Exakta 4/1945
Kine Exakta 4/1945
Kine Exakta 4/1945
Kine Exakta 4/1945
Kine Exakta 4/1945
Unterscheiden sich die drei Kine Exakta-Versionen aus den Jahren 1936 - 1943 nur in Details, bringen die Nachkriegsjahre unter sammlerischen als auch unter technischen Gesichtspunkten Neuerungen. Hier sind tatsächlich drei unterschiedliche Modelle der Kine Exakta zu betrachten. Die Unterschiede finden Sie in meiner Exakta-Nachkriegsseite im Detail beschrieben.
Hier können Sie jedoch eine Kine Exakta erwerben, die bereits in den ersten Monaten nach Ende des 2. WK noch aus Vorkriegsteilen gebaut worden ist.

Allgemeine Angaben zu dieser Kamera

Mit den 1944 ausgelagerten Teilen wird die Fertigung schon im August 1945 wieder aufgenommen. Somit entsprechen die ersten aus daraus gebauten Kameras in den allermeisten Fällen der Vorkriegsausführung (verchromte Gehäuse, Langzeitknopf mit Rille, Ihagee-Prägung auf Rückdeckel). Auch die Chrom-Qualität der Typenschilder-Altbestände ist erkennbar besser als die der Nachkriegsprodukte. Anfangs mussten nur ganz wenige Teile (Montagezubehör, wie Schrauben oder Federn) beschafft werden - oft in mühsamer Einzelfertigung.

Die Nachkriegsproduktion der Kine Exakta begann etwa bei Fabriknummer 608.500, die erste mir bekannte Kamera aus dieser Fertigung trägt die Nummer 608.477, die letzte die Nummer 609.796. Mit dem Aufbrauch der vorhandenen Teile wurde etwa ab Herbst 1945 immer mehr Neufertigung benötigt. Dies wird bei Gehäusen ab etwa Produktionsnummer 610.xxx sichtbar, selbst wenn diese noch mit den Typenschildern in der traditionellen Schreibweise "Exakta" versehen sind.

Kine Exakta 4/1945
Angebotsbeschreibung dieser Kine Exakta

In den Detailansichten dieser Kine Exakta 609.354 ist gut zu erkennen, dass für die Anbauteile - Frontschilder, Lichtschachtrahmen, Bildzählwerk (14+35), Langzeitknopf mit 1/10s, Rückwand mit Ihagee-Prägung - Vorkriegsbauteile Verwendung fanden.
Damit dürfte diese Kine eine der letzten sein, für die ausschließlich Vorkriegsteile verbaut worden sind. Jedenfalls hat die Nr. 609.701 bereits neugefertigte Frontschilder. Auf diesen Feststellungen basiert auch meine Angabe im Kine-Teil meiner website, dass 1945/46 etwa 1000 Kameras ausschließlich aus Altbeständen gebaut worden sind.

Natürlich hat auch diese exklusiv-Exakta die legendäre technische Komplett-Ausstattung, die eine Exakta universell verwendbar machte – präziser Schlitzverschluss von 12(!) bis 1/1000 sec, B und Z, zusätzliches Vorlaufwerk (=Selbstauslöser, auch für Langzeiten von 6 bis 1/10 sec.), Schnellaufzug, Auslösesperre bei geschlossenem Lichtschacht, Möglichkeit für Doppelbelichtungen, eingebautes Abschneidemesser für teilbelichtete Filme, abnehmbare Rückwand, Blitzsynchronisation, umfangreiches Zubehörprogramm und das universelle Objektivbajonett für tausende Wechselobjektive aller Spitzenhersteller und aus aller Welt von 20 bis 1000 mm Brennweite. Der Lichtschachtsucher ist bei der Kine Exakta noch fest eingebaut und nicht auswechselbar. Die Wechselmöglichkeit kam erst im Jahr 1950 mit der Exakta Vares.

Auch das montierte Objektiv, ein Meyer Trioplan 1:2,9/50 aus frühester Nachkriegsfertigung ist eine absolute Rarität. Das Objektiv wurde in der gleichen optischen Bauweise der Vorkriegsjahre, jedoch in eine einfache Aluminiumfassung ohne Oberflächenbearbeitung gebaut. Für diese Fertigungsweise ist es nach über 60 Jahren in sehr gutem Zustand, sehen Sie selbst:

Trioplan 2,9/50 Trioplan 2,9/50
Trioplan 2,9/50 Trioplan 2,9/50


Vitrinenschild Kine 4 Zustand

Auch in diese Kamera könnten Sie einen Film einlegen und gleich losfotografieren wenn Sie wollen. Aber aufgepasst - mit dem alten Teil werden Sie ungewöhnliches Aufsehen erregen. Doch in der Vitrine macht sie sich natürlich noch besser, als höchst seltenes Präsentationsstück aus der unmittelbaren Nachkriegsproduktion der Ihagee Dresden.
Ich habe alles sorgfältig geprüft und keine erkennbaren Mängel bemerkt. Die Ausrüstung hat nur geringe Gebrauchsspuren eines Fotogerätes dieser Zeit und ist sehr sauber und gepflegt (Zustand B). Dies gilt in gleicher Weise für Chrom, Belederung und Sucherlupe und Spiegel. Der Verschluss arbeitet bei allen Zeiten. Natürlich kann bei Geräten dieser Zeit und dieses Alters keine Gewähr für die Genauigkeit der Funktionen mehr übernommen werden.

Das 3-linsige Meriar 2,9/50 von E. Ludwig, Weixdorf bei Dresden hat Blendenvorwahleinstellung. Das Objektiv ist mechanisch und optisch tadellos, die Gläser sind kristallklar und kratzerfrei, die Fassung hat geringe Gebrauchsspuren. Fokus- und Blendeneinstellung arbeiten einwandfrei.

Angebotspreis € 440

Kamera mit Lichtschachtsucher und Glas-Mattlupe, Objektiv Trioplan 2,9/50, incl. Dokumentation (diese Beschreibung), Vitrinenschild (Bild rechts); zzgl. Versandkosten als DHL-Paket € 5 innerhalb Deutschland, Ausland auf Anfrage e-Mail hneuland@t-online.de

Zubehör, wie Bereitschaftstasche, Filter, Sonnenblende, Zwischenringe, Zusatzobjektiv ist auf Anfrage ebenfalls lieferbar.






Anbieter und Kontakt: Horst Neuhaus, 42329 Wuppertal; email: hneuland@t-online.de
Posted 2018/02/05 - last updated 2018/02/06 - Copyright © 2018 by Horst Neuhaus
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