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Dieser Teil meiner Belichtungsmesserseite ist zur Zeit noch im Aufbau und wird nach und nach ergänzt. Bitte schauen Sie also gelegentlich wieder vorbei, danke. Die Reihenfolge der Belichtungsmesser bestimmt sich bis auf Weiteres nach Name oder Typ des Belichtungsmessers, ausnahmsweise auch nach dem Herstellernamen.
Meine Einführung in das Thema Belichtungsmesser finden Sie auf der Belichtungsmesser-Hauptseite. Dort gibt es auch Informationen zu den anderen Belichtungsmesserarten, die ich in insgesamt 5 Gruppen eingeteilt habe. In diesem Teil meiner Seite finden Sie nach und nach
die ab etwa 1960 angebotenen elektrischen Belichtungsmesser mit Batteriebetrieb - meist mit CdS-Messzelle - sowie
Spezialbelichtungsmesser, wie Colormeter und sonstige Spezialbelichtungsmesser, wie Flashmeter, Dunkelkammermessgeräte u.a.).
Aktuelle Messgeräte sind meist mit elektronischen Bauteilen aufgebaut. Das erste dieser Art - von Spezialanwendungen wie SEI-Photometer einmal abgesehen - war der Lunasix von Gossen. Als Indikatoren für die zu messende Beleuchtung dienen Fotowiderstände, Phototransistoren oder ähnliches. Auch Digitale Anzeigen hielten ihren Einzug in diesen Anwendungsbereich und ersetzten die stoßempfindlichen Drehspulinstrumente. Da ich aber mit meiner Seite keinen aktuellen Fotozubehörkatalog betreiben, sondern zuallererst Sammlergeräte vorstellen möchte, ist in den Aufstellungen in aller Regel bei etwa 1980 Schluss.
Ihre Funktionsweise entspricht prinzipiell den Geräten der Gruppe 3. Der Messumfang und damit die Lichtempfindlichkeit wird jedoch durch zusätzliche Elektronik erweitert. Die klassische Selen-Messzelle wird durch Halbleiterbauteile, wie CdS-Zellen, Phototransistoren und -dioden oder lichtempfindliche Widerstände ersetzt. Raffinierte nachgeschaltete Elektronik, Messbrücken und integrierte Bausteine erweitern die Einsatzmöglichkeiten beträchtlich, machen die Geräte allerdings auch komplizierter und erfordern auf jeden Fall eine Stromversorgung mit Batterien.
Deutsche Belichtungsmesserhersteller galten lange Jahre als weltweit führend. Trotzdem war die Vorstellung des ersten CdS-Belis Lunasix von Gossen eine Überraschung. Der Lunasix wurde auf einen Schlag zum "Maß der Dinge" bei Belichtungsmessern; viele sind sicher - er ist es auch heute noch! Die Konkurrenz und fernöstliche Plagiateure brauchten einige Zeit zum Er- und Aufholen. Erst in den 1980er Jahren wurde in den Nachfolgemodellen das Messelement, der Cadmiumsulfid-Fotowiderstand (CdS), durch eine Silizium-Fotodiode (sbc = silicon blue cell) ersetzt.
Ob und in welchem Maße alle Belichtungsmessgeräte dieser Kategorie als Photographica noch sammelnswert sind, mag jeder Fotosammler für sich selbst eintscheiden. Ich habe einige der japanisch-/koreanisch-/chinesischen Belichtungsmachwerke aufgenommen um die Bauweise im Vergleich zu zeigen. Zum praktischen Gebrauch sind die Geräte überwiegend durchaus nutzbar, wenn man allein dieses Merkmal als Beurteilungskriterium anerkennt. Der Photographica-Sammler rümpft bei den Plastik-Leichtgewichten eher die Nase - ob zu recht oder unrecht, sei dahingestellt. In jedem Fall sollte aber beachtet werden, die Knopfbatterie aus dem Gehäuse zu nehmen, bevor das Gerät zur Aufbewahrung weggelegt wird. Die Batterien können ansonsten nicht nur das Messgerät selbst zerstören, sondern auch noch Kollateralschaden verursachen!
BEWI SUPER

Ernst & Wilhelm Bertram, München, war seit den 30er Jahren einer der größten und bekanntesten Hersteller von Belichtungsmessern. Doch einen CdS-Belichtungsmesser bot das Unternehmen erst 1963 an - drei Jahre nach dem Lunasix.
Der BEWI Super kam im gleichen handlichen Gehäuse auf den Markt wie zuvor der Bewi Automat A und B sowie der Bewi Quick. Das rundliche Design entsprach damals völlig dem Zeitgeschmack. Es wurde selbst von Gossen mit dem Lunasix nachempfunden.
Das kleine und leichte Gerät mit seinem Nachführzeigersystem ist extrem bedienungsfreundlich und erfüllt auch mit seinem Messumfang hohe Ansprüche. Mit dem prestigeträchtigen Lunasix konnte der Bewi Super jedoch nicht konkurrieren und galt eher als Werkzeug für ambitionierte Amateurfotografen.

Die Handhabung des Bewi Super entspricht dem kleineren Bruder Bewi Quick. Das Nachführzeigerprinzip lässt schnelles und sicheres Arbeiten zu. Einen Ein-/Ausschalter sucht man vergeblich, bei Nichtgebrauch muss deshalb die Abdeckklappe geschlossen sein, um nutzlosen Stromverbrauch auszuschalten. Als Batterie war die damals übliche Mallory PX13 vorgesehen. Zur Batterieprüfung ist der Batterie-Verschlussdeckel zu drücken. Mit der Abdeckkappe wird auch die fest angebrachte Diffusorkalotte für Lichtmessung bewegt.
Werte: Filmempfindlichkeit 12-36° DIN / 12-3200 ASA; Blenden 1 - 45; Verschlusszeiten 1 Std. - 1/1000 sek.; Lichtwerte -3 bis 20; CINE 8-128.
BEWI ZOOM-SPOT

In den 1960er Jahren endete die Zeit der klassischen Belichtungsmesser als wichtigstes Aufnahmezubehör. Nahezu alle neu entwickelten Amateurkameras verfügten über integrierte Belichtungssysteme.
Parallel dazu entstanden zwar auch Billigkameras ohne eingebaute Belichtungsmesser. Diese hatten aber oft nur eine Fixfocus-Einstellung für Gelegenheitsknipser, die mit Aufnahmezubehör ohnehin nichts anzufangen wussten. Den professionellen Bereich deckten Gossen mit dem Lunasix und einige aufwendige Spotmeter aus japanischer Produktion ab.
Die meisten Belichtungsmesser-Hersteller gaben damals auf. Gossen und Metrawatt schlossen sich zusammen und spezialisierten sich auf hochwertige Messcomputer. Der Traditionshersteller Bertram, München, unternahm 1968 mit diesem aufwendigen Messgerät einen letzten Versuch, mit einem hochwertigen (und hochpreisigen) Produkt im Markt noch zu bestehen. Parallel dazu wurde noch der BEWI BOY als Billiggerät gebaut. Obwohl dieser BEWI ZOOM-SPOT durchaus leistungsfähig ist und technisch mit den japanischen Spotmetern von Pentax und Minolta mithalten konnte, war ihm kein langes Leben mehr beschieden. Bertram gab Ende 1982 die Produktion endgültig auf.
Der Zoom-Spot hat zwei Messbereiche LOW/HIGH, die mit dem Pistolenknopf umgeschaltet werden. Der Messwinkel ist zwischen 35° bis 1° mit dem seitlichen Drehknopf stufenlos regelbar. Ein Drehzeiger auf der rückseitigen Aluskala zeigt den eingestellten Messwinkel an. Das zu messende Motiv wird mit dem Sucher anvisiert, die Nadel beim Loslassen des Knopfes arretiert. Der angezeigte Messwert (1-17) wird dann wie üblich auf die Einstellskala übertragen. Das Gerät ist handlich und einfach zu bedienen. Die Anforderungen an die Stromversorgung sind recht anspruchsvoll; es werden 2 Stück PX27 benötigt.
Werte: Empfindlichkeit 9-39° DIN / 6-6.400 ASA; Blenden 1-45; Belichtungszeiten 8 Std. - 1/2000 sek.; Lichtwerte -6 bis 20; CINE 8-19-108.
Capital D I
Ein Nachbau des Gossen Lunasix - woher? JAPAN steht drauf, Capital ist eine Handelsmarke in den USA - der Hersteller ist mir nicht bekannt. Das Gerät bietet nahezu die gleichen Werte wie sein Vorbild aus Erlangen. Auch die Bedienungsweise unterscheidet sich nicht großartig. Das Geräte wurde 1972 im Neckermann-Fotokatalog für 59,50 DM angeboten. Es ist wohl baugleich mit dem unten beschriebenen HAMA POINTER.


Auch der deutsche Zubehör-Marktführer Hama kam anfang der 1970er Jahre mit einem ebenfalls dem Lunasix nachempfundenen CdS-Beli auf den Markt. Produziert wurde das Gerät mit den zwei umschaltbaren Messbereichen in Japan. Auf der Rückseite findet man eine Umrechnungstabelle in Lux und foot-Candles. Das Gerät ist wohl baugleich mit dem oben beschriebenen Capital DI. 
In den 1970/80er Jahren wurden die Fotofreunde mit vielen Billig-Belis aus japanischer, chinesischer oder koreanischer Fertigung beglückt. In Deutschland taten sich vor allem Porst und Revue aber auch andere Handelsmarken mit etlichen "eigenen" Typen hervor; die wirklichen Hersteller waren oft nicht oder nur durch Vergleich mit anderen Geräten herauszufinden. 
Um den neuen Gewohnheiten angehender Profifotografen in den 1980 Jahren gerecht zu werden, stattete Hanimex seinen oben vorgestellten CdS-Belichtungsmesser PR-60 mit einem Spiegelsuchervorsatz aus und bot ihn als Spot Meter an. Ich hab' das Teil probiert, mit ein wenig Geduld und guten Augen lassen sich durchaus einige Messwerte erzielen. Ob und in welchem Umfang diese den Erwartungen und Erfordernissen genügen, hab' ich nicht ermittelt.
Dieser Ikophot CD war 1966 zeitgleich mit dem Selen-Beli Ikophot S im gleichen Gehäuse die erste elektronische Belichtungsmesser-Kreation von Zeiss Ikon. Der CdS-Belichtungsmesser ist sehr leicht und handlich und war ohne viel Schnickschnack für den Alltagsgebrauch konzipiert. Hübsche Reminiszenz an alte Ikophot-Tage ist die (jetzt verchromte) Knopflochkette.
Unter den vielen "Einheitsjapanern" die in den 1970/80er Jahren den Belichtungsmessermarkt bevölkerten, war dieser kleine Aufsteckbelichtungsmesser von JONAN ELECTRIC Co. eine positive Ausnahme. Als einer von nur wenigen angebotenen CdS-Aufsteckbelis verwendet dieses Gerät eine Batterie vom Typ PX13 oder baugleich. In Deutschland wurde dieser Belichtungsmesser auch vom Zubehöranbieter RHACO als RHACO COM vertrieben.
Die letzte Ausbaustufe der Metrawatt-Aufsteckbelichtungsmesser für die Leica war der Leica-METER MR ab 1963. Er wurde - lt. Anleitung - speziell für die Leica M4 konstruiert, passt aber auch auf die vorherigen M-Leicas. Er hat einen Messwinkel von nur noch 25°, das entspricht dem 90 mm-Rahmen im Leica-Messsucher.
Der/das Leicameter MR war auch in schwarzer Ausführung lieferbar.
Ein ungewöhnlicher Belichtungsmesser aus niederländischer Fertigung kommt von Phlip van Meeuwen (GFK). Meines Wissens ist dies das einzige Messgerät dieses Herstellers. Das nur 4x4 cm kleine Transistor-CdS-Messgerät kann wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen werden. Die Micro-Messzelle ist in eine Gehäuseecke eingelassen, so dass der Beli während der Messung nicht abgenommen werden muss. Hingegen muss zum Batteriewechsel (625) der Boden abgeschraubt werden.
Messungen mit dem kleinen Beli sind ein Kinderspiel. Das Der Rändelknopf wird solange gedreht, bis der rote Zeiger im Messfenster auf die schwarze Markierung zeigt. Die Belichtungswerte können dann direkt abgelesen werden. Der Messumfang ist enorm, allerdings ist mir der Messwinkel mangels vorhandener Gebrauchsanleitung oder anderer Beschreibungsunterlagen nicht bekannt. Aufgrund der Bauart und der inneren Bauteile datiere ich den Belichtungsmesser auf die späten 70er Jahre.
Mit dem Lunasix gelang es Gossen, Erlangen, im Jahr 1960 die schon zuvor bestehende Position als Weltmarktführer bei Belichtungsmessgeräten zu festigen.
Der Lunasix besaß von Anfang an zwei Messbereiche, die beim ersten Modell mit zwei seitlichen Drucktasten gewählt werden. Beim ersten Modell schaltet sich noch nicht gleichzeitig die Lichtwertskala um, der gewählte Bereich wird mit einer Markierung auf der Skala angezeigt. Der schwarze Knopf gilt für die Lichtwerte 1-12, der graue für 11-21. Die Nadelanzeige wird beim Loslassen der Taste arretiert um den angezeigten Wert auf die Einstellskala in das Fenster mit dem gelben Tropfen übertragen zu können. Die Belichtungswerte können dann aus der oberen Skalenhälfte direkt abgelesen werden.
Messwerte: Empfindlichkeit 9-42° DIN / 6-12.000 ASA; Blenden 1 bis 90; Belichtungszeiten 8 Std. bis 1/4000 Sek.; CINE-Werte 8-128. Im Deckel des Lederetuis ist die Color Finder-Vergleichstafel untergebracht.
Mit dem Lunasix gelang es Gossen, Erlangen, im Jahr 1960 die schon zuvor bestehende Position als Weltmarktführer bei Belichtungsmessgeräten zu festigen. Nach einigen Jahren Bauzeit wurde das Erfolgsmodell geringfügig überarbeitet.
Der Lunasix besaß von Anfang an zwei Messbereiche, die bei diesem Modell mit einem seitlichen Wippschalter umgeschaltet werden. Im Gegensatz zum ersten Modell wird bei der Betätigung des Wippschalters die jeweils gültige Lichtwertskala eingerastet. Die beiden Markierungspunkte auf der Skala bezeichnen jetzt nur noch die Lichtwertskalen 1-12 (schwarz) und 12-22 (hell). Die Nadelanzeige wird beim Loslassen der Taste arretiert um den angezeigten Wert auf die gelbe Einstellskala in das Fenster "SCALE" übertragen zu können. Die Belichtungswerte können dann aus der oberen Skalenhälfte direkt abgelesen werden.
In den Fotos zeige ich den Lunasix 3 als funktionsfähiges Demo-Modell im durchsichtigen Plexigehäuse. Die Normalversion hat das gleiche Gehäuse wie der zuvor vorgestellte Lunasix Version 2.
Der Lunasix besaß von Anfang an zwei Messbereiche, die bei diesem Modell mit einem seitlichen Wippschalter umgeschaltet werden. Wie bereits beim zweiten Modell wird bei der Betätigung des Wippschalters die jeweils gültige Lichtwertskala eingerastet. Die beiden Markierungspunkte auf der Skala bezeichnen die Lichtwertskalen 1-12 (schwarz) und 12-22 (hell). Die Nadelanzeige wird beim Loslassen der Taste arretiert um den angezeigten Wert auf die gelbe Einstellskala in das - wegen der Zusatzelemente vergrößerte - Fenster mit drei Markierungen übertragen zu können. Die Belichtungswerte können weiterhin aus der oberen Skalenhälfte direkt abgelesen werden.
Mit dem Lunasix 3 wurde der damals aufwendigste Gossen Belichtungsmesser zum Systemgerät. Verschiedene Messvorsätze können mit einer Bajonettverriegelung vor das Messfenster gesteckt werden und machen den Belichtungsmesser damit zum Universalgerät. Die Vorsätze können auch bei einigen Nachfolgemodellen des Lunasix 3 noch verwendet werden. 



Der metrastar war 1964 die letzte eigenständige Beli-Schöpfung von Metrawatt vor dem Zusammenschluss mit Gossen. Offenbar wurde Metrawatt von seinem Erlangener Konkurrenten mit dem Lunasix auf dem falschen Bein erwischt. Man hatte diesem Supergerät zunächst nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen.
Minolta stellte 1965 ein neues Messinstrument vor, das schon in seiner ersten Version überzeugen konnte. Das View Meter ist ein leistungsfähiger und sehr handlicher Spot-Belichtungsmesser, mit dessen Sucher sich wirklich gut arbeiten lässt.
Schon auf den ersten Blick ist erkennbar, zu welchen Verwandschaftsbeziehungen der Multi Rex fähig ist. Wie der Lunasix kommt er aus Erlangen, allerdings aus einem anderen Elternhaus. Nachdem die Rex Messinstrumentenbau GmbH um 1947 ihren Firmensitz von München nach Erlangen verlegt hatte, war sie mit einer Neuauflage des Vorkriegs Mini-Rex in den 50er Jahren sehr erfolgreich. Später wurde es etwas ruhiger um Rex, der Multi ist das vorletzte Produkt dieses Hauses. Es folgte noch der REX 400, dann war Schluss mit Rex...
Gemessen wird durch Drücken einer Taste an der rechten Seite, die Nadelanzeige wird beim Loslassen der Taste arretiert um den angezeigten Wert auf die Einstellskala in das Fenster über dem grauen Pfeil übertragen zu können. Die Belichtungswerte können dann aus der unteren Skalenhälfte direkt abgelesen werden.
Das Nachfolgemodell des Multi Rex II lässt auf den ersten Blick keine Änderungen erkennen. Auch bei diesem Beli ist das Vorbild leicht zu erahnen. Wie der Lunasix kommt er aus Erlangen, vom Rex Messinstrumentenbau GmbH. Doch was gab es an diesem ausgereiften Gerät noch zu verbessern? Erst nach genauerer Untersuchung bemerkt man die jetzt gerade gestellte Skala und die Front mit dem Lichtmessdiffusor in Gehäusefarbe. Die wichtigste Veränderung ist jedoch die Stromversorgung - das Modell III benötigt nur noch 1 Batterie PX 13 oder 625! Messumfang und Bedienung blieben unverändert.
Gemessen wird durch Drücken einer Taste an der rechten Seite, die Nadelanzeige wird beim Loslassen der Taste arretiert um den angezeigten Wert auf die Einstellskala in das Fenster über dem grauen Pfeil übertragen zu können. Die Belichtungswerte können dann aus der unteren Skalenhälfte direkt abgelesen werden.
Beim Thema Belichtungsmessung war Olympus schon immer für eine Überraschung gut. Die erste Version der Halbformat-SLR Pen F hat bekanntlich noch keinen Einbaubelichtungsmesser. Der Verschlussknopf auf der Vorderseite ist jedoch mit einem Bajonett zur Aufnahme dieses CdS-Belichtungsvorsatzes ausgerüstet. Damit kann die Verschlusseinstellung - wie bei der Leica M - mit dem Belichtungsmesser gekuppelt werden. 
Ab etwa Mitte der 1970er Jahre bot Gossen eine immer umfangreichere Palette an Belichtungsmessern an. Neben dem Erfolgsmodell Lunasix (s. weiter oben) wurden alte Gossen-Namen, wie Sixtar, Sixtomat oder Sixon als CdS-Neukonstruktionen wiederbelebt.Der Polysix electronic ist jedoch ein durchaus noch sammelnswerter interessanter Belichtungsmesser. Dieses Gerät vereint die klassische Variante der "Lichtwaage" und einem Spiegelreflexsucher mit moderner Transistor-Messtechnik. Zudem ist der Messwinkel in drei Bereichen (10°, 20°, 30°) umschaltbar. Diese sind im Spiegelsucher mit drei unterschiedlichen Ringen gekennzeichnet. Mit dem seitlichen Wippschalter kann - wie beim Lunasix - zwischen zwei Messempfindlichkeiten (grün und rot) gewählt werden. Diese haben auf der Skala verschiedene Zeitenbereiche. Die Blendenskala reicht wie beim Lunasix von 1 bis 90, die Zeitenbereiche sind geringfügig kleiner.

Allerdings ist die Bedienung der aus zwei Miniatur-Glühlämpchen gestalteten Lichtwaage ziemlich gewöhnungsbedürftig. Die analoge (Zeiger-) Variante des späteren Profisix ist leichter zu handhaben. Auch der Sixtomat electronic verfügt über eine Lichtwaagen-Einstellung, jedoch mit mechanischen Markierungen.
Diese erste Version des Polysix hat zwei weiße Glühlampen für die Lichtwaage; er benötigt zwei 1,5 V-Mignon-Zellen zur Stromversorgung. Trotz seiner durchaus attraktiven Ausstattung konnte sich der Polysix electronic wohl aufgrund der beschriebenen Einstellprobleme nicht so recht durchsetzen.
Neben der hier beschriebenen Ausführung gibt es noch ein späteres Modell 2 mit roten Leuchtdioden (Bild links) mit identischen Messwerten.
Messwerte: Empfindlichkeit 6-42° DIN / 3-12.500 ASA; Blenden 1 bis 90; Belichtungszeiten 2 Std. bis 1/2000 Sek.
PORST junior
Billig-Belichtungsmesser mit Batteriebetrieb von Photo Porst und 2 umschaltbaren Messbereichen, etwa 1970/80er Jahre. Plastikgehäuse mit eloxierter Alu-Deckplatte, Made in Japan.
Werte: Empfindlichkeit 9-36° DIN / 6-3.200 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 30-1/2000 Sek.; Cine-Werte.
PORST spezial
Wie auch Quelle-Revue hat Photo Porst in den 1970/80er Jahren die Fotofreunde mit einer Vielzahl von Belis aus japanischer, chinesischer oder koreanischer Fertigung beglückt. Sicher sind beileibe nicht alle schlecht, aber eben billige Plastikgeräte. Als Funktionsvorlage für dieses Teil diente wie so oft der Lunasix von Gossen.
Als beachtenswerte Ingenieurleistung ist vielleicht die im Gehäuseinneren verschiebbare Diffusorkappe zu nennen... Ach so, und die bei anderen Geräten immer wieder vermisste Verschlusszeit 1/8000 s.
Werte: Empfindlichkeit 9-45° DIN / 6-25.000 ASA; Blenden 1-64; Belichtungszeiten 8 Std.-1/8000 Sek.; Lichtwerte -3-25.
PROFISIX

Spätestens ab Mitte der 1980er Jahre wurde der klassische Belichtungsmesser mehr und mehr überflüssig, weil die Kameras durchweg über integrierte Messsysteme verfügten. Um überhaupt noch in diesem Marktsegment bestehen zu können, bot Gossen computergesteuerte Messgeräte mit immer aufwendigeren Messmethoden an. Lediglich das Erfolgsmodell Lunasix wurde in modernisierter Form noch eine Zeitlang weitergebaut.
Wie auch an anderer Stelle schon beschrieben, ist hier für uns Sammler eigentlich nichts mehr zu tun, es sei denn man möchte seine Sammlung um solch teure und fast noch aktuelle Spezialgeräte erweitern.
Lässt einem die Sammelei noch Zeit zum fotografieren, ist ein Profisix oder der digitale Nachfolger Mastersix vielleicht noch ein Gerät für die Praxis. Angenehmer Nebenaspekt - man kann es auch zum Abgleich seiner klassischen Sammlungsgeräte verwenden. Meine Belichtungsmesser-Sammlung findet deshalb mit diesem Profisix aus dem Jahr 1985 ein Ende.
Der Profisix ist auch äußerlich und vom Gewicht her schon als Profigerät erkennbar (was immer man darunter auch verstehen mag). Er verwendet das klassische Messprinzip der "Lichtwaage" und benutzt dazu ein übersichliches analoges Anzeigeinstrument. Mit dem seitlichen roten Taster (drehbar) kann zwischen zwei Messempfindlichkeiten (Sonne und Mond) gewählt werden. Die Blendenskala wurde gegenüber dem Lunasix noch einmal erweitert (0,7 bis 128).
Die Bedienung mit dem großen Drehrad ist ausgesprochen handlich, zumal der rote Messknopf arretiert werden kann. Die analoge (Zeiger-) Anzeige ist sehr viel übersichtlicher und genauer als die des Vorgängers Polysix mit Lichtanzeige. Für den, der's braucht ist es ganz praktisch, dass die Messvorsätze des Lunasix verwendet werden können. Darüberhinaus war jedoch auch noch weiteres Zubehör erhältlich. Das Gerät benötigt eine 9V-Blockbatterie.
Messwerte: Empfindlichkeit 0-51° DIN / 0,8-100.000 ASA; Blenden 0,7 bis 128; Belichtungszeiten 8 Std. bis 1/4000 Sek.; Lichtwerte -8 bis 24.
Revue S-102
Wie auch Photo Porst hat Quelle/Revue in den 1970/80er Jahren die Fotofreunde mit einer Vielzahl von Belis aus japanischer, chinesischer oder koreanischer Fertigung beglückt. Immerhin wurde damit das alte von General Electric erfundene Suchspiel nach den Unterschieden der einzelnen Modelle wieder entdeckt .....
Diese CdS-Variante beglückt ansonsten durch einen seitlichen Drehschalter für verschiedene Modi. Der Verkaufspreis betrug im Foto Quelle-Katalog 1968 DM 34,50.
Werte: Empfindlichkeit 9-40° DIN / 6-6.400 ASA; Blenden 1-45; Belichtungszeiten 4 Min.-1/4000 Sek.; Lichtwerte -3-25; Cine-Werte.
REVUE S120
Wie auch Photo Porst hat Quelle/Revue in den 1970/80er Jahren die Fotofreunde mit einer Vielzahl von Belis aus japanischer, chinesischer oder koreanischer Fertigung beglückt. Immerhin wurde damit das alte von General Electric erfundene Suchspiel nach den Unterschieden der einzelnen Modelle wieder entdeckt ..... Verkaufspreis im Foto Quelle-Katalog 1977 war 42,50 DM.
Gern überlasse ich es deshalb dem Entdeckungsgeist des geneigten Sammler, die bahnbrechenden Unterschiede zwischen einigen Modellen selbst herauszufinden. Deshalb will ich hier auf die Aufführung der Werte verzichten.
REVUE S130
Wie auch Photo Porst hat Quelle/Revue in den 1970/80er Jahren die Fotofreunde mit einer Vielzahl von Belis aus japanischer, chinesischer oder koreanischer Fertigung beglückt. Immerhin wurde damit das alte von General Electric erfundene Suchspiel nach den Unterschieden der einzelnen Modelle wieder entdeckt ..... Verkaufspreis im Foto Quelle-Katalog 1977 war 52,50 DM.
Gern überlasse ich es deshalb dem Entdeckungsgeist des geneigten Sammler, die bahnbrechenden Unterschiede zwischen einigen Modellen selbst herauszufinden. Deshalb will ich hier auf die Aufführung der Werte verzichten.
Revue F CdS

Aus dem Einheitsbrei der von Photo Porst und Quelle/Revue in den 1970er Jahren verbreiteten CdS-Belichtungsmessern aus japanischer, chinesischer oder koreanischer Fertigung ragt dieses Modell ein wenig heraus. Die etwas eigenwillige Gehäuseform ist nicht unbedingt handlich, wenn man ein solches Gerät mit einer Hand bedienen möchte. Doch ist diese Form von einem Ei mit abgeschlagener Kuppe irgendwie attraktiv.
Dieser Beli hat einen seitlichen Drehschalter für Batterietest, Aus, H und D. Ob das Gerät auch mit einem Diffusor für Lichtmessung ausgestattet war, ist nicht erkennbar. Die recht schmale Kanalskala vermittelt nicht unbedingt das Gefühl von Übersichtlichkeit. Der Revue F-CdS wurde im Foto Quelle-Katalog 1966 für 37,50 DM angeboten.
Werte: Empfindlichkeit 9-39° DIN / 6-6.400 ASA; Blenden 1-45; Belichtungszeiten 60-1/4000 Sek.; Lichtwerte -3 bis 23; Kinogänge 8-64..
REX 400

Einen recht würdelosen Abschied aus dem Belichtungsmesserbau präsentiert die Rex Messinstrumentenbau GmbH, Erlangen, mit diesem hässlichen CdS-Beli wohl um 1970.
Mit der Neuauflage des Vorkriegs Mini-Rex in den 50er Jahren schuf sich das Unternehmen einen guten Ruf, konnte in späteren Jahren aber nicht mehr an die Verkaufserfolge der Mini Rex II-Belis anknüpfen. Auch der Lunasix-Nachbau Multirex wurde kein Verkaufsschlager mehr. Dem "Design" nach könnte der REX 400 gut aus DDR-Fertigung stammen, auch sein Plasteetui hat östliches Flair.
Für den REX 400 sprechen seine Kleinheit, geringes Gewicht und gute Bedienbarkeit mittels Nachfühzeiger. Als Stromversorgung benötigt das Gerät eine Knopfzelle PX13 oder 625.
Messwerte: Empfindlichkeit 9-36° DIN / 6-3.200 ASA; Blenden 1,4 bis 32; Belichtungszeiten 30 Min. bis 1/1000 Sek.; Lichtwerte -2 bis 22.
RHACO COM Aufsteckbelichtungsmesser

Der bereits als JONAN COM beschriebene CdS-Aufsteckbelichtungsmesser wurde auch vom deutschen Zubehöranbieter RHACO unter eigenem Namen vertrieben. Das Gerät des japanischen Herstellers war in den frühen 1970er Jahren mit Sicherheit eines der kleinsten seiner Art.
Trotz des kleinen Kunststoffgehäuses hat der "COM" eine handliche und übersichtliche Einstellscheibe. Die dem JONAN COM entsprechenden Werte sind beachtlich, wenn auch - wie bei vielen japanischen Belis dieser Jahre - nicht unbedingt praxisgerecht (1/8000s??).

Das Größenverhältnis zeigt das rechte Foto mit einer Leica M3. Unter den vielen "Einheitsjapanern" die in den 1970/80er Jahren den Belichtungsmessermarkt bevölkerten, war die Form dieses kleinen Aufsteckbelichtungsmessers eine positive Ausnahme. Seiner Größe entsprechend benötigt er eine Batterie vom Typ PX13 oder baugleich.
Werte: Empfindlichkeit 9-39 DIN / 6-6400 ASA; Blenden 1-64; Belichtungszeiten 2 Std. - 1/8000 Sek.; Lichtwerte -1 - 24.
SEKONIC MICRO-LEADER K

Einige japanische CdS-Belichtungsmesser ragen durchaus aus der Masse der Plastic-Billiggeräte heraus. Der Micro-Leader von Sekonic zählt sicher dazu. Das Gerät steckt im gleichen Gehäuse, wie die vergleichbaren Selen-Belis von Sekonic und wirkt qualitativ durchaus hochwertig. Es kam schon einige Jahre nach dem Lunasix als erster eigenständiger CdS-Belichtungsmesser aus japanischer Fertigung auf den Markt. Das handliche Gerät mit H/L-Messbereichsschalter hat Nachführzeiger und verbraucht nur bei Druck auf die seitliche Messtaste Strom.
Werte: Empfindlichkeit 9-42° DIN / 6-12.000 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 8-1/2000 Sek.; Lichtwerte -2-19; Cine-Werte.
SEKONIC MICRO-CLIPON

Zweifellos kein Nachbau ist dieser kleine CdS-Belichtungsmesser von Sekonic, der mit dem passenden Steckschuh wohl auch als Aufsteckbelichtungsmesser brauchbar ist. Das Mini-Gerät mit High/Low-Messbereichsschalter hat zwei Lichtwertskalen (3-11 rot/11-18) und verbraucht nur bei Druck auf die Messtaste Strom. Der angezeigte Lichtwert wird auf den Ausschnitt in der Drehskala übertragen.
Werte: Empfindlichkeit 9-42° DIN / 6-12.000 ASA; Blenden 1-32; Belichtungszeiten 16-1/2000 Sek.
Shepherd AM 130
In den 1970/80er Jahren wurden die Fotofreunde mit vielen Billig-Belis aus japanischer, chinesischer oder koreanischer Fertigung beglückt. In Deutschland taten sich vor allem Porst und Revue mit etlichen "eigenen" Marken hervor; die wirklichen Hersteller waren oft nicht oder nur durch Vergleich mit anderen Geräten herauszufinden.
Diese CdS-Variante hat Ähnlichkeiten mit dem Revue S102. Ein seitlicher Drehschiebeschalter war wohl dafür zuständig, die Skala auf verschiedene Modi umzustellen.
Werte: Empfindlichkeit 6-39° DIN / 9-6.400 ASA; Blenden 1,4-45; Belichtungszeiten 2 Min.-1/2000 Sek.; Cine-Werte.
SIXON 2

Dieser CdS-Belichtungsmesser von Gossen, Erlangen, wurde Ende der 1970er Jahre hergestellt. In diesen Jahren legte Gossen seine klassischen Belichtungsmessermarken Sixtomat und Sixon in CdS-Versionen noch einmal neu auf.
Der Sixon 2 war neben dem letzten verbliebenen Selen-Belichtungsmesser Sixtino 2 das kleinste und einfachste Gerät mit einem Messbereich. Die Einstellung wird nach dem klassischen Lichtwertsystem vorgenommen, bei dem der Anzeigewert zwischen 1-15 mit dem Drehrad auf die Ableseskala übertragen wird.
Werte: Empfindlichkeit 9-36° DIN / 6-3200 ASA; Blenden 1,4 - 22; Belichtungszeiten 15 Min. - 1/2000 Sek.; CINE-Gangzahlen 4,5-96; Messwinkel ca. 30°.
SIXTAR

Wie konnte ich nur den Sixtar vergessen, den kleinen Bruder des Lunasix? Neben dem Lunasix war der Sixtar Mitte der 60er Jahre eine Neuschöpfung von Gossen mit CdS-Messtechnik. Fast 20 Jahre war er als "kleinerer Bruder des Lunasix" vor allem bei Fotoamateuren recht erfolgreich.
Der Sixtar hat kaum geringere Möglichkeiten als der Lunasix. Er ist etwas kleiner, verfügt aber ebenfalls über 2 Messbereiche, die mit dem seitlichen Kippschalter umgeschaltet werden. Lediglich der Batterieanzeige-Prüfknopf befindet sich etwas unzugänglich auf der Gehäuse-Unterseite. Die Bedienung erfolgt hingegen auf altbewährte Weise mit einem Nachführzeiger. Für den "Normal"-Fotografen ist der Sixtar das eindeutig handlichere Gerät.
Werte: Empfindlichkeit 9-42° DIN / 6-12500 ASA; Blenden 1 - 45; Belichtungszeiten 2 Std. - 1/2000 Sek.; Lichtwerte -6 bis 24; CINE-Gangzahlen 8-128;
SIXTAR 2 sbc
Neben dem Lunasix war der Sixtar Mitte der 60er Jahre eine Neuschöpfung von Gossen mit CdS-Messtechnik. Fast 20 Jahre war er als "kleinerer Bruder des Lunasix" vor allem bei Fotoamateuren recht erfolgreich. In den 1980er Jahren erhielt diese komplett überarbeitete Neuauflage auch eine neue Messtechnik mit einer Silizium-Fotodiode. Die mit dieser Technik ausgestatteten Belichtungsmesser erhielten den Namenszusatz "sbc" (Silicium blue Cell). Der Sixtar war der preiswerteste mit sbc-Technik lieferbare Belichtungsmesser. Das Messwerk arbeitet mit dem praktischen Nachführzeigerprinzip.
Dieses trägheitsarme Messelement ermöglicht eine schnellere Anzeige. Außerdem kann die spektrale Empfindlichkeit der Siliziumdioden mit der nachgeschalteten Elektronik dem menschlichen Auge weitgehend angeglichen werden. Die schnellere Anzeige kommt vor allem bei niedrigen Beleuchtungsstärken zum Tragen. Für spezielle Anwendungen sind dies mit CdS-Widerständen nicht erreichbare Vorzüge.
Messwerte: Empfindlichkeit 6-42° DIN / 3-12.500 ASA; Blenden 1 bis 45; Belichtungszeiten 2 Std. bis 1/2000 Sek., Gangzahlen für Filmkameras 4,5-96 Bilder/s
SIXTOMAT electronic

Ab etwa Mitte der 1970er Jahre bot Gossen eine immer umfangreichere Palette an Belichtungsmessern an. Neben dem Erfolgsmodell Lunasix (s. weiter oben) wurden alte Gossen-Namen, wie Sixtar, Sixtomat oder Sixon als CdS-Neukonstruktionen wiederbelebt.
Für uns Sammler ist hier ein vernünftiger Endpunkt erreicht, es sei denn man möchte seine Sammlung um eine Vielzahl mehr oder weniger gleichartiger - und auch immer teurerer - Geräte endlos erweitern. Zudem tritt man ab etwa 1985 bei den komplizierten Belichtungscomputern, wie dem Mastersix, in Konkurrenz zu Anwendern.
Auch meine Sammlung findet mit Geräten wie dem Profisix aus der Zeit um 1980 ein Ende.
Wie der Polysix electronic ist dieser Sixtomat electronic noch ein durchaus sammelnswerter Belichtungsmesser. Dieses Gerät vereint die klassische Variante der "Lichtwaage" mit CdS-Messtechnik. Mit dem seitlichen Taster wird das Gerät eingeschaltet. Durch Drehen des Einstellrades wird der grüne Zeiger in den runden Skalenausschnitt gedreht. Die Bedienung ist nicht unbedingt handlich, weil zugleich die Messtaste gedrückt und das Einstellrad gedreht werden muss.
Diese erste Version des Sixtomat electronic hat einen grün/roten Zeiger für die Einstellwaage; er benötigt zwei 1,5 V-Knopfzellen zur Stromversorgung. Neben der hier gezeigten Ausführung gibt es noch ein späteres Modell 2 mit normaler Zeigereinstellung.
Messwerte: Empfindlichkeit 9-42° DIN / 6-12.500 ASA; Blenden 1 bis 45; Belichtungszeiten 2 Std. bis 1/2000 Sek.; Lichtwerte -6 bis 24; CINE 8-128.
SOLIGOR UF-II
Auch der japanische Optik- und Zubehöruniversalist mischte seit den 1970er Jahren in der Plastic-Billig-Beli-Liga mit. Möglicherweise waren diese Gerätchen auch baugleich mit den Porst- oder Revue-Messern. Die Messwerte sind zum Teil beeindruckend, wenn sie denn funktionsgerecht angezeigt werden...
Dieses Teil hat noch nicht einmal einen Messschalter, es muss durch Drehen der Skala eingeschaltet werden. Dafür wiegt es - ohne Batterie - auch nur 34 g. Katalogpreis 1990 war 69,- DM.
Werte: Empfindlichkeit 9-39° DIN / 6-6.400 ASA; Blenden 1-90; Belichtungszeiten 15-1/2000 Sek.; Lichtwert 1-20; Cine-Werte.
Unittic

Ebenfalls ein Nachbau des Gossen Lunasix - woher? MADE IN JAPAN steht ganz klein drauf, Unittic ist eine Handelsmarke - der Hersteller ist mir nicht bekannt. Das Gerät bietet ähnliche Werte wie sein Vorbild aus Erlangen. An der rechten Geräteseite ist eine Schaltwippe für den L und H-Bereich. Die Skalenwerte (1-10 L bzw. 10-18 H) müssen in das LIGHT-Fenster der Drehskala übertragen werden. Lästig ist, dass die Nadel nicht arretiert werden kann.
Werte: Filmempfindlichkeit 9-42° DIN / 6-12.000 ASA; Blenden 1-32; Verschlusszeiten 8 Min-1/8000 Sek.; Lichtwerte -3 - 20.
universa CD

Dieser universa CdS-Belichtungsmesser ist bauidentisch mit dem Multi Rex der Rex Messinstrumentenbau GmbH, Erlangen. Er entspricht diesem auch völlig in Aussehen und Bedienung. Rückseitig steht als Hersteller jedoch universa FOTOTECHNIK G.mb.H.
Der Messumfang ist mit dem des Lunasix identisch. Wie sein Vorbild hat er zwei Messbereiche, die mit einer seitlichen Schiebetaste gewählt werden. Diese Taste ist zugleich für die Batteriekontrolle zuständig. Die Skala wird dabei nicht - wie beim Vorbild - umgeschaltet, man muss sich beim Ablesen also den Messbereich merken. Im Nachtbereich werden die Lichtwerte 1-11, im Normalbereich 12-21 benutzt.
Gemessen wird durch Drücken einer Taste an der rechten Seite, die Nadelanzeige wird beim Loslassen der Taste arretiert um den angezeigten Wert auf die Einstellskala in das Fenster über dem grauen Pfeil übertragen zu können. Die Belichtungswerte können dann aus der unteren Skalenhälfte direkt abgelesen werden.
Messwerte: Empfindlichkeit 9-42° DIN / 6-12.000 ASA; Blenden 1 bis 64; Belichtungszeiten 8 Std. bis 1/4000 Sek.; Lichtwerte -9 bis 22.
YAMATAR de Luxe

Auch dieser japanische CdS-Belichtungsmesser ragt aus der Masse der Plastic-Billiggeräte heraus. Yamatar de Luxe ist ein Messgerät mit integriertem Spiegelsucher (wie Metrastar) der eine genaue Motivauswahl möglich macht. Das Gerät hat zwei Messtasten jeweils für einen Messbereich.
Werte: Empfindlichkeit 6-41° DIN / 3-12.800 ASA; Blenden 0,7-32; Belichtungszeiten 480-1/4000 Sek.; Lichtwerte -3-22; Cine-Werte.
WEIMARLUX cds

Dieser Belichtungsmesser aus dem VEB Feingerätewerk Weimar wurde ab Ende der 1960er Jahre in der damaligen DDR angeboten. Das leichte und zuverlässig anzeigende Messgerät mit CdS-Messzelle ist einfach zu handhaben.
Er ist im praktischen Gebrauch mein persönlicher Lieblingsbeli noch vor dem Lunasix und dient mir zugleich als Referenzgerät, wenn ich andere Belichtungsmesser ausprobiere. Bei Vergleichsmessungen unter normalen Bedingungen habe ich keine signifikanten Unterschiede bei den Messergebnissen zwischen dem Weimarlux und dem Lunasix feststellen können.
Die Handhabung ist einfach, logisch und problemlos - auch mit der linken Hand. Der seitliche Umschalter für die zwei Messbereiche schaltet gleichzeitig die Werte der Anzeigeskala um (1-13/13-22). Mit dem griffigen Rändelrad wird der angezeigte Wert auf der unteren Skala auf die Pfeilmarke oder eine der Zahlen 2/4/8/16 (für Verlängerungsfaktor) gedreht. Der Belichtungswert lässt sich im oberen Skalenteil übersichtlich ermitteln. Sehr praktisch ist auch das unverlierbare Einschubetui.
Während ich die weiter unten beschriebenen Detailunterschiede der späteren Weimarlux CdS erst bei der Zusammenstellung dieser Seite bemerkte, war mir eine weitere Entwicklung im Gehäusedesign zwar bekannt. Mir fehlte jedoch das passende Gerät, um diesen Unterschied bildlich zu zeigen. Inzwischen hat sich auch die Ursprungsversion in meiner Sammlung eingefunden, so dass ich den (kleinen) Unterschied im linken Foto zeigen kann.
Die allererste Version (Ausführung 0, ganz links) des Weimarlux CdS hatte neben der schwarzen Zeitskala und dem Qualitätsprädikat /1\ als Alleinstellungsmerkmal noch einen Batteriefachdeckel aus Metall. Die Herkunftsbezeichnung lautet hier übrigens "MADE IN GERMANY", bei den späteren mir bekannten Geräten "MADE IN DDR". Bei allen späteren Ausführungen (1-3) ist der Batterieverschluss aus weißer Plaste. Das Batteriefach selbst war natürlich auch etwas anders konstruiert, weil ja bei der Metallversion der Verschlussdeckel die Verbindung zum Pluspol der Knopfzelle herstellte. Die Skalenteilung und -ausführung entspricht der in der oberen Reihe rechts gezeigten Version (Ausführung 0 und 1).
Was einem nur durch Zufall auffällt, zeige ich in sechs Fotos rechts - Skalenvarianten.
Der Weimarlux CdS trug anfangs noch das DDR-Qualitätsprädikat /1\. In dieser Zeit wurde die Farbe der Zeitenskala von schwarz nach blau verändert (Ausführung 2).
Die Skalenbeschriftung war zunächst schwarz (Ausführungen 0 und 1). Die blaue Beschriftung ist aber auch schon bei den Geräten mit (zweite Reihe) als auch bei den späteren Ausführungen ohne Qualitätsprädikat (dritte Reihe) zu finden.
Diese verschiedenfarbigen Skalenausführungen sehen Sie in den Fotos der ersten und zweiten Reihe.
Ab Mitte der 1970er Jahre wurden keine Qualitätsprädikate mehr verwendet. Die entsprechende Weimarlux CdS-Version ist in dem unteren Foto (Ausführung 3) abgebildet. Hier sind aber auch die Werte in der Anzeigeskala geringfügig anders angeordnet, offenbar erhielt der Belichtungsmesser ein anderes Messinstrument. In den Werten, der Funktion und in der Bedienung hat sich hingegen nichts verändert.


Ich gebe Ihnen absolut Recht, wenn Sie jetzt sagen "das sind doch Spitzfindigkeiten ohne jede praktische Bedeutung!". Doch wenn man schon mal dabei ist, alte Belis zu sortieren, fallen auch solche Kleinigkeiten auf. Ob das sammelnswert ist, mag ein Jeder selbst entscheiden. Es ist etwa so bedeutend wie unterschiedliche Zähnungen oder Wasserzeichen bei Briefmarken .....
Werte: Empfindlichkeit 9-45° DIN / 6-25.000 ASA; Blenden 0,5 - 45; Belichtungszeiten 8 Std. - 1/4000 Sek.; Cine-Werte.
Alle Farbfilme, aber auch Digitalkameras, sind von hause aus für eine bestimmte Farbtemperatur eingestellt. Während man diese bei Digitalkameras heute mit dem Weißabgleich variieren kann, war und ist bei Farbfilmen eine Anpassung an die bei der Aufnahme vorherrschende Farbtemperatur nur mit Korrekturfiltern möglich. Unser Auge kann die Farbe des Lichtes (Beleuchtung) zwar nach Farbtönen unterscheiden, die beleuchteten Gegenstände rechnet es jedoch in die uns bekannte Farbe um. Die rote Kirsche sehen wir bei jedem Licht, selbst im Mondschein, als rot.
Zwar erkennt der normalsichtige Mensch auch kleinste Farbunterschiede, wenn er sie nebeneinander im direkten Vergleich sieht. Wird jedoch alles von einem Farbton beleuchtet, ist unser Auge nicht mehr objektiv. Der Farbfilm hingegen sieht die Farbe so wie das Licht sie beleuchtet. Weicht die Beleuchtung also vom "Normalwert" (~ 5800° Kelvin) ab, erhält das Foto unweigerlich einen sogenannten Farbstich. Während bei Farbnegativfilmen in gewissen Grenzen noch ein Ausgleich bei der Bildherstellung möglich ist, führen von der Normaltemperatur abweichende Lichtwerte beim Farbumkehrfilm ohne Ausgleichsfilter immer zu einer falschen Farbwiedergabe.
Die meisten Tageslichtfilme waren auf eine "normale" Farbtemperatur von etwa 5.800° Kelvin eingestellt, Kunstlichtfilme auf Werte um 2.400°K. Liegt die Farbtemperatur bei der Aufnahme darüber (z.B. im Schnee, bei blauem Himmel oder am Strand) oder darunter (Morgen- und Abendsonne, Lampenlicht) muss mit einem Korrekturfilter ausgeglichen werden, falls die vorherrschende Farbstimmung das Bildergebnis nicht beeinflussen soll. Am bekanntesten sind hier die sog. Skylightfilter, die um die Mittagszeit eine höhere Blaustrahlung ausgleichen. Mehr zum Thema Filter finden Sie bei Interesse auf meiner Filterseite.
Für die Farbtemperatur werden nicht nur die üblichen Kelvingrade, sondern teilweise auch "Mired"-Werte verwendet. Der Mired (micro reciprocal degree) Wert errechnet sich nach der Formel 1.000.000/°K-Wert. Manchmal (z.B. für die Bestimmung von Konversionsfiltern) wird auch der um den Faktor 10 verringerte "Dekamired"-Wert benutzt. Das liest sich ein wenig kompliziert. Wer öfter damit umgehen muss, kann es jedoch in der Praxis gut und leicht anwenden. Beispiel: die gemessene Farbtemperatur 12.000° Kelvin (=8,3 Dekamired) soll mit einem Color-Konversionsfilter in den Normalwert 5.800° Kelvin (=17,3 Mired) umgewandelt werden. Die Substraktion der beiden Zahlen (17,3 - 8,3) ergibt den Wert für das Konversionsfilter = 9, in diesem Fall also R9! Viele Filterhersteller verwenden die Dekamired-Werte zur Bezeichnung ihrer Color-Konversionsfilter, das normale Skylightfilter hat meist den Wert R 1,5. Andere Hersteller - der bekannteste ist Kodak - verwenden eigene Bezeichnungsverfahren. Zur Filterbestimmung braucht es dann ein gutes Gedächtnis oder eine Tabelle (finden Sie auch auf meiner Filterseite: Filtervergleichstabelle).
Neben der Erfahrung gibt es auch einige Hilfsmittel, um die Farbtemperatur annähernd bestimmen zu können. Das bekannteste ist wohl die Colorskala auf dem Gossen Sixtomat x3. Genaue Werte liefert aber nur ein Farbtemperaturmessgerät (Color Meter), das im Idealfall sogar gleich das passende Filter anzeigt (LIFA, Rebikoff Vers. 2, Sixticolor). Das Gerät arbeitet im Prinzip wie ein Belichtungsmesser indem es jeweils den blauen und roten Lichtanteil misst und das Messergebnis per Messbrücke anzeigt. Der praktische Wert wird dann über eine Skala oder mit geeigneten Tabellen ermittelt. Das Angebot an Color Metern ist bei weitem nicht so umfangreich wie Belichtungsmesser, die bekannteren finden Sie hier.
A-Z Color-Tester / WERRALUX Colortester

Ein einfaches, gleichwohl bei Tageslicht gut brauchbares Farbmessgerät war dieser A-Z Color-Tester aus dem Jahr 1956. Der Messvorsatz wurde gemeinsam vom VEB Feingerätewerk Weimar und dem Filterhersteller Arnz, Jena als Zubehör zum WERRALUX-Belichtungsmesser entwickelt. Er ist sowohl unter dem Namen "A-Z" als auch "WERRALUX" zu finden und kann auch noch an dem späteren weimarlux verwendet werden. Der Vorsatz wird anstelle der Diffusorscheibe vor den Beli gesetzt.
Der Messvorgang ist so simpel wie zuverlässig. Zunächst wird die Messeinheit mit dem blauen Vorsatz in Richtung Lichtquelle gehalten und der Nachführzeiger auf den Nadelausschlag gestellt. Auf der Lichtwertskala (äußere grüne Skala) wird der Lichtwert abgelesen. Anschließend wird der rote Vorsatz vor die Messzelle geschoben und wieder der Lichtwert festgestellt. Stimmen beide Werte überein, ist das Licht für den üblichen Tageslichtfilm mit etwa 5800°K farbstichfrei.
Ergibt sich ein abweichendes Anzeigeergebnis, besteht eine Farbtemperaturdifferenz zum Normalwert. Je nachdem, ob mit dem blauen oder dem roten Vorsatz ein höherer Lichtwert gemessen wird, ist die Farbtemperatur niedriger (höherer Rotwert) oder höher (höherer Blauwert). Die Tabelle auf dem Colortester-Etui gibt Auskunft über die vorherrschende Farbtemperatur zwischen 4700 bis 18500 °K und zugleich über das erforderliche Korrekturfilter. Aufgrund der Kooperation mit dem Filterhersteller Arnz, der damals die A-Z Colorfilter anbot, zeigt die Tabelle die Filter dieses Herstellers aber auch den üblichen Wert (z.B. R3) an. In der Neckermann Foto-Kino-Fibel 1957 wurde der Color-Tester für 8,75 DM angeboten.
Color Finder Gossen


Der wohl meistbekannte und -verbreitete Farbtemperaturmesser ist der von Gossen in den 1950er Jahren in verschiedene Belichtungsmesser eingebaute Color Finder.
Es handelt sich nicht direkt um ein Messgerät sondern eine Vergleichstabelle, die mit 6 Vergleichsstufen Anhaltswerte über die bei der Aufnahme vorherrschende Farbtemperatur in °K vermittelt. In der Version zum Sixon, Trisix und Sixtry werden in einer rückseitigen Tabelle dazu passende Farb-Korrekturfilter angezeigt. Der Sixtomat bezog aus dieser Erweiterung seinen Namenszusatz "x3". Einzeln war der Color Finder nicht erhältlich.
Es sind zwei verschiedene Ausführungen bekannt - bei der Farbkartenausführung des Sixtomat werden die Farbtemperaturwerte in fünf Stufen von 2600 bis 10000 °Kelvin angegeben. Die andere Version hat ebenfalls fünf Stufen, die mit Buchstaben a-e bezeichnet sind. Dazu passende Colorfilter sind einer Tabelle zu entnehmen.
GE HARRISON Color Attachment

Dieses Harrison Color Meter dürfte wohl eines der ersten, wenn nicht gar das erste überhaupt, dieser Art von Messgeräten sein. Es ist ein Vorsatzteil für die Belichtungsmesser der DW-Reihe von General Electric, USA. Diese finden Sie in Gruppe 3 bei den photoelektrischen Belichtungsmessern. Dieses Zubehörteil macht sehr gut die Arbeitsweise eines Farbtemperaturmessers deutlich, indem wechselweise die rote und die blaue Vorsatzscheibe in den Messgang eingeschoben werden.


Der KELVILUX war anfang der 1950er Jahre der erste Farbtemperaturmesser von Gossen. Er wurde noch als Zweiteiler angeboten. Die Selenzelle steckt in einem lupenähnlichen Handgriff, der auch die Skala und das Rändelrad für den Abgleich beinhaltet. Das Anzeigeinstrument sowie der Ein- und Umschalter für zwei Helligkeitsbereiche ist in einem "Einheitsgehäuse" untergebracht, das Gossen für verschiedene damals angebotene Mess- und Prüfgeräte verwendete.
Es war naheliegend, nachdem mit dem Rebikoff in der Schweiz ein Farbtemperaturmesser angeboten wurde, dass auch - die damals nach eigener Werbeangabe "Größte Filterfabrik der Welt" - LIFA, Augsburg, sich mit dem Thema Farbfilterbestimmung durch ein Belichtungsmessgerät beschäftigen würde. 1956 - im gleichen Jahr wie Gossen mit dem Sixticolor - stellte LIFA seinen LIFACOLORLUX vor.
Die erste Version des LCL hatte noch eine schwarze Skalenscheibe, bei der ansonsten unveränderten zweiten Ausführung ist diese rot (s. Vergleichsfoto). Zur Einleitung der Messung wird das Gerät mit dieser Skalenscheibe gegen die Lichtquelle gehalten. Deren Rändelrad wird dann soweit gedreht, bis der Zeiger im Anzeigefenster auf der Frontseite auf der gelben Marke steht. Nun kann auf der oberen Skalenhälfte die gemessene Farbtemperatur in Grad Kelvin oder in Mired abgelesen werden. Das kleine Fenster der rückwärtigen Einstellscheibe zeigt (im roten oder blauen Bereich) gleichzeitig das zum gemessenen Licht passende LIFACOLOR-Filter und dessen Verlängerungsfaktor an. 
Die zweite Version des LIFACOLORLUX von LIFA, Augsburg, hat ein etwas rundlicheres Gehäuse als die Erstausgabe. Einstellvorgang und Messwerte stimmen jedoch überein. Nach meiner Einschätzung sind die Skalen - obwohl auf den ersten Blick absolut gleich - bei dieser Version etwas besser ablesbar.
Zur Einleitung der Messung wird der LCL mit der oberen Skalenscheibe gegen die Lichtquelle gehalten. Das Rändelrad der oberen Skalenscheibe wird dann soweit gedreht, bis der Zeiger im Anzeigefenster auf der Frontseite auf der gelben Marke steht. Nun kann auf der oberen Skala die gemessene Farbtemperatur in Grad Kelvin oder in Mired abgelesen werden. Das kleine Fenster der rückwärtigen Einstellscheibe zeigt (im roten oder blauen Bereich) gleichzeitig das zum gemessenen Licht passende LIFACOLOR-Filter und dessen Verlängerungsfaktor an. Eine rote "3" heißt also: LIFACOLOR-Filter LCR 3c (=Skylight R3) ohne Verlängerungsfaktor. Das Fenster hat über der Zahl noch eine Feineinteilung für das Skylight-Filter LCR 1,5. 
Der in Paris geborene Erfinder, Taucher und Fotograf Dimitro Rebikoff entwickelte in der Schweiz neben anderem (Elektronenblitzgerät) einen speziellen Farbtemperaturmesser im Taschenformat (um 1955). Der ORIGINAL REBIKOFF wurde von der WEKA A.G. Wetzikon-Zürich hergestellt und vertrieben. Das handliche Gerät ist komplett aus Plexiglas hergestellt. Die Messzelle befindet sich unterhalb der Drehskala auf der Oberseite. Wird das Gerät in das Aufnahmelicht gehalten, schlägt der Zeiger bei bläulichem Licht nach der blauen und bei rötlichem Licht nach der roten Marke aus.
Das obere weiße Skalen-Dreieck wird mit dem Rändelrad je nach Ausschlag bzw. Beleuchtung in Richtung Sonne oder Lampe gedreht, bis der Zeigerausschlag auf der Mittelmarke steht. Der Zeigerausschlag auf der Anzeigeskala kann sowohl von der Geräte-Ober- als auch von der -Unterseite abgelesen werden. Damit kann das Gerät also auch mit dem Skalenrad in Richtung Lichtquelle gehalten werden. Auf dem unteren Teil der Skala kann dann die Farbtemperatur zwischen 2000 bis 10000° Kelvin abgelesen werden. Das passende Farbfilter kann dann einer Tabelle aus der Gebrauchsanleitung oder aus Tabellen von Filter- oder Filmeherstellern entnommen werden.
Der in Paris geborene Erfinder, Taucher und Fotograf Dimitro Rebikoff entwickelte in der Schweiz neben anderem (Elektronenblitzgerät) einen speziellen Farbtemperaturmesser im Taschenformat (um 1955). Der ORIGINAL REBIKOFF wurde von der WEKA A.G. Wetzikon-Zürich hergestellt und vertrieben.
Das Rändelrad wird soweit gedreht, bis der Zeigerausschlag auf der Mittelmarke steht. Von der Geräte-Unterseite ist der Zeigerausschlag bei dieser Ausführung nicht mehr abzulesen.
Nachdem mit dem Rebikoff in der Schweiz der erste Farbtemperaturmesser als leicht zu bedienendes Handgerät angeboten wurde, zog Gossen mit dem Sixticolor 1956 nach. Anders als der Rebikoff hat das Gossen-Gerät eine Mess-Seite (Vorderseite) und eine Ableseseite (Rückseite).
Der Messbereich beträgt 2.600 - 20.000° Kelvin. Ein anderes Filterbestimmungsverfahren ist auch möglich: wird das Rändelrad im Handgriff solange gedreht bis die Messnadel auf der "0"-Marke der oberen Skala steht, lässt sich der Filterfaktor ablesen, um die Farbgebung für einen beliebigen Beleuchtungswert zu ermitteln. Dies ist z.B. dann ratsam, wenn durch Filter andere Farbstimmungen als "normal" (5800° Kelvin) erzielt werden sollen.
Mit der Markteinführung des Lunasix-CdS-Belichtungsmessers Anfang 1960 war das elfenbeinrote Sixticolor-Gehäuse der 50er Jahre nicht mehr zeitgemäß.
Die Verwendung von Blitzbelichtungsmessern ist in der Regel Fotostudios vorbehalten. Nur dort machen sie Sinn, für allgemeine fotografische Anwendungen sind sie nicht zu gebrauchen.
Das Messgerät für das Vergrößerungslabor wurde in den 1950er Jahren von E. Deutgen, Fabrikation fotografischer Geräte, Hermannsburg (Kreis Celle) hergestellt. Der Verkaufspreis betrug 27 DM.
Ein Belichtungsmesser im eigentlichen Sinn ist dieses Hilfsmittel für das Papierlabor aus den 30er Jahren wohl nicht. Dennoch bewarb es die Deutsche DREM Gesellschaft, Frankfurt / DREM-Zentrale, Wien - bekannter durch ihre Justophot und Justodrem-Belichtungsmesser - als "Kopierbelichtungsmesser für Entwicklungspapiere".
Das Bildfeld mit dem optimalen Ergebnis wird dann als Maßstab für die Kopie oder Vergrößerung genommen; dabei zeigt die Bruch-Zahl neben dem Feld an, um wieviel die für die Probe gewählte Belichtungszeit zu verkürzen ist.
Ein ganz schöner Trumm ist dieser Blitzbelichtungsmesser von Gossen Ascor, der wesentlich leistungsstärkere Nachfolger des Sixtronet. Er ist baugleich mit dem weiter unten vorgestellten SIXTRON electronic 2.
Dieses Gerät verwendet als Messzelle ebenfalls einen Fototransistor mit nachgeschaltetem IC zum Messen der kurzen aber extrem hellen Lichtimpulse von Elektronen-Blitzanlagen und benötigt dazu eine 15V-Fotobatterie.
In den 1970er Jahren von Gossen für die Fördergemeinschaft Gutes Licht produzierter Lux-Meter und wurde als "Lichtmesser" auch von Gossen selbst vertrieben. Das einfache Gerät eignet sich zum Ermitteln von Beleuchtungswerten für Räume und Tätigkeiten in Räumen. Es ist für Kunstlicht mit 2850°K geeicht. Die Messwertermittlung erfolgt mittels einer Selen-Fotozelle.
Ein Lux-Meter dient zur Ermittlung einer Beleuchtungssituation. Jeder Belichtungsmesser ist auch ein Lux-Meter, lediglich die unterschiedliche Skala oder Bedienungsweise macht den Unterschied aus. Viele Belichtungsmesser haben in ihren Bedienungsanleitungen Hinweise auf Lux-Messungen, manche sogar Skalen dafür.
Neben den Lios-Belichtungsmessern für fotografische Aufnahmen stellte die 1921 gegründete Dr. Walter Schlichter GmbH, Freiburg, auch andere fotografische Geräte her. Bei dem hier gezeigten Unikum in Form eine Pfeife handelt es sich um einen optischen Dunkelkammer-Belichtungsmesser.
Selenbelichtungsmesser für das Vergrößerungslabor von Gossen, Erlangen, etwa um 1938. Mit der großen Messzelle des Majus kann direkt unter dem Vergrößerungsobjektiv gemessen werden. Die in Belichtungszeiten eingeteilte Skala zeigte direkt Zeiten zwischen 24 Min. bis 1/4 Sek. an. Eine eingebaute Lampe ermöglicht die Zeiger- und Skalenablesung auch im Dunkeln.
Als großer Messgerätehersteller produzierte Metrawatt natürlich nicht nur Belichtungsmesser. Auch deren engste Verwandte, Lux-Meter, wurden in Nürnberg hergestellt. Luxmeter dienen zur Ermittlung einer Beleuchtungssituation.
Hier noch ein paar zusätzliche Anhaltswerte für Beleuchtungsstärken (nach DIN 5035): Nebenräume 30-60 Lx / Verkaufsräume, Sitzungssäle 120-250 Lx / Büroräöume 250-500 Lx / Arbeitsräume für feine Handarbeiten 800-1000 Lx. Die Arbeitsplatz-Beleuchtung in diesen Räumen soll etwa die doppelten Werte haben.
Dieses auf den ersten Blick eher wie ein Zielfernrohr aussehende Instrument gilt als der beste je gebaute Belichtungsmesser. Das SEI Exposure Photometer wurde seit 1946 von der Salford Electrical Instruments Limited, Heywood, Lancashire, England in Einzelfertigung produziert und ist wohl der erste Spot-Belichtungsmesser überhaupt. Die letzten Exemplare wurden noch in den späten 1970er Jahren mit LED-Anzeige gebaut.

Das Gerät hat drei Messbereiche, die zunächst mit einem Schiebeschalter (grün/weiss/rot) unterhalb der Messzelle gewählt werden.
Die eigentliche Belichtungsmessung besteht dann aus 2 Schritten:
Die Verwendung von Blitzbelichtungsmessern ist in der Regel Fotostudios vorbehalten. Nur dort machen sie Sinn, für allgemeine fotografische Anwendungen sind sie nicht zu gebrauchen. Dieser Blitzbelichtungsmesser von Gossen, Erlangen, aus dem Jahr 1974 hat als Messzelle einen Fototransistor. Dieser misst die kurzen aber extrem hellen Lichtimpulse von Elektronen-Blitzanlagen. Das Gerät benötigt eine 9V-Blockbatterie.
Dieser Blitzbelichtungsmesser ist baugleich mit dem ELECTRONIC FLASH METER von Gossen Ascor, der weiter oben vorgestellt wird. Beide sind leistungsstärkere Nachfolger des vorher beschriebenen Sixtronet.
Dieses Gerät verwendet als Messzelle ebenfalls einen Fototransistor mit nachgeschaltetem IC zum Messen der kurzen aber extrem hellen Lichtimpulse von Elektronen-Blitzanlagen und benötigt dazu eine 15V-Fotobatterie. Gemessen wird mit der Meßmethode Lichtmessung, also in Richtung Kamera. Ein Diffusor ist fest eingebaut, mit einem Zusatzdiffusor können noch größere Lichtmengen verarbeitet werden. Gemessen wird das auf das Aufnahmemotiv fallende Licht mit einem Meßwinkel von 180°.
Dieses Dunkelkammer-Hilfsgerät wurde in den 1970/80er Jahren vom VEB Schaltanlagenbau Zörbig hergestellt. Dieses wiederum gehörte zum VEB Starkstrom-Anlagenbau Magdeburg / VEB Elektromotorenwerk Wernigerode. Bis Ende der 1950er Jahre war der Name "Fotolux" vom EAW Berlin belegt (s. elektrische Belichtungsmesser). Verbindungen zwischen beiden Betrieben sind mir nicht bekannt.
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